Forum 1999

Forum Jahresbersicht

Anmerkungen  und Kommentare der Redaktion sind violett hervorgehoben

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31. Dezember 1999

Hallo Freunde
Alfred Waldvogel (siehe seinen Beitrag im Forum) hat ein hbsches Ldeli in Au/Wdenswil - eine TEEGALERIE. Ich habe ihm diese Woche besucht. Es hat mir sehr gefallen. Im Angebot sind u.a. etwa 150 Sorten Tee. Man kann auch eine ausgesuchte oder vom Alfred empfohlene Teesorte in seiner gemtlichen Ecke probieren. Ein freiwiliger Geldbeitrag dafr nimmt ein herziges Suli aus Keramik in Lebensgrsse entgegen.
Empfehlenswert nicht nur fr Teeliebhaber!
Marcela


30. Dezember 1999

"Warum reden immer alle nur vom Schchten. Hummer, die ins kochende Wasser geworfen werden, sterben auch langsam."
Im Forum des VgT-D habe ich zu diesem Argument Stellung genommen: http://www.vgt-d.de/forum/forum_1999.htm#Hummer    
Erwin Kessler


28. Dezember 1999

Gnseleber aus Frankreich bei Manor
Im Radio habe ich heute eine Werbung von Manor  gehrt, welche unter andern Produkten Gnseleber aus Frankreich anpreist! Als vernnftige Konsumentin und Tierschtzerin muss ich mich schon fragen, ob in Manors Geschftskonzept noch ein bisschen Verstand mitspielt oder ob wirklich nur das Geld zhlt!
Andrea Maurer, Weggis


24. Dezember 1999

Anmerkung eines Neumitgliedes auf dem Spenden-Einzahlungsschein zum Zwischenfall um den Forellenbehlter des Restaurants Central in Affoltern (VN00-1A):
Bravo fr Aktion Affoltern!
Dr G, Affoltern (Name der Redaktion bekannt, zum Schutz vor der Fleischmafia anonymisiert).


Jakob Brem
CH 6288 Schongau, den 28. 12. 1999

Einladung zu meinem 100. Geburtstag
am 28. 12. 2036 in Schongau
Besammlung 12 Uhr auf dem Schulhausplatz

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
da ich meinen Abgang von diesem Planeten schon einige Male verschlafen, verpasst oder berlebt habe, muss ich mich mglicherweise fr lngere Zeite gedulden, bis sich die nchste Gelegenheit ergibt. Der letzte berlebte Abgang, 1994, hinterliess zwar einige Spuren unangenehmer und alternierend schmerzhafter Art. Das neue Jahrtausend, denke ich, hat fr mich, nach philosophischen Gesichtspunkten, betreffend Ursachen und Wirkung einige Lebensphasen der wunderbaren Art parat.

Der dritte Weltkrieg hat zwar schon begonnen. Ausser mir noch von fast niemandem bemerkt, tobt er an verschiedenen Fronten. Die Zerstrungselemente der Eroberer (erobern ist eine maskuline Ttigkeit) schleichen unbemerkt in die Villen, Huser, Wohnungen und Htten der Vielen. Die Okupanten tragen keine Uniformen im militrischen Sinn, nur Attribute von Uniformen, den Menschen schon seit Jahrhunderten bestens bekannt. Die sind von schwarz bis schrillfarben auszumachen und sind dennoch so unauffllig, dass nur klardenkende, empfindungsfhige Menschen die eigentliche Absicht erkennen. Eroberer und Eroberte tragen dasselbe Uniformenattribut. Erboberer sind zeitkausal zugleich auch Eroberte.

Was Eroberte zu Eroberern erhebt, ist die Tatsache, dass der grsste Teil der Eroberten glauben, Nutzniesser dieses Krieges zu sein. Sie meinen, an Lebensqualitt erheblich zu verlieren, wenn sie sich am Kriegsgeschehen nicht mehr aktiv beteiligten. Schlimmer noch, die Eroberten wissen nicht einmal, dass sie zugleich auch Erobererinnen und Eroberer sind.

Kriegsbeutegeniessen ist dem weiblichen Teil des Menschen zuzuordnen, was den mnnlichen Teil unwissentlich erheblich verstrkt. Andererseits frdert das Denken, das dem mnnlichen Teil entspricht, den weiblichen Teil. Nicht nur emanzipatorisch, vorallem biologisch ist der weibliche Teil der Menschheit im Wachsen begriffen, was wiederum dem mnnlichen Teil, einem dekadenten Denken (Beimischen von weiblichen Hormonen in das Tierfutter, Antibabypillen, genvernderte Lebensmittel, diverse unntige Medikamente usw.) zuzuschreiben ist. Die wesentlichste Stossrichtung (ein mnnlicher Begriff!) des dritten Weltkrieges, ist das Aktionrswesen. Der Kampf um Prozente ist voll im Gange. Je mehr Prozente, um so siegreicher, um so mnnlicher.

Den Endsieg dieses Krieges drften diesmal nicht die Menschen, weder Mnner noch Frauen, feiern. Den Endsieg feiern die Bakterien, die Viren, Dornengestrppe, Insekten, Wrmer, Kriechgetier, Unkruter, aber auch Bume, Sugetiere, Vgel und vielleicht noch einige, mit besonderer Vitalitt und klarem Denken ausgestattete Menschen.

Was nur Wenige bemerken ist die Tatsache, dass schon seit Jahren Millionen von Besiegten in den Konzentrationslagern der Sieger schmachteten und schmachten, wo sie auf ihre Hinrichtungsfolter warteten und warten. Die Tter sind in fast allen Religionen auszumachen. Allerdings ist die Hinrichtungsfolter bei gewissen Religionen grausamer als bei anderen. Selbst Kirchenfhrer waren und sind Nutzniesser der Qulereien und Schlchtereien. Diese Geschundenen wurden und werden immer noch Ware genannt, sind aber Geschpfe Gottes, Tiere.

Ich freue mich jetzt schon, liebe Freundinnen, liebe Freunde, Euch am 28. 12. 2036 auf dem Schulhausplatz zu Schongau um 12 Uhr Europischer Zeit begrssen zu drfen. Aus organisatorischen Grnden bitte ich Dich, Deine Teilnahme an meinem Jahrhundertfest noch vor den Sommerferien, also vor dem 1. Mai 2036 mitzuteilen. Im Jahr 2036 werden Sommerferien am 1. Mai beginnen und am 30 September enden. In dieser Zeitspanne werden Roboter der globalen Gebetswandkletterer GmbH (Das ist ein Zusammenschluss der an Fusionitis erkrankten Firmen Vatikan AG, Judas Iskariot Holding und Mekawandergenossenschaft) die Freiheitaktivitten und Passivitten der Menschheit organisieren und berwachen.

Falls das Haus Brem, die Gemeinde Schongau oder die ganze Eidgenossenschaft vor dem obgenannten Datum das Zeitliche gesegnet hat, bitte ich Dich, im Internt www.belletristik.ch  einzutippen, und die Annahme der Einladung per brem@belletristik.ch  zu besttigen. Das CH Anhngsel wird dann allerdings auf com abgendert sein.

Ihr Jakob Brem


24. Dezember 1999

Auch Schweinemster surfen im Internet und bentzen Computer. In einer Schweinefabrik im Frstentum Liechtenstein war ein verstaubter Computer, nachts eingeschaltet, sogar direkt im Stall. Im Nebenraum, wo die in Kastenstnden eingesperrten Schweinmtter ihre Jungen sugten, lagen im Gang die halbverwesten Leichen von jungen Ferkeln herum, 30 cm neben dem Futtertrog des nchsten Mutterschweines (Bilder in VN99-2). Technischer Fortschritt nach Tierquler Art. Ab und zu melden sich diese mit anonymen Emails bei uns, immer mit hnlich dummem Geschwtz, so wie heute das folgende:

Hallo Erwin! Ich mchte Dir mal was mitteilen: Ich finde Deine Aktionen bertrieben, belstigend und penetrant. Mit Lgengeschichen willst Du auf Dein
Verein aufmerksam machen! Mit Deinen alten, schlechten Bildern gelingt es Dir, einen falschen Eindruck ber die Schweinehaltung zu erwecken.
Ich hoffe, dass Dich mittlerweile niemand mehr ernst nimmt, der einigermassen normal im Kopf sind.


24. Dezember 1999

Kundgebung gegen Forellenzucht in Bachs/ZH

Per Zufall lese ich im Zrcher Unterlnder, dass der VgT eine Busse von Fr 555.- von der Gemeinde Bachs erhalten hat. Das tut mir ausserordentlich leid, das Ihre Anstrengungen fr das Wohl der Tiere gebsst wird, besonders leid tut es mir, weil ich derjenige war, der Herrn Dr Kessler auf diese Zuchtanstalt und das "Hobby-Fischen" in den Weihern aufmerksam gemacht hat. Um die Busse etwas zu mildern habe ich Fr 100.- auf das VgT-Konto einbezahlt, mehr kann ich leider nicht, ich lebe von meiner AHV. Fr Ihren unermdlichen Einsatz fr das Wohl der Tiere danke ich allen Beteiligten des VgT.
Kurt H Knpfli, Niederglatt


24. Dezember 1999

Zur Postzensur (die Post begrndet die Zensur damit, es wrden in den VN zuviele Tierhalter namentlich angegriffen):

Die genannten Tierhalter knnten ja dafr sorgen, dass sie nicht erwhnt werden mssen...
Rudolf Lthi, Landwirt, Hrhausen


23. Dezember 1999

Bericht im Beobachter 26/99 

Hallo Erwin, hab grad den Beobachter gelesen. Das bliche Wischiwaschi. Als Sohn einer Jdin finde ich es nicht antisemitisch, wenn Du den Judenstempel der Nazis mit den Schlachtklberohrmarken der EG vergleichst, im Gegenteil. Damit kritisierst Du ja auch den Judenstempel und somit die Judenverfolgung durch die Nazis. Auch die Allegorie betreffend Menschenfressern (Dreifuss) finde ich nicht antisemitisch. Es ist ganz einfach eine Tatsache. Kann denn beim Beobachter niemand lesen! Was mich interessiert ist der Wahrheitsgehalt und die Fakten betreffend "Offerten an Auschwitzleugnern" fr einen Link im VgT??? Ich glaube nicht mehr alles (seitdem ich als Kind lgen gelernt habe; htte ich immer die Wahrheit gesagt, wre ich jetzt nich mehr unter den Lebenden!). Was ich im Beobachterartikel vermisse ist die juristische Rechtfertigung betreffend den in grossen Lettern angekndigtem Postboykott!!!
Liebe Grse, Jakob Brem
Tiergeschichten unter www.belletristik.ch

Stellungnahme von Erwin Kessler: Siehe News vom 23.12.99

Leserbrief an den Beobachter:
Erwin Kessler- kein "kitschiger Tierschtzer".
Die neu gestartete "Einkesslerei" drfte Erwin Kessler auch berstehen, obschon der "Beobachter" und einstige nahe Aktivisten/Mitglieder ihm den Rcken zugekehrt haben und hinterhltig, offensichtlich feindselige Stimmung gegen ihn machen. Es ist bestimmt nicht Sache "der post" (schreibe ich seither als Zeichen meiner Wertschtzung klein!), Schnffelpolizei zu spielen, indem sie einfach Heftchen und Zeitungen zensuriert und boykottiert. Wegen diesem post-Streich habe ich krzlich postwendend mein Briefmarken-Abo gekndigt und werde das gesparte Geld knftig dem Verein gegen Tierfabriken fr den Prozess gegen "die post" spenden. 
Ich habe Hochachtung vor diesem unerschrockenen Kmpfer fr die Sache der Tiere. Wenn man es genau nimmt, msste auch ich ins Gefngnis, weil ich seine Schchtkritik (auch gegen Juden) teile und verteidige.
Was die Nestbeschmutzer betrifft, habe ich bisher nicht feststellen knnen, dass sie mehr, oder besseres geleistet htten, als eben dieser uneigenntzige, zu Unrecht verurteilte Tierschtzer Erwin Kessler. In manchen Lndern dieser Welt wrden solche Leute, wie in diesem Bericht erwhnt, an die Wand gestellt und Arbeitnehmer solchen Charakters fristlos wegen Rufmord/zu geringe Loyalitt gegenber der Firma entlassen! Wre der VgT mafis, wie auch schon vermutet wurde, wren diese Leute schon lngst tod, denn der "Beobachter" hat mit "Zellweger" und "Portmann" im Archiv gegrbelt und uraltes, verstaubtes hervorgeholt... 
Roland Fsch, Glattfelden


21. Dezember 1999

Zu den falschen Bildern im Schweizer Fernsehen (20. Dezember)

Sehr geehrte Frau Frei, Im Aktualittsstress zeigten wir tatschlich Hhner aus einer Freilandzucht und nicht aus Bodenhaltung, wir entschuldigen uns.
Wir danken Ihnen fr Ihr Verstndnis und freuen uns, Sie als kritische Zuschauerin unter unserem Publikum zu wissen.
Frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Jahr 2000.
Mit freundlichen Grssen
SCHWEIZ AKTUELL
Daniela Fehr   chaktuell@sfdrs.ch

Sehr geehrte Frau Fehr, es wrde mich freuen, wenn man diesen Fehler korrigieren wrde. Ich htte Bilder aus Bodenhaltung, die ich zu Verfgung stellen wrde. Entschuldigen sollten sie sich bei den Zuschauern, die sie so getuscht haben.
Freundliche Grsse
Marcela Frei

Sehr geehrte Frau Frei
Natrlich kommen wir nicht nochmals darauf zurck. Ich darf Sie daran erinnern, dass es sich um eine ca. 20-sekndige Mitteilung gehandelt hat.
Wir wrden mehr Verwirrung stiften, als etwas aufzuklren. Selbstverstndlich haben wir in unserem Archiv auch Bilder aus Bodenhaltung.
Mit freundlichen Grssen
SCHWEIZ AKTUELL
Daniela Fehr

Sehr geehrte Frau Fehr
Es spiel keine Rolle, wie lange die Sendung gedauert hat, wichtig ist, was Konsumenten danach denken! Aber wenn es so ist, werde ich knftig die Filmbeitrge in SF DRS nicht ernst nehmen, denn alle knnten wegen "Aktualittsstress" falsch sein. Und eine Richtigstellung gibt es sowieso
nicht, wie Sie besttigt haben. Zum Glck kann ich ZDF empfangen, die zeigen nmlich richtige Realittsbilder aus der Tierhaltung, auch aus der Schweiz !
Marcela Frei

Sehr geehrte Frau Fehr,
Frau Frei hat mir die Korrespondenz mit Ihnen zugestellt (in unserem Internet-Forum verffentlicht, http://www.vgt.ch/forum/forum_1999.htm ).
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass sich eine Richtigstellung aufdrngt. Dass Ihre Fernsehmacher Boden- und Freilandhaltung verwechseln ist typisch.
In vielen Konsumentenkpfen wird das dauernd verwechselt, umso schlimmer, wenn dies noch durch falsche Reportagen verstrkt wird. Die sogenannte
"Bodenhaltung" ist - so wie sie leider praktiziert wird - eine absolute Katastrophe fr die Tiere, nicht viel weniger schlimm als die Kfighaltung.
Typische Bilder finden Sie unter www.vgt.ch/vn/9903/vn99-3.htm
Mit freundlichen Grssen
Erwin Kessler, Verein gegen Tierfabriken Schweiz VgT

Herr Kessler
vielen Dank fr Ihren Hinweis auf die Internet-Seite. Wir werden bei
nchster Gelegenheit davon Gebrauch machen.
Mit freundlichen Grssen
SCHWEIZ AKTUELL
Daniela Fehr


21. Dezember 1999

Tragisch: Franz Weber senil?

An: Fondation Franz Weber, Montreux

Sehr geehrter Herr Weber,
in der Zeitung ,,Blick" haben Sie am Freitag, den 17. Dezember 1999 ein ganzseitiges Inserat verffentlicht. Dieses Inserat
mchte ich nicht unbeantwortet lassen. Sie beschreiben in dem erwhnten Inserat das unsgliche Leid der Schlachttiere innerhalb der EU. Ich bin mit Ihnen vllig einig, dass es fr dieses unsgliche Tierelend keine Worte mehr gibt. Sie behaupten aber auch in dem Inserat, ich zitiere: "Ein derart sadistischer Umgang mit Tieren ist in der Schweiz nicht erlaubt. In der Schweiz haben die Bauern noch Achtung vor den Tierenl". Sagen Sie mal, haben Sie nicht mehr alle Tassen im Schrank, wie knnen Sie als langjhriger Tierschtzer solch einen Mist verbreiten. In was fr einer Welt leben Sie eigentlich? Glauben Sie tatschlich, dass in der Schweiz die Tiere ein paradiesisches Leben fhren drfen. Da Sie solche realittsfremde usserungen mit aller Selbstverstndlichkeit behaupten und leider ungestraft verbreiten, muss ich annehmen, dass Sie berhaupt nicht auf dem Laufenden sind, was hier in der Schweiz in Sachen Tierhaltung und Tierqulereien abgeht. Kurzlich hat die Fernsehsendung Kassensturz wieder einmal aufgezeigt was fr Tierqulereien (Ferkel werden unbetubt kastriert) auf unseren Bauernhfen und in den Tierfabriken ablaufen. Ihr Inserat hat den Tieren einmal mehr nur geschadet
und wirft die ernsthafte Arbeit von uns Tierschtzern um Jahre zurck. Da ich nach Ihren unglaublichen Behauptungen in Ihrem Inserat berzeugt bin, dass Sie wirklich keinen blassen Dunst haben, was in der Schweiz passiert, lade ich Sie ein, mit mir einig Stlle und Tierfabriken in der Schweiz zu besuchen. Dies
muss alledings nachts passieren, denn diese Sttten des Grauens sind hermetisch von der ffentlichkeit abgeschirmt. Wir mssen uns also mit geeignetem Werkzeug, mit Taschenlampen und Gummistiefeln auf den Weg machen.
Wenn ich Ihr Inserat so betrachte, kommt in mir sehr stark der Verdacht auf, ob Sie eventuell jetzt mit der Bauern-, Tiernutzer- und Tierquler-Lobby in der Schweiz zusammenspannen. Denn so ein unhaltbares Inserat, das jedem echten Tierfreund ein Stich ins Herz gibt, kann von keinem wirklichen und informierten Tierschtzer verfasst worden sein. Schweizer Fleisch ist keine Garant fr fr tier- und umweltfreundliche Zucht, und auf den Slogan ,,Gut gibts die Schweizer Bauern" falle ich schon gar nicht herein, denn ich weiss aus eigener Erfahrung, wie es in den Stllen auf unseren Bauernhfen und in den Tierfabriken aussieht. Auch weiss jeder aktive Tierschtzer in der Schweiz, wie es um unser angeblich ,"weltbestes" Tierschutzgesetz bestellt ist, nmlich miserabel! Wir haben nmlich das weltbeste Tierqulerschutzgesetz. Ich nehme an, dass Sie aber auch darber nicht informiert sind. Ich kann nur noch den Kopf schtteln ber soviel Unwissenheit ber die wirklichen Zustnde in der Schweiz! Meinen Sie wirklich, in der Schweiz htten es die Tiere besser als in
der brigen Welt und die Schweizer Bauern seien die besseren Menschen als anderswo. Wie blind und blauugig Sie doch sind! Bisher schtzte ich Ihre Tierschutzarbeit sehr, doch nach ihrem skandalsen Inserat im Blick ist es jetzt allerhchste Zeit, dass Sie Ihre Tierschutzaktivitten einstellen, bevor Sie den
Tieren und unserer Tierschutzarbeit mit solchen Inseraten noch mehr Schaden zufgen.
Mit freundlichen Grssen
EZ

Anmerkung der Forum-Redaktion:
Die Antwort von Franz Weber auf obiges Schreiben ist nicht wrdig, hier wiedergegeben zu werden. Franz Weber verteidigt darin in geradezu peinlicher Weise sein Inserat und die Schweizer Bauern und schliesst mit den Worten: "Aus diesem Grund haben wir Ihr Schssreiben an unseren Rechtsanwalt weitergeleitet."
Tragisch. Franz Weber htte ein besseres Alter verdient..
Erwin Kessler


21. Dezember 1999

Zum Leserbrief von Alfred Zuberbhler vom 20. Dezember:

Sehr geehrter Herr Doktor Erwin Kessler, eben habe ich im Forum Ihre Antwort auf meinen Leserbrief gelesen. Fr Ihre diesbezglichen Bemhungen danke ich Ihnen. Ihre Richtigstellungen sind bezeichnend und aufschlussreich. Schade, dass unser Weg zueinander (vorderhand) etwas verstopft ist, haben wir doch einiges Heu auf der gleichen Bhne. Wie angekndigt habe ich heute Fr. 130.-- (100.-- als Spende und 30.-- als Abo.) an Sie berweisen lassen. Ich bitte Sie aber, meine Adresse aus der Liste der Abonnenten bis auf weiteres zu entfernen. Mit freundlichen Grssen und guten Wnschen fr das kommende Jahr.
A. Zuberbhler

Sehr geehrter Herr Zuberbhler, bisher habe ich vorallem Heu gesehen, das wir nicht auf der gleichen Bhne haben. Ratschlge, wie ich es besser machen solle, bekomme ich reichlich. Leider aber warte ich ziemlich vergeblich auf Leute, die es vormachen. Ich wnschte mir solche Entlastung sehnlichst. Nur zu gerne wrde ich mich - etwas mde von 10 Jahren totaler Tierschutzarbeit - urcklehnen und einem Tierschtzer jhrlich 100 Franken spenden, der es erfolgreicher und besser macht.
Ich wnsche Ihnen ebenfalls alles Gute fr das kommende Jahr.
Mit freundlichen Grssen
Erwin Kessler


20. Dezember 1999

Leserbrief an das Schweizer Fernsehen: Falsche Bilder im Schweizer Fernsehen
"Schweiz aktuell" vom 20.12.99, ein Beitrag ber die mit Salmonellen verseuchten importierten Bodenhaltungseier, verkauft in diversen Lden in der Schweiz (Migros, CCA, Epa, Pick Pay, Primo&vis-vis). Der Haken daran: Es wurden Bilder aus Hhner-Freiland-haltung gezeigt! So werden die Konsumenten manipuliert. "Bodenhaltung" heisst nmlich dunkle Hallen ohne frische Luft, Kopf an Kopf, Staub, Stress. In dieser Sendung habe ich aber Hhner gesehen, die frhlich im Gras picken konnten. Typisch SF DRS, da werden nie Schweizer Tierfabriken gezeigt, obwohl es gengend hat. Darum: Kaufen Sie keine Tierquler-Eier - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe.
Marcela Frei


20. Dezember 1999

Die VgT- Nachrichten Nr. 1- Jan./ Feb./ Mrz 2000 habe ich wie immer aufmerksam gelesen. Es kommt jedem (nicht nur mir) das kalte Grauen. So
kann und darf es nicht weitergehen. Ihre enormen Leistungen zu Wohle der Tiere erhalten nicht die entsprechende Resonanz. Es gbe sonst keine
Fleischesser mehr.
Schne wie immer fleischlose Festtage.
Mit freundlichen Grssen
Fred Bommes
PS:
Untenstehend noch ein Leserbrief, welchen ich an folgende Zeitungen verschickt habe: der Bund, Berner Zeitung, Thuner- und Oberlnder Tagblatt, Blick und NZZ. In der BZ vom 19.12.99 hat man leider den 3. Abschnitt nicht verffentlicht.

Tiere bleiben eine Sache
Caspar Baader (SVP/BL) brachte mit 73 Gleichgesinnten, welche man namentlich verffentlichen sollte, eine siebenjhrige Arbeit zur Besserstellung der Tiere zu Fall. Nach Baader gehe es um eine Vermenschlichung von Haustieren. Da kann ich nur sagen: auf die Bume ihr 73 Affen. Oder anders ausgedrckt, hoffentlich merken sich die tierliebenden Zeitgenossen, wen sie da gewhlt haben. Baader als gelernter Agronom, ohne diesen widerlichen Antrag noch nie in
Erscheinung getreten, ist sicher verbndet mit Melchior Ehrler, der Bauernvertreter, welcher Katzen mit Khen vergleicht. Die Befrworter scheinen vergessen zu haben, dass ca. 80 % ihrer Whler diese Gesetzesnderung befrwortet und als lngst berfllig bezeichnet hat. In diesem Zusammenhang sollte nicht unerwhnt bleiben, dass wir ber ein Tierschutzgesetz verfgen, welches tglich missachtet wird. Jede Beschwerde an die zustndigen Instanzen, Kantonstierrzte usw. keine Beachtung findet.
Dass Tiere ihren Bedrfnissen entsprechend zu halten sind (Artikel 2 TierSchG), ist deshalb ein toter Buchstabe. Dass sich hingegen Alt-Nationalrat Loeb, welcher dieses Gesetz vorgeschlagen hat, ein Tierfreund sein soll, nur weil er Hundebesitzer ist und Katzen streichelt, ist so wenig "loeblich" wie seine gescheiterten Verhandlungen mit D'Amato. Die Brcke welche Loeb bauen wollte, hielt nicht, die Schweiz wurde mit Holocaust- Geldern in allen Bereichen ber den Tisch gezogen. Zustzlich untersttzen diese "Tierliebhaber" (praktizierende Juden) wie Dreifuss, Feigel, Ringier, Schawinski, Bloch und Konsorten passiv und aktiv das brutale Schchten unschuldiger Tiere. Laut VgT- Nachrichten stellte Loeb sein Warenhaus auch fr den Verkauf von Kebab aus Schchtfleisch zur Verfgung. In der Tat auch eine "loebliche" Angelegenheit. Es gengt nicht, sich mit Katzen und Hunden ablichten zu lassen. Man muss auch mit Herz zu diesen liebenswerten Geschpfen stehen.


20. Dezember 1999

Leserbrief zu den VgT-Nachrichten Januar 2000
Als Abonnent der VgT-Nachrichten untersttze ich die Idee, gegen Tierqulerei Ntiges und Richtiges zu unternehmen. Das Aufzeigen von Tatsachen in
Wort und Bild finde ich richtig und ntig. Aber: "C'est le ton qui fait la musique". Ihre Tne, Herr Kessler finden bei mir keinen Beifall. Schade, denn was Sie tun finde ich gut. Gerne wrde ich annehmen, dass Ihr grosser Einsatz fr misshandelte Tiere auf Liebe basiert. Aber, ist das Liebe oder Verachtung, wenn Sie die Fleisch-konsumierende Masse unisono zu Egoisten stempeln? Um Ihr Tun zu rechtfertigen schreiben Sie: "Wer nicht wie alle andern nach Geld, Macht und Bequemlichkeit strebt"... das tnt fr mich recht berheblich, als ob Sie fr sich der Weisheit letzter Schluss gepachtet htten. Ihre Worte: "von Fleischfressern und Aasfressern" lsen bei mir die Frage aus, ob in Ihrer Kinderstube gegessen oder gefressen wurde?
Sie werfen gewissen Journalisten unsachgemsse Berichterstattung vor, was auch stimmt. Was aber tun Sie, wenn Sie schreiben: "die herlaufenden
grlenden Typen", ....haben wirklich alle 20 gegrlt? Wenn Sie Herrn Furrer (dessen Art der Fischhaltung wirklich an den Pranger gehrt) als Halter einer "Privatarmee von rund 20 Personen" bezichtigen, dann ist dies wohl sehr weit weg von Objektivitt. Damit begeben Sie sich auf die Stufe jener Journalisten die Sie, zum Teil mit Recht, laut anklagen. Kstner schrieb: "Nie sollst du soweit sinken, um von dem Kakao, durch den man dich zieht auch noch zu trinken".
Wenn es stimmt, dass Nationalrat Bortolozzi den Kellnern sein Taschenmesser lieh, um Autopneus aufzuschlitzen, dann ist das fr Sie rgerlich, aber
bergeordnet gesehen auch gut, das hilft vernnftigen Whlern zu erkennen, dass solche "Schlitzbuben" nicht in den Nationalrat gehren. Trotzdem, Ihre
geschriebenen Worte: "Blick und Tagesanzeiger-Leser haben die Mglichkeit, ihren Horizont durch ein Abonnement der VgT zu erweitern" ist
wohl eine leichte berheblichkeit Ihrerseits. Damit beleuchten Sie Ihren eigenen Horizont. Hchstwahrscheinlich gewinnen Sie damit keinen einzigen
Leser. Herr Kessler, Sie bitten uns Leser, Ihre Zeitungen weiterzugeben. Das finde ich gut und wrde ich auch gerne tun. Aber es fllt mir schwer eine Zeitung mit Ihrem Schreibstil weiterzugeben. Sollte sich aber das Niveau des Ausdrucksstils Ihrer Zeitung merklich anheben, dann knnte ich vom Abonnent zum Mitglied werden.
Mit Gruss Alfred Zuberbhler sen. Zumikon
PS: ohne meine Genehmigung drfen nur eventuelle Schreibfehler korrigiert werden

Antwort:
Wer heute angesichts des Holocausts an den Nutztieren (und den dauernden Konsumententuschungen mit Label-Fleisch) immer noch Fleisch isst, verdient keine "musique". Schnklingende Phrasen sind der Situation unangemessen. Und bei Menschen, die sich als Raubtiere gebrden, ist "fressen" das richtige Wort. Das ist keine Frage des Schreibstils, sondern der inneren Haltung.
Die Frage betreffend meine Kinderstube ist leicht zu beantworten: da wurde Fleisch gefressen, aber heut esse ich vegetarisch. Mensch werden finde ich eine wichtige Entwicklungsaufgabe im Leben. Bedauerlicherweise gibt es Leute, die der (fleischfressenden) Kinderstube nicht entwachsen knnen.
Zur weiteren Frage, ob von Furrers wildem Haufen alle gegrlt haben: das weiss ich nicht genau, jedenfalls hat der Sauhaufen als Ganzes gegrlt. Ihre Pedanterie in diesem Punkt wirft die Frage auf, ob Sie nichts Bedeutenderes zum Kritisieren finden, aber als vermutlicher Fleischliebhaber irgendetwas suchen, das Sie an mir aussetzen knnen, um Ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, nach dem Motto: "Der Kessler hat auch Fehler, also darf ich weiterhin Fleisch fressen." Wenn Sie im Umgang mit aggressiven Fleichfressern von mir "musique" erwarten, dann haben Sie Wesentliches noch nicht begriffen.
Was Furrers "Privatarmee" anbetrifft. Ich gratuliere Ihnen, dass Sie gemerkt haben, dass es "objektiv" keine Armee war.
Das Kstner-Zitat pass gar nicht zur Situation.
Woher wissen Sie, dass ich mit der fraglichen Werbung "VgT-Nachrichten statt Blick" keine Leser gewinne? Ist es nicht "berheblich" von Ihnen selbst, das wissen zu wollen?! Haben Sie reprsentative Umfragen gemacht?
Im Gegensatz zu Ihnen grsse ich Sie freundlich. "C'est le ton qui fait la musique".
Erwin Kessler


19. Dezember 1999

Kse ohne tierisches Lab

Hallo Herr Kessler Gerne htten wir VgT-Nachrichten VN00-1 fr unser Quartier bestellt.
Ist fr Sie Kse (Greyerzer usw.) ohne tierisches Lab auch ein Thema. Ersatz ist Suparen. Wir haben eine Bezugsquelle gefunden - ist diese wohl sauber von wegen qulerischer Schweinemast?? FROMAGERIE Franz et Lisette Rentsch, CH-2607, CORTEBERTTel.: +41 032 489 17 83 , Fax : +41 032 489 31 80 Wnsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und auch schne (fleischlose) Festtage und einen guten Start im neuen Jahrtausend.
Liebe Grsse von
Gabriela Scheurer & Marco Zbinden, 3004 Bern

Kse ohne tierisches Lab ist sicher vorzuziehen. Aber am wichtigsten ist es, mglichst wenig und nur Bio-Kse zu essen. Bio garantiert wenigstens den Khen tendenziell ein besseres Leben und Schonung der Umwelt. Die in VN00-1 am Beispiel des Appenzeller-Kses dargestellten Schweinereien sind leider allgemein blich.  Als Kse-Liebhaber, der frher bermssig viel Kse gegessen hat (nach dem Abstellen des Fleischkonsums noch in der Meinung, Eiweissersatz msse her), habe ich die Erfahrung gemacht, dass man massiv einschrnken kann ohne zu leiden, nur durch bewussten Umgang damit. Psychologisch gesehen ist es so, dass mensch viele Gewohnheiten hat, die eben vorallem Gewohnheiten sind und nicht wirklich dringende Bedrfnisse. Kse - wie Wrste - sind so praktisch aus dem Khlschrank direkt auf den Tisch zu nehmen - sozusagen Fast-Food, zur schnellen Befriedigung von Hunger oder Gelsten geeignet, braucht keine Zubereitung und vorallem auch keine Fantasie. Kse (und fr Fleischesser auch Fleisch) einzuschrnken, ist eine interessante und positive Bewusstheits- und Kreativitts-bung. Diese bung besteht darin, sich jeweils die Frage zu stellen: Will und brauche ich jetzt wirklich Kse (Fleisch)? Knnte etwas anderes nicht ebenso schn (und gesnder!) meinen Hunger stillen? Auf diese Weise wird aus einem frustrierenden Verzicht ein Erfolgserlebnis mit vielen positiven Nebenwirkungen: Neben der Charakterstrkung durch Wahrnehmung ethischer Verantwortung wird Bewusstheit, Selbsterkenntnis und Kreativitt gefrdert. Weiter wirkt sich weniger tierisches Fett (Kse = Fettbombe) positiv gegen bergewicht aus, was Gesundheit und Schnheit frdert, was wiederum positive soziale Konsequenzen hat bis hin zur Befriedigung der Liebes-Bedrfnisse. Die Ernhrung ist sowieso eine hoch-psychologische Sache. In der berernhrten Wohlstandsgesellschaft dient Essen nicht mehr dem biologischen Kampf gegen das Verhungern, sondern in hohem Masse der Frust-Bewltigung: Essen aus Frust und innerer Unerflltheit - ein Teufelskreis, denn wie kann jemand innerlich erfllt und im seelischen Gleichgewicht sein, der verdrngen muss, dass er sich unntigerweise von Folter-Opfern ernhrt und mit seinem Kaufverhalten zum Auftraggeber fr Tierfolter wird?
Mit freundlichen Grssen
Erwin Kessler


18. Dezember 1999

Postzensur

sehr geehrter herr kessler
mit emprung habe ich mitverfolgt, dass die post ihre vgt-nachrichten nicht mehr verteilt. ich finde keine worte fr dieses ungerechte verhalten!
bitte herr kessler, geben sie nicht auf!!! ich weiss, sie haben schon so viel fr die vielen armen tiere getan. und auch schon vieles erreicht! was wrde mit den armen kreaturen geschehen, wenn SIE nichts mehr tun, oder tun knnten?
der fortschritt des internets ist sicher, und unaufhaltsam. sie haben beste chancen, ber dieses medium an die leute zu kommen.
kopf hoch! machen sie weiter so! ich wnsche ihnen viel glck und dass sie ihre ziele erreichen. in unserer ungerechten schweiz wre es ohne jemand wie sie, herr kessler, undenkbar! dann mssten die tiere noch viel mehr qualen erleiden.... ich frage mich: wie soll es weitergehen? wer versucht den tieren zu helfen, wenn nicht sie???...
alles gute und ein frohes besinnliches weihnachtsfest und nur das allerbeste im neuen jahr wnscht ihnen von herzen
susan


18. Dezember 1999

Zum Kommentar von Frau Heidy Beyeler :"Schweres Geschtz hilft wenig"

Sehr geehrte Frau Beyeler, sehr geehrter Herr Schwizer
Mit Erstaunen und Befremden habe ich Ihren Artikel gelesen. Bis anhin war ich im Glauben, guter Journalismus basiere auf fundiertem Fachwissen und grndlichen Recherchen. Ihr Kommentar jedoch hat gezeigt, dass dies hier bewusst oder unbewusst nicht der Fall sein kann. Sie schreiben zum Beispiel: "Hingegen wird mit gesetzlich verankerten Schutzbestimmungen, die auf politischer Ebene erarbeitet werden, viel mehr erreicht."Dieser Satz zeigt deutlich, dass Sie offensichtlich nicht wissen, was konkret die Ziele des VgT sind und was bis jetzt von dieser Organisation erreicht wurde. Ein wesentlich Teil der Arbeit des VgT ist es, die "auf politischer Ebene erarbeiteten Schutzbestimmungen" in den jeweiligen Betrieben auch umgesetzt zu wissen. Wie Dr. Kessler immer wieder aufzeigt, reicht es nicht aus, diese "Schutzbestimmungen" zu Papier zu bringen. Desweiteren schreiben Sie: "Auch wurden bereits VgT-Internetseiten wegen Rassismus gesperrt" ohne auch nur ansatzweise dieses Thema und deren Hintergrnde zu hinterfragen. Ganz abgesehen davon, dass diese Aussage schlicht gelogen ist. Htten Sie, Frau Beyeler vielleicht einmal hinterfragt, welche Namen in den Nachrichten des VgT genannt wurden und warum diese Namen genannt wurden, wren sie vermutlich auf verschiedene Antworten von ganz alleine gekommen. Aber so geht es ja viel schneller und einfacher. Diese Art von Journalismus erinnert mich doch sehr an Boulevard- und Sensationspresse. Herr Schwizer, hat Ihr Blatt eine darartige Presse ntig um Ihre Abonnenten zu halten, oder sind Ihre Journalisten und Redaktoren wirklich so schlecht ausgebildet? Im brigen liegt die Vermutung nahe, dass die wirkliche Angst vor dem Ausgelachtwerden eher bei Ihrem Blatt zu suchen ist, denn beim VgT.  Fr mich als Nutztierschtzer sind Artikel wie der von Frau Beyeler immer wieder ein Zeichen fr Blindheit, Ignoranz und/oder Hilflosigkeit gegenber den tatschlichen Gegebenheiten im Umgang mit unseren Nutztieren. Wenn Sie und Ihre Mitarbeiter es sich (zu)-trauen, diesen Brief (ohne den Inhalt zu verndern oder zu verflschen!) als Leserbrief zu verffentlichen, wre ich Ihnen sehr dankbar. 
Freundliche Grsse
Michael Wernke


17. Dezember 1999

Meine Mutter und ich sind seit Jahren Abonenntinnen Ihrer Zeitung und stehen voll und ganz hinter den Aktivitten Ihres Vereins. Wir sind sehr froh, dass es den VgT gibt und wir mchten Ihnen an dieser Stelle jetzt schon einen guten Rutsch ins neue Jahrtausend und eine frohe Weihnacht wnschen. Wir hoffen,
dass an Ihrem Fackel-Umzug in Einsiedeln alles glatt gehen wird. Leider knnen wir nicht daran teilnehmen. Aber damit wir trotzdem aktiv etwas fr den Verein machen knnen, haben wir beschlossen, beim Verteilen der Zeitungen zu helfen. Wir freuen uns, wenn wir endlich auch mal etwas tun knnen!
Eine kleine Erfolgsmeldung: mit einem Ihrer Weihnachts-Rezepte habe ich meinen Grossvater, seit bald 70 Jahren Fleischesser, dazu gebracht, sich fr die vegetarische Ernhrung zu begeistern. Leider hat er nicht ganz zu uns Vegis gewechselt, aber aller Anfang ist schwer.  Wir mchten hier noch einmal erwhnen, dass wir alle sehr stolz sind auf Ihre Leistungen, und dass Sie Sich auf gar keinen Fall von diesen "Tier-Faschisten" etwas bieten lassen sollen!
Lang lebe der VgT!
Mit freundlichen Grssen
Salome & Claudia Fink, Hgendorf


17. Dezember 1999

Postzensur

Gerne wrde ich auch Journale verteilen. Eine Frechheit, was die Post da geboten hat!!! Wir geben nicht auf, oder?
Christine Eberhard,  Schnholzerswilen

Hallo Erwin, gestern habe ich das Paket mit den Exemplaren VN bekommen, vielen Dank. Meine diesbezgliche Erfahrung als "Aktivist" mchte ich hiermit
beschreiben. Zunchst war ich ein bisschen berrascht und deprimiert, weil ich von dir mehr als 250 Exemplare zum Verteilen bekommen habe, denn ich
hatte ja 50 angefordert!  Aber ich setzte mich gestern Abend an die Arbeit, indem ich ca. 19:00 Uhr los ging mit ber 100 Exemplaren, mit dem Gedanken,
besser einige zuviel dabei zu haben als zu wenig. Am Anfang habe ich mit zitternder Hand wegen Nervsitt die Exemplare so schnell wie mglich in die
Briefkasten geworfen. Jedoch war wegen der Uhrzeit und der Klte kaum jemand draussen und ich ich merke zu meiner berraschung, wie schnell meine Tasche leichter wurde. Im Laufe meines Einsatzes konnte ich mit stets zunehmender Freude die Exemplare an die ffentlichkeit bringen. Im Nu waren alle
Exemplare weg und ich endschied, zu meiner Wohnung zurck zu kehren, um die restlichen 150 zu holen. Die ganzen 250 Exemplare habe ich dann
schliesslich in etwa 1 Stunde und 15 Minuten verteilt.
T.N. Adliswil


16. Dezember 1999

Postzensur

Brief an den SP-Bundesrat Leuenberger (Oberster Chef der Post):
Sehr geehrter Herr Bundesrat Leuenberger, sicher ist Ihnen die Informationsschrift "VgT-Nachrichen" bekannt. Da diese Organisation immer wieder erbrmliche Missstnde in der Tierhaltung aufdeckt und mit Fotos beweist, untersttzen wir diese Bemhungen regelmssig mit kleinen Beitrgen. Da wir in der Schweiz verfassungsmssig die Presse- und Redefreiheit "vorlufig" noch geniessen drfen, erstaunt es uns als freie Brger sehr, dass sich unsere Post als ZENSURGIGANT bei der Verbreitung von Tatsachen querstellt. Es kann doch nicht die Aufgabe der Post sein, als Zensurstelle fr Schriften, die gewissen Kreisen, zB der Fleischlobby, nicht genehm sind, die Verteilung zu verbieten. Frage: Herr Bundesrat Leuenberger, sind wir eine Demokratie oder sind wir heute soweit, dass uns nur noch Post zugestellt wird, die gewissen Wirtschafts- oder politischen Kreisen genehm sind? Wenn man uns, als freie Brger, von der Post zensurieren will, dann sollte man auch die diversen Gratisanzeiger mit 30% Sexinseraten und anderes von der Post zurckhalten. Gerne erwarte ich eine Antwort von Ihnen oder ihrem Departement. Ich wnsche Ihnen schne Weihnachten und viel Erfolg im neuen Jahrtausend.
Mit freundlichen Grssen
H Rhyner, Rorschacherberg
(Ein hnliches Schreiben ging an die Direktion der Post)

Sehr geehrter Herr Kessler
Als erstes mchte ich Ihnen mitteilen, dass ich  es eine bodenlose Frechheit finde, dass die Post Ihre Zeitschrift nicht mehr verteilen will. Es heisst doch immer, wir leben in einer "freien Schweiz", wo jeder seine Meinung haben darf. Dies scheint mir aber nicht so. Ich mchte Ihnen ein grosses Kompliment fr Ihre Arbeit betreffend der Nutztiere aussprechen. Ich bin seit ber 10 Jahren Vegetarierin und versuche auch meinen Hund und meine Katzen mglichst vegetarisch zu ernhren. Es gibt ja zum Glck von der Firma Vegusto nun vegetarisches Hunde-und Katzenfutter. Ich finde es einfach schlimm, was der Mensch mit den Tieren anstellt. Ich schme mich richtig ein Mensch zu sein. Wie kann man gegenber einem Lebewesen so gleichgltig sein. Mich beschftigen diese Misstnde sehr und es ist schwer, das Ganze zu verdauen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie es Ihnen an die "Nieren" gehen muss. In unserer Nhe ist eine Grossmetzgerei und jedesmal, wenn ich daran vorbeifahren muss und die Anhngerzge mit den Schweinen und Khen sehe, wird mir regelrecht schlecht und ich denke mir, wie "human" da wohl das Schlachten zu geht, wenn so viele Tiere auf einmal ausgeladen werden. Ich kann einfach ber das ganze Tierelend nicht hinwegsehen. Das frisst einem aber regelrecht auf. Deshalb tut es gut, dass es noch solche Menschen wie Sie gibt, Herr Kessler. Geben Sie nicht auf. Ich wnsche Ihnen weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermgen fr die
Zukunft. Alles Gute
Denise Langenauer
PS: Da ich ein absoluter Pferde-, Pony- und Eselfan bin (habe seit 20 Jahren eigene Ponys/Esel), habe ich seit einiger Zeit begonnen, mich mit der Problematik der Freibergerschlachtfohlen zu beschftigen (habe auch 2 Fohlen "gerettet"). Im Jura gibt es ebenfalls eine Frau, welche jedes Jahr etliche Tiere vor dem Schlachthof rettet. Das ist auch so ein trauriges Thema in der Schweiz. Junge Pferde wandern mit knapp 6 Monaten in den Schlachthof nur weil sie dem "Schnheitsideal" nicht entsprechen. Haben wir denn nicht schon genug "Fleischberschuss". Habe dazu einen kleinen Bericht im Internet verffentlicht und zwar in der Zeitschrift der Diablo's Skywalker Ranch: http://www.skywalker-ranch.de . Dort dann die Rubrik "Newsletter" anklicken. In dieser Rubrik kann man smtliche Newsletter anschauen. Mein Bericht erschien in der Oktober 99 Ausgabe.

Aus einem Brief an Postdirektor Reto Braun, Die Schweizerische Post, 3003 Bern:
Sehr geehrter Herr Braun, mit der Weigerung, die VgT-Nachrichten zu transportieren und zu verteilen, berschreitet die Schweizerische Post nicht nur ihre Kompetenzen, sondern sie verstsst auch gegen die Menschenrechte, so wie sie die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 genehmigt und verkndet haben und wie sie seither auf der ganzen Welt bekannt und anerkannt sind.
Artikel 19 der Menschenrechte lautet wie folgt:
Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsusserung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhngen und Informationen und Ideen mit allen Verstndigungsmitteln ohne Rcksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.
Hans Krattiger, Arbon

Bitte stellen Sie uns ca 50 Exemplare der aktuellen Ausgabe  zu. Gerne legen wir Ihre Zeitung im Wartezimmer auf. Das Gedankengut der Post ist schlicht skandals und eine riesige Schweinerei.
Zahnarztpraxis Bernegger, St Gallen-Lustmhle


15. Dezember 1999

Grezi Herr Kessler
Auch auf die Gefahr hin, dass ich wieder mit anonymen e-mails erboster Juden attakiert und beschimpft werde, mchte ich mich bei Ihnen, Herr Kessler und bei all Ihren HelferInnen herzlich fr Ihren unermdlichen Einsatz gegen die elenden Tierqulereien, die neben anderem auch unter dem Deckmantel des Glaubens auf so brutale Weise praktiziert werden, bedanken.
Macht bitte weiter so.
Corinne, Scherzingen
PS: Habe brigens der post meine Meinung zum Boykott gegen den VgT mitgeteilt.

DIE GRAUSAMKEIT GEGEN DIE TIERE UND AUCH SCHON DIE TEILNAHMSLOSIGKEIT GEGENBER IHREN LEIDEN IST MEINER ANSICHT NACH EINE DER SCHWERSTEN SNDEN DES MENSCHENGESCHLECHTS. SIE IST DIE GRUNDLAGE DER MENSCHLICHEN VERDERBTHEIT. Rolland, an Magnus Schwnatje, 8.4.1915


14. Dezember 1999

Postzensur

Sehr geehrter Herr Kessler, ich ber den Boykott der Post in der Thurgauer Zeitung gelesen. Es wre zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen wre. Ich habe an die Generaldirektion der Post und an die Verteilerfirma Prisma Medienservice in St Gallen einen Brief geschrieben und eine Kopie davon an die Thurgauer Zeitung sowie an das Thurgauer Tagblatt gesandt.
Ich mchte Ihnen fr alles, was Sie getan haben und auf sich genommen haben fr unsere Freunde, die Tiere, von Herzen danken. Es ist beinahe bermenschlich. Deshalb habe ich mir erlaubt, den nachfolgenden Brief an den BEOBACHTER zu senden.

Redaktion Beobachter
Betrifft: Prix Courage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich mchte Ihnen fr den nchsten Prix Courage einen Kandidaten vorstellen, der sich als Tierschtzer den grssten Anfeindungen und Widrigkeiten aussetzt und ganz uneigenntzig fr die Einhaltung unseres Schweizerischen Tierschutzgesetzes kmpft, welches durchzusetzen unbegreiflicherweise scheinbar sehr schwer bis fast unmglich ist. Adresse des Kandidaten:
Dr Erwin Kessler, Prsident des Vereins gegen Tierfabriken Schweiz VgT, 9546 Tuttwil

Elisabeth Simon, Mrstetten


14. Dezember 1999

Kloster Fahr

Ich habe so etwa vor 6 Wochen einmal mit dem Hr. Pater Probst aus dem Kloster Fahr telefoniert. Ich habe mich ein wenig dumm gestellt und nach der Tierhaltung im allgemeinen gefragt. Auf meine Frage nach Kastenstnden tat Herr Probst zunchst so, als wisse er berhaupt nicht, was das ist und um was es eigentlich geht. Erst als ich ihm im Detail erklrte, was ein Kastenstand sei, erwiederte er, dass die Schweine nur ein paar Tage vor und nach dem Wurf dort eingesperrt werden mssen, weil sie sonst ihre Jungen erdrcken wrden. Ansonsten betonte Herr Probst, wrde sich das Kloster streng an die gesetzlichen Vorschriften halten. Auf meine Frage, ob es denn aus kirchlicher Sicht nicht ein klein wenig mehr sein sollte als das gesetzliche Mindestmass, klrte mich Hr. Probst darber auf, dass die Vorschriften fr ein artgerechtes Tierdasein vollkommen ausreichend seien. Glcklicherweise weiss ich es besser. Nach diesem Urteil fhle ich mich in meiner tiefsten Verachtung der katholischen wie auch der evangelischen Kirche zu 100% besttigt.
Michael Wernke, Hedingen


9. Dezember 1999

Postzensur

An
DIE POST, Generaldirektion, Viktoriastr 21, 3013 Bern

Kndigung

Bevor ich zur Kndigung selbst komme, mochte ich Ihnen - diese gleich auch als Prostestbrief bentzend - erklren, was mich dazu veranlasst hat. Mir ist bekannt, dass die Publikation des ,,Vereins gegen Tierfabriken Schweiz" von Ihnen nicht mehr zum Versand angenommen werden. Was fllt Ihnen eigentlich ein? Als Zeichen meiner Wertschtzung schreibe ich ,,DIE POST" ab sofort klein! Es geht nicht an, dass die post zensuriert und boykottiert, wie es ihr gerade
passt. Hat die post nichts anderes zu tun, als in Tierschutzblttern zu schnffeln, ob ihr was nicht gefllt? Als besorgter Brger, Steuerzahler, Tierfreund und folgedessen Sympathisant des ,,Vereins gegen Tierfabriken (VgT) frage ich mich ernsthaft, wie lange es noch geht, bis meine Briefe und Pakete ausspioniert werden. Gottseidank gibt es fr Pakete andere Zustelldienste ausser der post, zudem Faxgerte und sogar die Mglichkeit per E-MaiI jemanden zu erreichen.

Und nun zur Kndigung:
In Anbetracht dieser Sachlage sehe ich mich leider gezwungen, mein Hobby aufgeben zu mssen. Es ist mir schlicht und einfach zu inakzeptabel, einen solch arroganten Betrieb wie die Post, als Briefmarkensammler weitehin zu untersttzen. Aus philatelistischer Sicht bedaure ich jedoch, diese Entscheidung treffen zu mssen, doch nun hat ,,Tierschutz" wirklich Vorrang. Veranlassen Sie bitte, dass ich als Kunde im Computer umgehend gelscht und nicht mehr angeschrieben werde. Mit dieser Konsequenz mssen Sie sich nun auch abfinden. Das Management der post sollte einfach begreifen, dass diese Haltung nicht von allen Brgern toleriert wird. Zudem ist die post zu teuer, der Kundenservic zu mies und ausserdem denke ich, dass die Mehrheit der Bevlkerung, wie ich, ohnehin gegen solche ,Mafia-Methoden sind. Das Geld, welches ich seit einigen Jahren fr Briefmarkenbestellungen aufgewendet habe, kommen insknftig dem VgT zugute. Mge dem Verein gegen Tierfabriken erfolgreiche Anwlte und viel Glck im Prozess gegen die post beschieden sein, in
diesem sinnlosen, neuzeitlichen Duell zwischen ,David und Goliath.

Roland Fsch, Glattfelden


9. Dezember 1999

Postzensur

Ich kann es immer noch nicht fassen, dass niemand mehr die VgT-Nachrichten verbreiten will. Tierschtzer, die sich wirklich fr die Tiere einsetzen sind in
diesem Land leider nicht gefragt. Gefragt sind Pseudo-Tierschtzer, die mit Alibikontrollen den Tierqulern Persilscheine ausstellen. Ich kann es nicht verstehen, dass gewisse Kreise derart darauf besessen sind, Tiere zu qulen. Vorallem dann, wenn religise Motive genannt werden. Von Menschen, die eine solche 'Religiositt' leben, halte ich nichts, aber das darf ich ja nicht sagen, da ich sonst Gefahr laufe, ins Gefngnis geworfen zu werden. Aber es gibt mehrere Religionen, die in ihrer ursprnglichen Form gut waren und dann aus Machtgier oder Fanatismus verhunzt wurden und heute nur noch ein Schatten dessen sind, was sie einmal waren.

Felix Egli, Stfa


8. Dezember 1999

Postzensur

Das darf nicht wahr sein.

Betrgerische Versprechen von unwahren Wettbewerblgen (Z.B. Eraat Versand usw fr Pornomserate und Sextelefonlinien) sind demzufolge, laut Postempfinden fr das Postimage keine Belastung. Wenn es aber um Tierschutz geht, ist die Post auf der Seite der Tierquler Damit disqualifizjert sich dieser
Betrieb selbst. Es ist zum kotzen, dass solche Primitivlinge unter der menschlichen Rasse zu finden sind.

Kurt Haas und Familie, Rotkreuz


6. Dezember 1999

Zweiter Advent, friedvolle Stille, die Natur versteckt sich unter einer sauberen Schneedecke, aus den Kaminen schlngeln sich Rauchwlkchen und in den
warmen Stuben brennen die Kerzen. Auch in den Wldern rund um Hirschthal im Kanton Aargau ist Stille eingekehrt. Weisser Schnee hat die blutdurchtrnkte Walderde zugedeckt und zaghaft trauen sich die versprengten Tiere in ihr Revier zurck.
Die Treibjagd hat gestern stattgefunden. Trotz den verzweifelten Bemhungen zahlreicher Tierschtzer, sich zwischen Jger und Wild zu stellen, wurden Tiere mit Schrotsalven sinnlos niedergemetzelt. Von Treibern und Hunden in Panik durch den Wald gehetzt, versuchten die verzweifelten Tiere mit letzter Kraft, ihren Peinigern zu entkommen. Die Gewehre der grobschlchtigen Jger liessen ihnen keine Chance. Wie soll ich mich, mit dem Wissen um diese Gewalt, noch an Advent, Kerzenschein, weissgetnchten Bumen und tanzenden Schneeflocken freuen knnen?
Sylvia Laver, Winterthur


6. Dezember 1999

Liebe Leute vom VgT. Auch uns hat der berfall auf VgT-Aktivistinnen in Lachen von Anfang an aufgewhlt und mit grosser Wut erfllt. "Kanton Mord und Totschlag" ist die goldrichtige Bezeichnung fr diesen Landesteil. Ich lebte ber 4 Jahre in der March und knnte einige Msterli erzhlen. Leider gibt es heute berall gewissenlose Metzger- und Mstergesellen. Arme im Geiste wird es immer unter uns haben. Wir sind froh, dass dieses Schandurteil nicht angenommen wird und Berufung eingereicht wurde. Als Anerkennung und zum Dank berweisen wir in den nchsten Tagen wieder einen rechten Batzen. Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es. Mge das Werk weiter wachsen. Dazu wnschen wir die starken Worte aus dem Granit (Lenzerheide).
Marcel und Maria Perrez, Sursee

Die ganze Schpfung wartet darauf,
dass wir Menschen werden.
Menschen, die nimmer sich ben,
Erde, Luft und Wasser mit allerlei Giften zu trben.
Die nimmer' bereiten unseren Tieren
Verfolgung, Gefangenschaft, Marter und Tod,
und nimmer begehren, sie zu verzehren,
als wr's unser tglich Brot.
Die sich ernhren nach des Schpfers Gebot (1. Moses 1.29)
von den Grchten der Bume und dem Getreide als Brot.

Anmerkung:
Im Gerichtsverfahren gegen die Bande aus Metzger und Mster, die friedliche Tierschtzerinnen berfallen und brutal zusammengeschlagen haben, konnten wir das milde Urteil nicht mehr anfechten. In unserer Beschwerde an das Bundesgericht geht es nur noch darum, dass uns rechtswidrig Verfahrenskosten auferlegt wurden. EK


6. Dezember 1999

Zur Diskussion ber Internet-Zensur:

Auch ich betrachte die IOZ-Seite mit einer gewissen Skepsis. Versetze Dich mal in die Lage eines Providers: Er bekommt ein Bild von einem Kind mit, sagen wir zweifelhaften pornographischen Inhalt. Anstatt zu sperren, schaltet er ein Gericht ein und lsst die Seite stehen. Ein Kunde, der ihn auf diesen
Misstand aufmerksam gemacht hat, verklagt ihn, weil er die Seite trotz Hinweis nicht sofort entfernt hat. Und schon hat unser Provider ein Problem.
Im brigen kann ich Deine Argumentation mit dem englischen Provider, sowie auch die Diskussionen mit anderen Providern im IOZ-Forum ebenfalls nicht
oder nur teilweise nachvollziehen. Ich habe die Befrchtung, dass die Akzeptanz und die Ziele, die mit dem VgT durch Dich und Deine Aktivisten erreicht wurden, Gefahr laufen, durch die IOZ-Seite an Gewicht zu verlieren. Im Klartext habe ich bedenken, dass die IOZ-Seite der VgT-Seite eher schadet, anstatt dass sie ihr ntzt. Daher erachte ich Nicols Vorschlag, den VgT und die IOZ getrennt zu behandeln, als durchaus erwhnenswert.
Michael W

Ich glaube, es ist nicht klar, von was wir reden: Hier geht es um Provider (Access-Provider), nicht um Hosts. Ein Provider "bekommt" nie ein pornografisches Kinder-Bild. Ein Provider arbeitet wie eine Telefonzentrale; er vermittelt lediglich den Zugang zum world-wide-web. Mit den Inhalten im web hat er nicht das geringste zu tun. Sollen knftig auch Telefonzentralen Gesprche zensurieren, weil vielleicht Kinder in unanstndige Gesprche verwickelt werden knnten?

Ein Provider ist nach geltendem Recht nicht verantwortlich fr Inhalte im Web, zu denen er den Zugang ermglich - noch viel weniger als der Drucker oder Verleger fr Zeitungsinhalte verantwortlich ist, sofern der Autor bekannt ist. Da ein Provider technisch gar nicht in der Lage ist, anonyme Seiten zugnglich zu machen - alle haben eine eindeutige URL-Adresse, wie eine Autonummer -, wre es abwegig, Provider fr illegale Internet-Inhalte verantwortlich zu machen, auch wenn ihm diese bekannt sind. Der Gesetzgeber hat bei der krzlichen Revision des Strafrechtes bewusst darauf verzichtet, den Vorschlgen der Bundespolizei, Provider verantwortlich zu machen, zu folgen. Provider wren eindeutig berfordert, wenn sie darber entscheiden mssten, ob denunzierte Inhalte wirklich rechtswidrig sind; sie mssten dazu teure Rechtsgutachten einholen und wre sogar dann nicht sicher. Die Gesetze, welche die Meinungsusserungsfreiheit einschrnken, sind alles Gummiartikel!

Rechtsanwalt Sigi Feigel betrachtet die Internet-Seiten des VgT als hochgradig rassistisch und rechswidrig. Eine anonyme Anzeige gegen mich wird von den Strafbehrden verschleppt, weil offensichtlich haltlos. Mit dem Pendent-Halten des Verfahrens (anstatt einer Einstellung) will man mich unter Druck setzten. Diax hat bereits angekndigt, eine Sperrung der VgT-Seiten zu prfen - nach den Grundstzen der meisten Provider wre eine Sperrung nur logisch: Ein Rechtsanwalt bezeichnet diese Seiten als rechtswidrig und zudem ist sogar ein Strafverfahren deswegen hngig. Es ntzt mir bzw dem VgT dann wenig, wenn ich dann nach Jahren schliesslich freigesprochen werde. (Ich habe die usserungen, die im bekannten Schchtprozess als rechtswidrig beurteilt wurden, nicht mehr wiederholt, obwohl das Urteil noch nicht rechtskrftig ist. Im Internet sind diese usserungen  nur in der Berichterstattung ber das ffentliche Gerichtsverfahren zitiert, was zulssig ist.)

Ich kann wirklich nicht verstehen, wie man unter diesen Umstnden zur Ansicht kommen kann, Internet-Zensur habe nichts mit dem VgT zu tun und mein Einsatz gegen Internet-Zensur schade dem VgT. Im brigen war es immer mein Grundsatz,  dass ich nicht darauf schiele, was "dem VgT schaden" knnte, sondern mich daran halte was richtig ist. ber das, was sachlich richtig ist, kann man diskutieren. Da lerne ich gerne dazu. Aber etwas knnte dem VgT schaden, habe ich schon so viel gehrt und schon so oft als unzutreffend erlebt, dass das fr mich - mindestens so pauschal - kein Argument ist. Dieser Grundsatz, nicht nach Ansehen und Mitgliederzahlen zu schielen, hat es mir immer wieder ermglich, mit Erfolg heisse Eisen anzupacken, vor denen alle anderen Angst haben, weil sie zu wissen glauben, dass die Leute negativ darber denken. Und wenn ich am Ende allein dastehe als Rufer in der Wste, dann habe ich es wenigstens versucht, und das ist mir sehr viel mehr wert, als geachtet und berhmt zu sterben, weil ich es nicht versucht habe.

So habe ich es als einziger gewagt, mich mit scharfen Worten gegen das Schchten zu stellen. Zum Preis eines Gerichtsverfahrens wegen angeblichem Rassismus habe ich in letzter Minute verhindern knnen, dass das Schchtverbot aufgehboen wird; nach jdischen Stimmen war die Zeit reif fr die Aufhebung, da sich in den letzten paar Jahren niemand getraute, gegen jdische Forderungen aufzumucksen. 45 Tage Gefngnis sind nicht ein zu hoher Preis fr die Rettung des Schchtverbotes, aber fast meine gesamte Umgebung hat mich eindringlich gewarnt, mich nicht mit den Juden anzulegen, das schade dem VgT schwer. Ja, es hat "geschadet": linke und jdische Medien boykottieren den VgT. Aber was ntzen mir wohlgesinnte Medien, wenn ich nicht sagen darf, was gesagt werden muss? Ist da der Medien-Boykott wirklich ein echter Schaden? Meine Unerschrockenheit und Immunitt gegenber solchem "Schaden" ist mein Erfolgsrezept, und das erkennen glcklicherweise viele Menschen. Deshalb hat der VgT auch ber die letzten schwierigen Jahre einen anhaltend starken Mitgliederzulauf, was uns wiederum erlaubt, den Medienboykott mit einem auflagenstarken eigenen Journal zu umgehen. Die grsste Gefahr fr uns ist die berall lauernde Zensur, auch im Internet. Ich habe es aber trotz dem vitalen Interesse des VgT an einem zensurfreien Internet fr besser gehalten, dieses Thema ausserhalb des VgT zu verfolgen und habe deshalb die IOZ gegrndet. Diese Trennung vom VgT gengt vollauf. Was soll da noch mehr getrennt werden? Soll verheimlicht werden, dass der VgT die Ziele der IOZ untersttzt? Doch sicher nicht! Ich befrworte in keiner Weise Kinderpornografie und Rassismus oder andere rechtswidrige Verffentlichungen. Um solche Delikte zu bekmpfen haben wir rechtstaatlich Institutionen. Wenn die zustndigen Strafbehrden nichts gegen angeblich rechtswidrige Seiten unternehmen und keine gerichtliche Sperrung erreichen knnen, dann bezweifle ich ernsthaft, ob diese Seiten tatschlich so "offensichtlich" rechtswidrig sind, wie die privat zensurierenden Provider behaupten. Es reicht vollauf, dass der Staat sehr zensur- und repressionsfreudig ist gegen politisch oder moralisch nicht genehme Verffentlichungen (siehe die dauernde Justizwillkr gegen den VgT).. Eine darber hinausgehende private Geheimjustiz ist das Allerletzte, was wir brauchen.

Wer sich gegen solche Zensur auflehnt, dem wird wohl bald einmal nachgesagt, er befrworte Kinderpornografie, so wie mir mit wegen meiner Kritik am grausamen jdischen Schchten Antisemitismus nachgesagt wird. ngstlichkeit gegenber solchem Rufmord bedeutet, sich dem Meinungsterror beugen. Das machen schon alle andern. Wenn der VgT das auch macht, braucht es ihn nicht mehr.

Erwin Kessler, Prsident VgT und Prsident IOZ


6. Dezember 1999

Sehr geehrte Damen und Herren,
Anfangs November fhlten Sie sich veranlasst, unsere Werbung fr eine Metzgete in Dietikon mit Ihren eigenen Plakat gegen Tierfabriken zu berkleben. Wir untersttzen Ihr Anliegen gerne, da auch wir gegen solche Tierfabriken sind. Unsere Fleischwaren stammten aus buerlichen Betrieben aus der Region. Wir htten nichts dagegen einzuwenden Ihre Werbung neben unserer aufhngen zu lassen. Doch bedenken Sie: Unser Aufwand, den Sie zunichte gemacht haben mit Ihrer Aktion kostet uns Fr. 300.-. Wir sind ein Verein, der auf Einnahmen angewiesen ist. So erlauben wir uns, einen Unkostenbeitrag von Fr. 50.- einzufordern. Fr Ihren Kampf gegen Tierfabriken wnschen wir Ihnen weiterhin Erfolg.
Mit freundlichen Turnergrssen
Sabine Weber, Damenrieg STV Dietikon

Sehr geehrte Frau Weber,
die offenbar von Unbekannten angebrachten Tierschutz-Kleber haben offenbar den Zweck erreicht, ihre Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Das sollten Sie noch viel mehr tun, den Sie gehren zu den schlecht informierten Konsumenten, die glauben, Fleisch aus "buerlichen Betrieben" garantiere tierfreundliche Haltung. Wie katastrophal es hinter verschlossenen Tren in der buerlichen Schweinemast, Rindermast und Pouletmast zu und hergeht, decken wir regelmssig in unserem Journal "VgT-Nachrichten" auf, das Ihnen unbekannt scheint, obwohl es in sehr hoher Auflage (500 000) erscheint. Die Infos sind aber auch im Internet abrufbar unter www.vgt.ch. Dass Sie offenbar fr Ihre "Metzgete" kein Freilandfleisch benutzten, finde ich sehr beschmend, halte Ihnen aber zugute, dass Sie bis heute zu wenig informiert waren.
Mit freundlichen Grssen
Erwin Kessler


5. Dezember 1999 

An eine Radiopredigerin

Liebe Frau Pfarrerin,

Du bewunderst den Schmetterling und "verachtest" die Raupe. Da gibt es nichts zu verachten oder zu bewundern. Ein menschlicher Sugling ist im Vergleich eines jungen Menschen auch "nur" wie ein Engerling, trinkt und frisst und schlft, aber die Verwandlung dauert. Auch die Hsslichkeit, die Dummheit und vor allem die Ueberheblichkeit der allermeisten Menschen (auch der Christen) dauert. Um bei der Raupe zu verweilen, dem Uebergang zum Tier. Warum gibt es keine einzige, kein einziger von den berbezahlten Gebetswandkletterer, die auch nur ein Wort zum Wohle der Tiere verschwenden. Vor allem in katholischen Gegenden wimmelt es von Tierqlergefngnissen. Und wenn ich an die Tiere denken, die aus religisen Grnden aufs grausamste geqult werden (Schchten nennt sich das satanische Tun, dabei pumt das Herz des sterbendenTieres, dem bei lebendigem Leibe der Hals aufgeschlitzt wurde, zehn Minuten lang die "Seele" aus dem Krper). Es gibt keine Garantie, dass die Esserinnen und Esser des unter Qualen gemsteten und entseelten Fleisches nicht in sehr naher Zukunft den "Himmel" mit den Seelen ihrer Opfer tausende von Himmelsjahre teilen mssen! (Ein Himmelsjahr kann gute tausend Erdenjahre zhlen!!! Wir wissen es nicht.) Die Weihnachtszeit ist Hochblte fr kulinarische Gensse, Tiere sind fr Christen nur Waren aus einer grausamen Falschheit im ganzen Weihnachgsgeschft, von der Verpackung der Geschenke (die allmchtige Wirtschaft mit ihren menschenverachtenden Fusionen lsst grssen) bis zu den Prediger/Innen und der Weihnachtsansprache des (zurckverwandelten) hsslichen Altsuglings in Rom. Wenn all diese Giga-energie dazu verwendet wrde, um den Kindern Menschenwrde nher zu bringen (miteinander bauen, leben, leiden, sich freuen, ohne Einflechtung des Angstprodukts Jesus), knnte die Welt ein bisschen liebenswrdigere Zge aufweisen. Ich kam eben von Rumnien zurck. Ich sah dort selten Kinder oder Halbstarke miteinander wirklich streiten. Aus ihren Augen leuchtet schon der Schmetterling und in den Schmetterling ist auch noch etwas Raupisches.

Noch eine hssliche Frage: Wohnst Du auch im schnsten Haus des Dorfes wie die meisten Gottbehaupterbeamte? Dann wre eine siebenttgige Vernderung wirklich gut. Falls Du die Spraydosenchristbaumschneezeitspanne ohne Gedankenleichenentsorgungsprobleme verkraften mchtest, dann solltest Du mal einige Tage lang Hackfleischmaschinenbedienungsarbeit verrichten. Dadurch knntest Du vielleicht ohne amtliches Abendrotlcheln veilchenhaft zur Herrgottsucherin werden.

Jakob Brem, http://www.belletristik.ch 


2. Dezember

hoi erwin, obwohl mich das thema zensur im internet nicht interessiert - ich will mich voll auf den tierschutz beschrnken - habe ich in deine neue site http://www.ioz.ch geschaut um zu sehen, wie sie sich prsentiert. im forum habe ich zuflligerweise eine diskussion auf englisch mit einem provider mitbekommen. der provider fragt dich, ob er bei einer site, welche offensichtlich kinderpornographie beinhaltet, auf einen gerichtsentscheid, diese seite sperren zu lassen, warten soll. und du antwortest darauf mit "ja". ob er denn dem kind helfen knne, wenn er die seite sperre. das verstehe ich echt nicht. kinderpornographie und missbrauch und dessen verffenlichung ist doch lngst verboten, ob im internet oder sonstwo...      wie muss ich diese aussage also verstehen?  brigens finde ich es wichtig, dass der ioz unabhngig vom vgt auftritt. gruss, nicole
Antwort:

Die IOZ habe ich gegrndet als Instrument zum Schutz des VgT vor Internet-Zensur. Diax hat bereits angekndigt, eine Sperrung der VgT-Site werde zur Zeit geprft (siehe News vom 21.11.99). Ferner ist auch eine Strafuntersuchung hngig wegen angeblich rechtswidrigen Inhalten auf der VgT-Site. Um den VgT unter Druck zu halten, obwohl die Anschuldigungen haltlos sind, wird das Verfahren nicht eingestellt, sondern verschleppt und unttig aufrecht erhalten. Und kndigt Diax einfach an, Selbsjustiz zu bern. So geht das! Auch auf anderen Gebieten.
Der Beobachter hat einmal einen Hetzartikel gegen zwei Tierschtzer geschrieben und ihnen vorgeworfen, sie wrden Handel mit Kinder-Porno-Filmen treiben. In Tat und Wahrheit waren es Erotik-Videos (auch) mit Jugendlichen, nicht mit Kindern. Das hysterische Geschrei "Rassimus", "Kinderpornografie"  oder was sonst gerade gut zieht, hat oft ganz andere hintergrndige Motive, Sensationsjournalismus oder Fertigmachen von politischen Gegnern. Wenn sich jeder, wie du, erst dann fr Zensur interessiert, wenn es ihn selbst betrifft, ist es schon zu spt. Mich interessiert weder Porno noch Rassismus, aber die Meinungsusserungsfreiheit. Darum braucht es die IOZ als Verbndete des VgT.
Siehe brigens auch die News von heute: Nun auch Post-Zensur gegen die VgT-Journale. Interessiert dich da Zensur immer noch nicht?
Liebe Grsse, Erwin

hoi erwin
so ganz blicke ich immer noch nicht durch: bist du jetzt dafr, dass der provider diese offensichtlich verbotene site sperrt oder nicht?  sie IST ja schon verboten (weil verbotener inhalt), also muss man nicht darauf warten, bis sie noch einmal verboten wird, oder? mich irritiert, dass du so sehr auf "die behrden" pochst. genau im vgt kann man nie auf diese zhlen. hast du schon einmal ein schnellverfahren beim vgt erlebt? das war dann wohl die ausnahme. du selber sagst immer aus erfahrung, man knne sich nicht auf die polizei verlassen. und im internet willst du scheinbar, DASS man sich eben auf   diese verlassen kann, resp. auf deren entscheide warten muss. dann htte marcella beim fred furrer auch auf einen polizeientscheid warten mssen, bevor sie htte weiterfahren sollen? oder htten wir auf einen polizeientscheid warten mssen, um die kuhhaltung vom baumann anzuprangern (welche gemss gesetz offensichtlich eben nicht verboten ist, sondern noch durchschlpft, oder eben vom gesetz gedeckt wird). irgendwie sind das doch krasse gegenstze...
tschss, nicole

Die Sache ist offenbar nicht fr jedermann klar. Nichteinmal Provider verstehen den Unterschied zwischen privater Zensur und gerichtlich verfgter Sperrung. Siehe den Forumeintrag bei der IOZ vom 3.12.99 (http://www.ioz.ch/forum/index.htm), wo ich genau diesen Unterschied einem Provider erklren musste. Uns solche Leute wollen dann entscheiden, was im Einzelfall verboten ist. Die Pornografie- und Rassismusverbote sind Gummiartikel, die selbst von den Gerichten missbraucht werden, wie der Schchtprozess gegen mich zeigt. Trotzdem sind Gerichtsverfahren immer noch besser als Selbsjustiz, denn Gerichtsverfahren sind ffentlich und der Betroffene muss wenigstens angehrt werden. Heute luft die von Providern ausgebte Zensur geheim ab! Weder die Betroffenen noch die Provider-Kunden erfahren davon. Das will die IOZ ndern. Du gehst von der theoretischen Vorstellung aus, im Alltag sei klar, was verboten und erlaubt ist. Das ist eben gerade bei diesen Gummi-Verboten aber nicht der Fall. Und was juristische Laien oder sogar manche Rechtsanwlte (wie zum Beispiel Feigel) als "offensichtlich" rassistisch beurteilen, muss noch lange nicht wirklich den gesetzlichen Tatbestand erfllen.
Marcella bte gegen Fred Furrer Notwehr. Es war keine Zeit zum warten. Bei der Sperrung von Internetseiten besteht kein Notstand. Ich wsste nicht weshalb. In krassen Fllen kann ein Gericht innert weniger Tagen eine vorlufige Sperrung veranlassen. Im Kloster-Fahr-Prozess gegen den VgT wurde auch ein sofortiges Kundgebungsverbot verfgt, dessen Berechtigung dann in einem jahrelangen Prozess berprft wurde. Eine schlechte Tierhaltung zu kritisieren und Anzeige zu machen - wie im Fall Baumann in Affoltern -, ist korrekt. Selbstjustiz wre es, wenn wir Baumann die Tiere wegnehmen und ihn einsperren wrden. Alles klar?
Erwin


1. Dezember 1999

Tierquler-Leder

Der Bericht im Kassensturz von gestern Abend war gut und er war schlecht. Er war gut, weil er vielleicht einige Menschen dazu anregt, sich genauer zu
berlegen, woher das Leder kommt, das sie tragen, oder vielleicht damit die Menschen sich berhaupt bewusst werden, dass Leder soviel bedeutet wie totes
Tier. Nicole und ich, wir haben ja schon vor Wochen (Forumbeitrag vom 29. September 1999) in verschiedenen Schuhgeschften in Zug die Erfahrung gemacht, dass die Lden nicht die geringste Ahnung haben, woher ihr Leder stammt. Leider hatten sie zumindest bis gestern auch nicht das geringste Interesse daran.

Der Beitrag war aber auch schlecht, glauben doch jetzt sicherlich viele Schweizerinnern und Schweizer, dass es den heimischen Khen hierzulande
wesentlich besser gehe als den armen Kreaturen in Indien. So grausam es klingt, aber zumindest bei den Khen bin ich mir sicher, haben sie bis zum leidvollen Abtransport in Indien ein weitaus schneres und erfllteres Leben als viele bemitleidenswerte Geschpfe hierzulande, die teilweise nicht wissen, was Weide, Gras, Sonne, natrliches Licht und natrliche Wrme, Bewegung, Laufen, und, und, und, berhaupt bedeuten. Und beim Transport in die Schlachthfe knnen mitteleuropische sogenannte "Unternehmer" an Brutalitt, Grausamkeit, Gedankenlosigkeit und Ignoranz gegenber dem Tier kaum jemals von einer anderen Bevlkerung bertroffen werden. Auch wenn derartige Praktiken in Indien grausam, schndlich und inakzeptabel sind, sollten wir immer vorsichtig sein, wenn wir mit dem Finger auf "andere" zeigen. Vielleicht knnen wir den Kassensturz einmal dazu anregen, etwas ber die heimischen Schweinefabriken zu bringen.
Michael Wernke, Hedingen

Nein, knnen wir nicht. Das Schweizer Fernsehen zeigt nur Aufnahmen, welche mit Einwilligung des Tierfabrikbesitzers gemacht worden sind! (Mitgeteilt vom "Tierreport"-Filmer Marc Rissi, der nur im Ausland filmt ohne zu fragen. Denn ohne Erlaubnisse Tierqulereien zu filmen, finden diese hoch anstndigen Journalisten, wenn sie beim Mittagessen ihr Fleisch kauen und miteinander diskutieren, unhflich gegenber den Tierqulern. Merkwrdig nur, dass diese grenzenlose Hflichkeit nur hier gilt, nicht beim Filmen in fernen Lndern. Wirklich merkwrdig, nicht wahr? Merken Sie etwas? (EK)


30. November 1999

Einmal mehr wendet sich der Dichter Jakob Brem (http://www.belletristik.ch) mit klaren Worten gegen Tierqulereien aller Art. Er ist der erste Schweizer Jude, der es wagt, ffentlich klar gegen das Schchten Stellung zu nehmen:

In vorgerckter Stunde habe ich noch deine Verteidigungsrede vor Obergericht betrefffend dem Schchten gelesen. Von berall her warnt man vor Deinem Rechtsdrall. Ich sehe aber in dieser Schrift einen klaren Geist. Ich htte genau gleich reagiert, nur nicht mit so treffender Wortwahl wie Du. Die Schwarzgelockten Hutmnner waren mir schon immer ein Gruel, auch meiner Mutter. Du hast mir aus dem Verstand und aus dem Herzen gesprochen.
Jakob

Zur heutigen Sendung im Kassensturz ber Tierqulerei fr Schuhleder in Indien (mit Export auch in die Schweiz):

Ich habe keinen Fernseher, habe nur schnell bei meiner Pflegetochter die Tageschau und eben diese grauenvolle Vorschau gesehen. Und das in einem Land der Vegetarier!!! In einem Land, wo viele unserer jungen Menschen das geistige Heil suchen. Und da gibt es noch bezahlte Schwtzer, die von einer Hlle predigen.  Fr Tiere gibt es aber auch in jeder CH-Gemeinde eine oder mehrere Hllen. He, Erwin, wir sind in einer Hlle aufgewacht, das habe ich schon mit 11 Jahren bitter bemerkt, und die Teufelinnen und Teufel sind deren Millionen. fr Fred Furrer bist natrlich besonders du ein Teufel und ich ebenfalls. Fnf Minuten vorher hat das gleiche Fernsehen lustige Werbung fr Salami gebracht (der originelle Junge fr die EPA). Vorallem das Deutsche Fernsehen bringt fast nur geistlose Promischeisse. Die Wirtschaft sagt den Menschen, was sie an unntigem Schrott alles bentigen um glcklich zu sein. 
Jakob

PS: Die Page Deiner Frau habe ich mit Interesse angesehen, aber das ist wohl nichts fr mich. Nicht nur ein bisschen zu schn, auch weil ich nicht tanzen kann. Vor fnf Jahren war ich einen Monat lang im Koma. Zum Glck kann  ich das Schnste noch genussvoll bieten und geniessen, aber tanzen? An meinem 100. Geburtstag 2036 werde ich vielleicht noch ein Tnzchen machen, zu Musik, die ich selbst komponiert habe, aber in diesen kalten Wintertagen tanze ich am liebsten mit Worten . Ich hoffe, dass ich noch im Thurgau auffahren kann, bevor der Greis in Rom das Zeitliche hinter sich gelassen hat...

Diese einfachen, meditativen Volkstnze meiner Frau eignen sich gut fr Menschen, die nicht tanzen knnen. Umso schner das Erlebnis, es dann doch zu knnen! Vorallem Kopfmenschen tut es nach meiner Erfahrung gut, sich zu Musik zu bewegen - eine Krpererfahrung spezieller Art, eine ganz andere Ebene des Seins. Gerade weil wir in eine Hlle geboren wurden, tut es gut, bei Musik und meditativem Tanz das Himmlische zu fhlen.
Erwin Kessler


30. November 1999

Ein Leserbrief an die Lokalpresse:

Samichlaus verteilt Wienerli!
Entsetzt las ich die Werbung betreffend einer Samichlaus-Aktion, die in meinem Briefkasten landete.  Die Chlausgruppe Degersheim mchte die Kinder
mit einem Punsch und Wienerli beschenken. Soweit ich mich errinern kann, verteilte der Samichlaus schon immer Mandarinli, Nssli und Sssigkeiten.
Aber Wienerli ? Ein Tierqulerprodukt den nichtsahnenden Kinder aufzwingen? Das finde ich total daneben. Viele Kinder lieben Tiere. Wenn sie wssten,
woher die Wienerli kommen, htten sie wahrscheinlich das ganze Weihnachtsfest verdorben. Denn seit ich weiss, wie es in den Schweizer Tierfabriken aussieht, kann ich nicht mehr ruhig schlafen. Auf Fleisch und andere Tierqulerprodukte verzichtet unsere Familie schon seit Jahren! Ich wnsche der Chlausgruppe Degersheim gute Besserung und hoffe, dass das nchstemal wieder Gesundes verteilt wird. Zum Schluss noch ein Spruch vom
Harvey Diamond: "Lege ein Baby in eine Krippe mit einem Apfel und einem Hasen. Wenn es den Hasen isst und mit dem Apfel spielt, kaufe ich Ihnen ein
neues Auto."
Marcela Frei


30. November 1999

Aus einem Brief an Schwester Silia Walther, Kloster Fahr:

Ich kenne Ihre Bcher und schtze Sie als Mensch und Schriftstellerin. Knnten Sie als Frau und Christin mithelfen, dass es den armen Tieren im Kloster besser geht. Wie knnen Menschen, die den Glauben leben wollen, solche Tierqulereien unterhalten. Bitte helfen Sie mit....
Dr med Rosemarie Hubler, Niederbipp


30. November 1999

Schchten: Auszug aus einer Zuschrift an AKUT, Aktion Kirche und Tiere, betreffend "Tiere in der jdischen Weisung"

Beim Durchlesen Ihrer Aussagen in den "Akuten Nachrichten" 1/1999 und 2/1999 sind mir einige Punkte aufgefallen (mir scheint, dass ihre usserungen zum Teil verworren sind!), auf die ich eingehen mchte.

Sie beanstanden, dass das Problem "Schchten" isoliert betrachtet wird. Ich begreife aber nicht, WARUM dies NICHT mglich sein sollte!

Die Qualen der ohne Betubung umgebrachten Tiere sind nun einmal hllisch, ungeachtet ob wir Menschen ihr Elend besprechen oder nicht und ungeachtet WIE wir es betrachten usw. Sie haben schon recht, das Tten stellt nicht das alleinige Elend dar, doch ich sehe nicht ein, warum man bei der Beanstandung der Ttungsart gleichzeitig auch alle brigen Punkte auffhren sollte, die dieser Tortur (Schlachten ohne Betubung) durch schlimme Haltungsbedingungen, Transport usw. vorangehen. Das wre leeres Gerede.

Wren wir Kritiker des Schchtens ernster genommen worden, wenn wir zustzlich den "lebenschonenden Kontext jdischer Ethik" angesprochen bzw gelobt htten? Htten wir auch alle anderen Themen, die am Studientag behandelt wurden, auffhren sollen? Auch dies htte an der in Frage stehenden Greueltat nichts gendert!

In Ihren berlegungen stsst man auf die gleiche Reaktion wie hier auf dem Land, wenn man die schlechte Haltung von Nutztieren bemngelt: den Vergleich mit noch schlechteren Bedingungen (Vergleich Schchten mit dem Fehlen von Barmherzigkeitsbestimmungen in den christlichen Religionen).

Wenn Ttungsdelikte bei uns vorkommen, msste man also sinngemss auch darauf aufmerksam machen, dass es zum Beispiel in den amerikanischen Grossstdten viel schlimmer ist?

Betubungslos tten ist und bleibt eine unermessliche Tortur fr die Tiere, ungeachtet wie gut oder wie schlecht die brige Einstellung der Befrworter des Schchtens den Tieren gegenber ist. Wenn in der jdischen Weisung das Tier im brigen mehr Achtung findet als in den hiesigen Religionen, ist das erfreulich und nachahmenswert; es rechtfertigt aber keinesfalls eine barbarische Ttungsart. Es ist schwer, ja sogar nicht zu verstehen, wie solche Handlungen zu Begriffen wie ,"Barmherzigkeit mit dem Tier" und "moralisches Verhltnis zum Tier" (Ihre Aussagen) passen sollen...

Sie setzen auf Dialog. Was wre davon zu erwarten? Gleichviel wie wenn Wasser ins Meer gebracht wrde. Was die geschundenen Tiere bentigen ist NICHT DIALOG zwischen den Menschen, sondern HANDLUNG, d. h. mindestens die Betubung vor dem Tten! Wie Sie selbst schreiben, gab es diese Mglichkeit frher nicht, somit konnte sie auch nicht verboten werden! Um so unbegreiflicher ist die Sturheit, mit der die Betubung abgelehnt wird, heute wo diese Mglichkeit besteht. Warum setzt sich AKUT nicht ernsthaft fr die allgemeine Einfhrung der Betubung vor dem Tten ein? Damit wre den Opfern besser gedient als die Antisemitismus-Trommel mitzurhren, Unwahrheiten ber Herrn Erwin Kessler zu verbreiten und vom Zentralproblem abzulenken!

Ich muss immer wieder staunen ber die Leichtigkeit, mit welcher der Begriff ,,Antisemitismus" dauernd ins Feld gefhrt wird. Es kommt mir wie eine Manie vor. Werfen Sie nun auch mir Antisemitismus vor, dann habe ich einen weiteren, berzeugenden Beweis dafr, wie dieses Wort missbraucht wird, denn niemand weiss besser als ich, WARUM ich mit meinen Einwnden hartnckig bin! Es geht ausschliesslich um die ausgelieferten, leidenden Tiere, und sonst um nichts.

Huguette Losa, Schlosswil


28. November 1999

Nadja, da hast du eine Diplomarbeit geschrieben, die ich, ein in die Jahre gekommener Vegetarierer, nur bewundern kann. Du bist eine unter 10 000, die
empfinden, denken und leben kann. Ich habe schon einige "Raubkopien" davon gemacht, um sie interessierten jungen Menschen zu geben. Deine Arbeit
macht Mut auch all denen, welche die Dummheit der Massen, welche auf die wenigen Denkenden   so grausam lastet, kaum mehr ertragen knnen. Ich fhle
mich in keiner Konfession zu Hause und in keinem Land, bin desshalb nicht kompetent, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der damals prominente
Rebell Jesus Tiere gebraten und deren Knochen abgenagt haben soll. Viel lieber hat er den Frauen die Fsse geksst oder Hndler aus dem Tempel
vertrieben. Da htte er im nchsten Jahr in Rom viel zu tun, wenn es dort einen Tempel gbe, der diesen Namen verdient. Ein Oberfleischfresser, der
sich als Gottestellvertreter sieht, hat ein heiliges Jahr ausgerufen. Die Schweizergarde muss dann tausende Wrste braten fr die vielen Snder, die
einen vollkommenen Ablass erhoffen!!! Mach weiter so, Nadja, und vergiss nicht, dass alle, die eine grosse Liebe in sich tragen, miteinander verbunden sind, und von Gott nicht verstossen werden, weil sie sich von keinem Seelenfnger einfangen lassen.!!!
Jakob Brem  www.belletristik.ch


28. November 1999

schrecklich diese bilder. es ist gut dass sie den leuten offenbart werden. eine bitte htte ich: wenn ihr die bilder nicht so gross zeigen wrdet, msste ich nicht so lange warten, bis diese geladen sind. der effekt bliebe ja der gleiche. die gefahr, dass euch die besucher infolge der langen wartezeit "davonlaufen" = umschalten, ist gross. also versucht doch diese bilder kleiner zu zeigen. der user kann sie ja immer noch bei sich speichern und dann vergrssern, falls er dies mchte. mfG Alfred

Nein, der Effekt kleiner Bilder ist nicht der gleiche. Wir zeigen die Bilder bewusst gross. Der Betrachter fhlt sich so fast mitten unter den Tieren, kann ihnen in das Gesicht, in die Augen sehen. Kleine Bilder lassen zwar auch erkennen, um was es geht, vermitteln die Botschaft aber eher nur abstrakt, rational. Die Betrachter sollen aber nicht nur mitdenken, sondern vielmehr mitfhlen knnen, emotional in die Bilder hineinschlpfen knnen. Danke trotzdem fr die Anregung. Erwin Kessler


25. November 1999

gruezi hr.kessler
wir moechten bei uns in brunnadern an 2 oeffentlichen orten bilder vom schweinestall in necker (quelle -> schweinereien hinter appenzeller kaesereien in den VN00-1) aufhaengen, damit gerade die leute in unserer gegend darauf aufmerksam gemacht werden. unsere frage: koennte das negative konsequenzen fuer den VEREIN   haben, auch wenn wir den VgT nicht erwaehnen?
mit bestem dank und freundlichen gruessen
M.Hollenstein
C.Odermatt

Das ist eine sehr gute Idee, kein Problem, Sie knnen den VgT bzw die Quelle ohne weiteres erwhnen. Alles was wir verffentlicht habe, ist ffentlich.
Bitte vergessen Sie nicht, ber Ihre Erfahrung mit dieser "Bilderausstellung" zu berichten!
Mit freundlichen Grssen
Erwin Kessler


24. November 1999

Es ist mir ein Anliegen, Ihnen Herr Dr. E. Kessler, und allen Ihren Angehrigen meinen Dank auszusprechen fr den Kampf, den Ihr fr unsere bernchsten
durchstehen. So langsam bin ich berzeugt, dass mit diesen Hetzkampagnien gegen Sie die jdischen Mitbrgerinnen und Mitbrger immer mehr ins Abseits
laufen. Viele Schweizerinnen und Schweizer knnen nicht verstehen, wie Menschen, deren Vorfahren durch schreckliche Ereignisse umgekommen sind,
derart bswillig und beleidigend auf andere, nicht im jdischen Glauben stehende Mitbrger reagieren. Wenn wir z.B. das Christentum anschauen: Wer wird hier zur Rechenschaft gezogen fr die 200 Mio Toten? Wenn wir die Lutherische Hetze gegen die Juden lesen...... so hat Hitler eigentlich diese grausamen Aufforderungen in die Tat umgesetzt!!! Wer soll hier zur Zahlung von Schadenersatz herangezogen werden?? Oder wenigstens, dass die Bibeltexte aus der
Lutherbibel verschwinden!!  Wer fordert und erhlt Schadenersatz fr all diejenigen Indianer im Amerikanischen Kontinent, welche von eingewanderten Europern umgebracht wurden. Wer fordert und bekommt Schadenersatz fr die 4 Mio Kurden, die im ersten Weltkrieg massakriert wurden? usf.  So  bin ich heute berzeugt, dass sich die Juden fr etwas "Besseres" halten, als Nichtjuden, und dies mit allen Mitteln (Presse, Fernsehen, usw.), die ihnen zur Verfgung stehen.  Diese feigen hinterhltigen Hetzkampagnen und die Verflechtungen bis hoch hinauf in unsere sogenannten neutralen Gerichte, sind kontraproduktiv. "Was ihr st, werdet ihr   ernten". Und momentan wird wacker gest. Fr die Ernte sind diese Hetzer selber verantwortlich. Die schrecklichen Geschehnisse knnen dadurch nicht wieder ungeschehen gemacht werden, indem man andere Mitmenschen auf diese Art und Weise behandelt, wie dies mit kritischen Mitbrgern immer mehr geschieht. Ich hoffe, dass viele Mitbrger und Mitbrgerinnen anfangen selber zu denken, und nicht auf die manipulierten Medien hereinfallen. In der Hoffnung, dass Sie, verehrter Herr Kessler, weiterhin auf Ihrem Kurs bleiben und gegen die Tiergrausamkeiten und deren Nebenerscheinungen kmpfen werden, grsse ich alle Gleichgesinnten herzlich
MfG Alfred Waldvogel, Teegalerie
PS: Habe mir erlaubt in meiner Homepage http://www.teegalerie.ch/links.htm unter "Fr Interessierte der Geisteswissenschaft" Marginalien "Das kann sich zu einer Zeitbombe entwickeln......"einen Hinweis auf Ihre Seiten zu setzen.


22. November 1999

Aktiv etwas tun

Hallo Erwin, ich mchte Dir fr Dein engagiertes Vorgehen gegen die Grausamkeiten, an denen sehr viele Tiere zu leiden haben danken. Es ist erschreckend mit ansehen zu mssen, gegen was fr Widerstnde Du in unserem ach so demokratischen Staat immer wieder zu kmpfen hast. Was dieses Land regiert ist doch das Geld und die Demokratie ist nur zum Schein - zur Ablenkung. Und nun will dieser widerliche Kotzbrocken Martin Ebner, der stinkt vor Geld, dass der Kanton Wallis der Algroup Steuern schenkt. Fr wen wohl? Fr die Arbeiter? Aber sicher nicht. Natrlich fr die Aktionre. Ich muss feststellen, dass heutzutage alles unternommen wird um den share holdern, die sich schon mehr als satt gegessen haben, noch mehr Geld in den Hintern zu schieben. Lehrlinge ausbilden? Nein, das kostet doch und es muss gespart werden, damit der share holder value weiter steigen kann. Ich sehe den share holder als einen fetten Parasiten, der immer fetter und fetter wird und seinen Wirt aussaugt bis er stirbt. Ich bin der Meinung, dass dieses Wirtschaftssystem nun langsam aber sicher an seine Grenzen stsst und das Ganze eher frher als spter wie eine Seifenblase verplatzen wird. Nun bin ich etwas vom Thema abgekommen, aber es ist leider so, dass fr Leute, die nur auf KURZFRISTIGEN Profit aus sind Tierschutz kein Thema ist. Gegen solche Leute ist nur schwer anzukommen. Das wohl wirkungsvollste Instrument gegen diese Tierquler ist wohl die Information der Konsumenten, denn wenn niemand mehr Tierqulerprodukte kauft, so knnen diese Betriebe nicht mehr rentieren und dann mssten sie entweder etwas ndern oder schliessen - oder sie erhalten Subventionen und machen im gleichen Stil weiter. Nun ist es aber Zeit den Bezug zum Titel dieser E-Mail herzustellen. Nun, ich habe vor Jahren einmal fr den VgT Flugbltter (MacAber) in der Zrchen S-Bahn verteilt und ich mchte mchte gerne wieder aktiv werden und Dich auch mit Taten untersttzen. Wie soll ich vorgehen?
Mit vielen Grssen Felix

Anmerkung:
Interessierte, die sich bei uns melden, um aktiv mit zu machen, werden von uns individuell informiert. Es hngt davon ab, wie lange sie den VgT schon kennen, ber wieviel Zeit sie verfgen und was fr Aktivitten sie besonders interessiert sind. Schliesslich hngt die aktive Mitarbeit auch von den Fhigkeiten und Erfahrungen und insbesondere von der Zuverlssigkeit ab. Kurzfristig Begeisterte, die sich wiederholt anmelden und dann doch nicht oder zu spt kommen, Wichtiges vergessen und nur zum Plausch nach Lust und Laune mitmachen wollen und uns mehr Belastung als Hilfe sind, mssen wir nach der Probezeit nahelegen, sich anderswo zu bettigen, wo es nicht gross auf Zuverlssigkeit ankommt. Das soll aber niemanden abschrecken, bei uns probeweise mitzumachen. Das Selektieren von Aktivisten garantiert den ernsthaft Interessierten ein menschlich und organisatorisch gutes Umfeld.
Erwin Kessler, Prsident VgT


20. November 1999

Tierisches aus Rumnien - Ein Reisebericht

Soeben heimgekehrt aus Rumnien. Tiere sind dort lebensnotwendig fr die vielen Menschen mit einem Monatsgehalt von 50 bis 100 DM. Sie liefern Milch, Eier, Fleisch, natrlich auch Pelze, weil dort der Winter sehr kalt sein kann. Dort werden Pelze ausschliesslich gegen die Klte gebraucht - auch von armen Menschen - und nicht fr den Opernball!   Die wenigen Tierfabriken, die es dort gibt, sind "human grausam". Streunende Hunde berall, in den Stdten und Drfern, das geht ans Herz, besonders im herannahenden Winter, der dort lange sehr kalt sein kann. Allerdings ist die Luft immer sehr trocken. Ob auf Hauptstrassen, wo die schweren Laster vorbeidonnern, in grossen Stdten oder Drfern, Tiere beherrschen das ffentliche Leben. Unzhlige Pferdegespanne. Sie transportieren Mist, Mais, Rben, Bierkisten, Mbel, Heu, Holz, Khlschrnke, Schlachtschweine, Kfige mit lebenden Hhnern, Gnsen, Ferkel fr den Markt, eben alles was dort fr lebensnotwendig gehalten wird. Pferde haben imm!
er Vortritt, auch wenn die Ampeln rot gestellt sind. Sie traben auch nachts, ohne Licht in fast jedem Fall. Autofahren in der Nacht ist in Rumnien nicht einmal Suizidsuchenden zu empfehlen, weil dann meistens erst die Tiere Opfer sind. Immer wieder einige frei dahertrabende Pferde oder Khe oder Schafe und Fuhrwerke lichtlos. Wer Tiere anfhrt ist immer schuld, auch wenn sie kein Licht haben. Die Tierhalter haben keine Versicherung. Fast alle Khe haben dort noch schne Hrner und wer von so einer Kuh Milch trinkt, trinkt einen kostbaren, feinschmeckenden Drink, wovon wir Tierfabrikmilchtrinker nur trumen knnen. Alle Khe sind den ganzen Tag im Freien, ausser im Winter, auch Schweine, Hhner, Gnse, Bffel, Pferde, Schafe und Klber.

Eine gute Kuh gibt dort hchstens 18 bis 20 Liter pro Tag. Diese Milch verdient noch den Namen Milch. Auch dort werden Khe oder Pferde mit Peitschen angetrieben, aber ich erlebte sehr selten starken Geisselgebrauch.Vielmehr sah ich herzliche Zuneigung zu den Tieren. Ein Bauer legte seinen Arm liebevoll um den Hals seines Pferdes, als er ihm in einem Tuch fein duftendes Heu unters Maul hielt. Wenn ich Pferden altes Brot ftterte, zeigte sich der Besitzer immer sehr dankbar. Eine Frau bekreuzigte sich, als ich ihrem Pferd Brot gab. Ein kg Brot kostet dort 20 Pfennige! Durchwegs alle Hhner erfreuen sich einer prchtigen Federtracht. Fr ihre Eier bezahlte man 7 Pfennige.

Wir tragen unsere "dummen" Kpfe so hoch ber diesen "armen" Menschen und sehen nicht, dass unsere ach so hohe Kultur im Sinkflug abwrts geht. Nicht erdwrts abwrts, sondern Mllhaldenabwrts. Ich habe nirgends Kinder wirklich streiten sehen. Ihre Spielzeuge sind ein Stck Holz, Steine oder leere Blechbchsen. Einige haben einen Fussball. Am Strassenende wo ich wohnte, spielten grssere Kinder unter einer Strassenlaterne mit einem Ball. Ich spielte, mich ihnen aus dem Dunkel nhernd, auf meiner Mundharmonika. Als sie das hrten, rannten alle auf mich zu, hielten sich an den Hnden und tanzten um mich herum. Nur mit Mhe konnte ich weitergehen zum Essladen, einen Kilometer weiter. Als ich nach zwei Stunden zurckkam, waren sie immer noch dort am spielen und die Tanzerei ging von neuem los. Htte ich in Deutschland oder in der Schweiz vor Jugendlichen auf meiner Mundharmonika gespielt, wre ich mit Sicherheit als Ausreisser einer Psychobude angesehen worden. "Aber die dort in !
Rumnien sind halt eben noch von vorgestern!!!"

Jakob Brem


20. November 1999

Diese Woche kam im Stern TV ein schrecklicher Bericht von Tigern in China die mit lebenden Tieren "gefttert" werden. Da die Tiger immer in Gefangenschaft lebten knnen sie gar nicht richtig tten. Sie beginnen am Tier zu fressen ohne dass es betubt oder tod ist. Es gibt dort eine Arena. Man schickte ein Schweinchen in die Arena und der Tiger hetzte es. Das Schweinchen wandte sich ihm zu, der Tiger war verblfft (gibt es sonst nicht, dass ihm ein Tier frech ins Gesicht schaut). Sie fixierten sich lange. Erst als ein zweiter Tiger in die Arene kam wurde das   Schweinchen gestellt, umgeworfen und sie bekannen an ihm zu fressen. Gnther Jauch der Moderator hat sehr gut moderiert und kritisiert. Ebenfalls der herbeigezogene Fachmann vom Tierpark Hellbrunn. Die Chinesen bezahlen fr dieses Schauspiel des Ttens 18 Dollar Eintritt. Pro Tag werden 1000 Personen durchgeschleust. Die gaffende Menge will Blut und Sterben und Verenden sehen. Ein verngstigtes Rind wurde in die Arene gebracht. Ein Tiger sprang es an und begann sich festzubeissen am Rcken, begann zu fressen. Irgendwie hatte der Tiger auch gar keinen richtigen Hunger, es war wohl mehr ein Spiel fr ihn. Das Rind litt furchtbar. Irgendwann kam ein Traktor hereingefahren. Man dachte er wolle das Rind vom Tiger trennen oder das Rind erlsen. Er hat es lediglich berfahren. Es lebte noch und hing unter dem Traktor wurde mitgeschleift. Man fuhr aus der Arena, bald karrte man das Rind wieder zum Tiger herein. Es wurde nochmals berfahren - und es lebte noch immer und versuchte aufzustehen was ihm nur mit den Vorderbeinen gelang. Es schaute blutberstrmt fragend in die gaffende Menge. Diese Bilder plagen mich und verusachen mir krperliche Schmerzen, wie mich auch das Leiden der Tiere hier in unserem Land schmerzen. Es ist eigentlich klar, dass uns dieses Wissen schmerzt, um mitzufhlen mssen wir mitleiden.

Erwin, ich bin dankbar, dass Du so viel schon erreicht hast fr die Tiere, dass Du uns allen Hoffnung gibst, dass Du Ideen hast und Fachwissen und Mut. Ich bin dankbar, dass ich im VgT mitarbeiten darf und kann und dass ich zu den Menschen gehre die leiden knnen, die Mitleiden empfinden, die Unrecht sehen und nicht dazu schweigen wollen. Deine Bilder von den weidenden Khen gefallen mir sehr gut. Sie sind einzigartig lebendig. Die Bume sind wunderschn, die Khe prchtig, die Farben richtig. Du hast ein so herziges Bild geknipst von Deiner Heidi und einer Deiner geliebten sandfarbigen Khe. Es wird wohl keine Beleidigung sein wenn ich sage, dass die beiden so schn zusammen passen und ein liebliches Bild abgeben. Schn dass Du Dich an der Natur erlaben kannst und dort Kraft findest, gut dass Du so weise bist, mit Deinen Energien zu haushalten und auf Deine innere Stimme zu hren die Dir sagt "mach einen Spaziergang, das Wetter ist so prchtig".

Marlne


13. November 1999

Samstagabend, beim Verteilen von Mvenpick-Flugblttern im Autobahn-Mvenpick Wrenlos:
Nachdem ich Kaffe getrunken hatte und wartete, bis ein neuer Schwall Leute eintraf, habe ich die unappetitlichen Flugis auf die Tische gelegt. Ohne mit den Leuten zu reden habe ich zgig verteilt. Ein junger Tamile(?) rannte mir mit einem Flugi nach. Er war der Tischabrumer und hatte wohl bemerkt, wie ich Flugis verteilte. Er sprach mich aufgeregt an, tippte auf das Flugi und sagte: "Das ist verboten, ich kenne das Papier, Chef sagt: verboten, verboten! Frau fertig, Papier geben!" Ich antworte ruhig: "Nein, das ist nicht verboten. Das ist ganz wichtige Information fr Gste von Mvenpick, ich muss Papier geben." Er tippte weiter auf das Blatt, schaute das schreckliche Hhner-KZ-Bild an und sagte: "Aber Direktor auch sagt verboten, verboten."
Kurz darauf sehe ich, wie er versucht,  auf zwei Tischen die Flugis zu entfernen. Die dort sitzenden Gste verteidigen die Bltter und geben sie nicht her. Ein Mann hlt  beide Hnde drauf. Da er den Mund voll hat, kann er nicht reden. Am anderen Tisch sagt eine Frau: "Nein, das ist unser Blatt, wir haben das bekommen". Nun gehe ich. Unterwegs hinterlasse ich noch einige Flugis an neuralgischen Punkten: Glacebuffet, Bar, Telefonkabine, WC, ins Kopiergert (der nchste der hier kopiert wird ein Flugi finden). Draussen verteile ich noch einige Flugis auf Autos. Ich nehme mir vor, dass ich die Botschaft mindestens auf 10 verschiedene Kantons-Nummerschilder verteilen will. Es gelingt mir AG, ZH, TG, GR, VS, BE, SH, SG, BS...... ich schummle etwas und als Nummer 10 erhlt der grosse Kanton Waldshut noch ein Flugi.
Marlne


12. November 1999:

Fischbehlter Restaurant Central, Affoltern
Im Anzeiger von Affoltern erschien heute nochmals ein verlogener Beitrag ber den Vorfall vom 30.10.99 um den Fischbehlter beim Restaurant Central in Affoltern des Inhaltes, das Anbringen eines Klebers am Aquarium sei eine fiese, perfide Tat gewesen, anstatt das tierschtzerische Anliegen dem Wirt persnlich vorzutragen. Wirt Furrer habe nur mit VgT-Prsident Erwin Kessler sprechen wollen und sei dabei angefahren worden. Verschwiegen hat dieser Schreiberling, dass es wohl keine Privatarmee von einem Dutzend auf ein Auto einschlagender Mnner bedarf, wenn man nur ein Gesprch sucht. Verschwiegen wurde auch, dass der VgT zuvor das persnliche Gesprch mit Wirt Furrer gesucht und brsk abgewiesen worden war.
Der VgT erhielt eine Kopie des folgenden Schreibens zu diesem verlogenen Bericht im Anzeiger:

An Herrn Hans Jucker, Journalist, Im Feld 21, 8910 Affoltern a.A (Verfasser des Berichtes im Anzeiger).
Sehr geehrter Herr Jucker, Ihr Artikel im heutigen Affoltener Anzeiger, den CENTRAL-Fischkasten betreffend, veranlasst mich, Ihnen persnlich zu schreiben. Ich habe am 3. November 1999 das unten angefgte Mail an Anzeiger-Chefredaktor Schneiter gesandt. Darauf ist weder eine Antwort noch
eine Reaktion im Anzeiger erfolgt. Im Gegenteil, die einseitige Berichterstattung scheint kein Ende zu nehmen. Fr mich ist es einmal mehr erstaunlich, wie dieselben Journalisten, welche sich mit "Zeter und Mordio" auf den Informationsauftrag berufen, je nach Gutdnken mit diesem Auftrag umgehen. Ich weise nochmals mit aller Deutlichkeit auf die Punkte 1 und 3 meines Mail's vom 3. November an die Chefredaktion hin (Sie, Herr Jucker, hockten an besagtem Samstag ebenfalls in der Stammtischrunde). Die Entwicklung des "Falles" hat mich jedenfalls dazu gebracht, dass ich bereit bin, wenn ntig, meine Feststellung zu bezeugen (Anzeigen sind gemss VgT-Internet-Information gemacht). Ich werde mit Interesse verfolgen, in welcher Aufmachung die Entscheide im Anzeiger publiziert werden.
Freundliche Grsse
Hanspeter Geel. Hedingen

E-Mail vom 3. November 1999, an Werner Schneiter , Chefredaktor Anzeiger:

Sehr geehrter Herr Schneiter, zu Ihrem Artikel habe ich folgende Bemerkungen, welche Sie auch als Leserbrief verffentlichen knnen:
Gemss Ihrer Berichterstattung bestand die "perfide" Tat darin, dass bei hellichtem Tag ein Kleber auf ein Aquarium angebracht worden ist (gemss
VgT-Internet-Information wurde Tage zuvor mit dem Wirt das Gesprch erfolglos gesucht).
1. Haben Sie sich oder den beteiligten "CENTRAL-Leuten" auch die Frage gestellt, was man mit diesem Auflauf und dem zurckhalten des Fahrzeuges
bezwecken wollte? Sofern ein Straftatbestand vorgelegen htte, wren ja die Personalien (Kessler und das Auto-Kennzeichen) fr eine Anzeige bekannt
gewesen und an Zeugen hat es anscheinend nicht gefehlt.
2. Von einem sogenannten Spitzenpolitiker wrde ich in solch emotional aufgeladenen Situationen erwarten, dass er zur Beruhigung beitrgt und nicht
durch die zur Zurverfgungstellung seines Sackmessers die Stimmung noch anheizt. Ein Tipp an Herrn Bortoluzzi und seine Freunde: Wenn Christoph
Blocher sagt "Manne, mir stnd ane" hat er dies sicherlich nicht vor abfahrende Autos gemeint!
3. Noch eine Bemerkung zum eigentlichen "Corpus Delicti", dem Aquarium. Man kann zu dieser Frischfischhaltung im Zeitalter von funktionierenden
Khlketten aus tierschtzerischer wie auch gastronomischer Sicht geteilter Meinung sein. Das Aquarium im Central-Garten ist auch mir im Sommer
aufgefallen. Und ich muss sagen, ich habe noch nie ein Aquarium in einem solch desolaten Zustand in einem Gastro-Betrieb gesehen! Veralgt, verkalkt,
defekt und alle Fische litten unter Pilzbefall. Nebst den tierschtzerischen Aspekten ziehe ich daraus auch Schlsse auf das Hygiene- und Qualittsbewusstsein des Gastronomen. Ich habe daraus meine Kosequenzen als freier Kosument gezogen. Den Stammgsten wnsche ich aber weiterhin ein
"Prosit und en Guete!"
Hanspeter Geel, Hedingen, neutraler, brgerlicher Whler und mit VgT-Aktivisten weder verwandt oder verschwgert

Frhere Zuschriften zum Thema siehe 6. November bis 1. November.


10. November 1999: Wie kann man echten von Kunst-Pelz unterscheiden?

liebe marlne
ich habe deinen bericht im forum gelesen. michi und ich wrden auch gerne solche krtchen verteilen. ich habe jedoch ein problem: ich weiss nie genau, ob es denn jetzt echter pelz oder falscher pelz ist.  und einfach einer frau ein krtchen geben, wenn sie falschen pelz trgt, ist ziemlich peinlich. leider ist diese saison falschpelz total in mode, ich habe lange suchen mssen, um eine jacke zu finden, die keinen web-pelz-aufsatz hatte (abm, spengler etc). kannst du mir/uns einige tips geben?
Nicole

Antwort:
Da Du schon Tiere gestreichelt hast, merkst Du augenblicklich, ob es syntetisch ist oder sich wie ein weiches Katzenfell anfhlt. Wie feines seidiges Haar wehen und wippen die Haare beim Gehen. Dann wenn ein leichter Windhauch weht (gengt schon beim gehen) oder man wedelt mit der Hand, sieht man bei echtem Fell wie die Haare fliegen. Bei Kunstpelz gibt es ein doooofes Loch das bleibt und die Fasern wippen eigentlich nie. Echter Pelz hat auch meistens unterschiedlich lange Haare und die Haare die tiefer liegen (also nher am Krper) sind dichter, filziger. Geh mal in einen Laden und suche bei Jacken einen Echtpelzkragen und einen synthetischen Kragen. Rede mit der Verkuferin, sage Du mchtest beide Qulitten sehen. Dann gehst Du in die Kabine und siehst Dir die beiden genau an. Blas ins Fell, blas in den Kunstpelz. Der Unterschied ist frappant. Wenn Du nicht sicher bist, ob es Echtpelz ist oder Synthetikpelz den Dir die Verkuferin zeigt, schau aufs Waschettikett. Dort steht, dass der echte Pelz nicht gewaschen werden darf. Wenn Du diese Studien betrieben und beide Jacken anprobiert hast, berlegst Du Dir den Kauf nochmals und gibst die Jacken zurck. In der Echtpelzkragenjacke hat es dann einen "gndige Frau" Zettel. Ich werde in den nchsten Tagen und Wochen durch Kaufhuser und Lden streifen und die Pelzkrgen suchen und Zettel in die Jackentaschen schmuggeln. Nun wnsche ich Euch beiden viel Glck bei der tierschtzerischen Pelzjagd und grsse Euch herzlich
Marlne

Anmerkung:
Verwechlsung von echtem und Kunstpelz ist nicht tragisch. Frau sollte auch keine Pelz-Imitate tragen, die zum Verwechseln hnlich sind. Damit wird die Pelzmode gefrdert. Kuschelige Verbrmungen mssen ja nicht unbedingt tuschend hnlich aussehen wie Tierleichenhute.
Erwin


9. November 1999: Anti-Pelzkragen-Krtchen "Gndige Frau" (news/991109)

gnaedige_Frau.gif (13373 Byte)Heute habe ich eine neue Masche ausprobiert. Habe 4 Damen mit Pelzkragen angesprochen und gesagt: "Sie haben einen so schnen Mantel/Jacke. Schade dass Sie echten Pelz dazu tragen. Sie machen sich so leider mitschuldig an grausamer Tierqulerei. Auf Pelz sollte die heutige Frau verzichten." Erstaunlicherweise haben mir alle wortlos zugehrt. Ich wurde nicht unterbrochen es gab auch keine feindliche Stimmung.

Noble Dame (Post Oerlikon), die eine beige moderne Jacke trgt mit Echtpelzkragen, schaut mich mit grossen Augen an, winkt ab, atmet tief durch, geht weg, schreibt etwas auf, kommt dann zurck und spricht mich an: "Sie sind total unglaubwrdig. Sie essen ja sicher auch Fleisch!"  Ich erklre: "Nein, ich esse kein Fleisch und das aus hnlichen Grnden, weshalb ich auch niemals Pelz tragen wrde. Aber beim Pelztragen kommt noch ein wichtiger Aspekt dazu. Man kann sehr leicht verzichten. Die Tiere werden geqult nur fr den Hochmut. Heutzutage eine Schande." Rundum wird gelchelt und vor allem Mnner geben mir lautstark recht. Die noble Damen rauscht ab und hinterlsst einen starken Parfmduft. Ich sehe spter, dass sie ihren wunderschnen Schirm stehen liess.

ltere, vornehme Dame, die einen schwarzen langen Mantel trgt mit Pelzkragen: "Ja, sie haben ganz recht. Aber ich war in einer schwierigen Situation. Ich bin im Leid und brauchte dringend einen warmen schwarzen Mantel. Leider hat er einen Pelzkragen. Es hatte keinen anderen Mantel, der meine Bedrfnisse
abdeckt. Und den Kragen kann man nicht abmachen er ist angenht. Ich rgere mich ber den Pelz. Ich bin mit all meinen Pelzen von frher schon lange abgefahren und will auch nie mehr einen Pelzmantel haben." Ich erklre ihr geduldig: "Sie htten weitersuchen sollen und htten bestimmt einen schwarzen Mantel ohne Tierqulerpelz gefunden. Da sie diesen Mantel gekauft haben, machen sie sich mitschuldig am Leiden der Tiere, die wegen dem Pelzkragen den sie tragen, ein grauenhaftes Leben und Sterben erdulden mussten. Wir tragen Verantwortung. Als Konsumenten mssen wir Tierqulerprodukte boykottieren;  im Laden fngt es an. Die Dame: "Ich werde doch versuchen den Kragen abzumontieren. Vielleicht bringe ich ihn sogar in den Laden zurck, damit die
sehen, dass ich ihn eigentlich gar nicht wollte."

Junges Frulein mit hellgrnem Pelz an Wetterjack: "Nein, da tun sie mir Unrecht. Das ist kein echter Pelz. Die Jacke war so billig und ich habe der Verkuferin extra gesagt, dass ich eine Jacke brauche die ich waschen kann. Ich bitte sie, mir 30 Sekunden Zeit zu lassen, um ihr zu beweisen, dass es halt leider doch ein echter Pelz ist. Der Beweis gelingt sehr gut, mit ein paar Pelzhaaren und einem Feuerzeug. Zwar habe ich die Fingerkuppe angesengt,
aber dafr war das verbrannte Haar zu riechen.  Das Frulein war total platt und erzhlte die ganze Sachen den herankommenden zwei Kolleginnen. Diese haben den Geruch auch wahrgenommen und sagen, es rieche nach verbrannten Haaren.  Uebrigens: die Jacke wurde im Manor gekauft. Die jungen Frauen versprachen mir, in Zukunft sehr darauf zu achten, dass sie keinen Pelz erwischen.

Ca 45-jhrige Frau, die eine Strickjacke trgt mit angenhtem Pelz, der sogar 2 Tierkpfe darstellt. Als ich ihr sage, dass sie eine schne Strickjacke trage, strahlt ihr Gesicht. Als ich jedoch sage, dass es schade und unntig sei, dass fr den Pelzbesatz Tiere leiden mussten, gingen ihre Mundwinkel nach unten. Trotzdem ist sie stehen geblieben und stotterte herum. Das ist alles gar nicht echt. Als ich weiter mit ihr reden will, hat sie es eilig und geht raschen Schrittes weg. Schaut immer wieder zurck und ich stehe da und schttle den Kopf.

Marlne


8. November 1999: Briefwechsel mit dem Kloster Fahr

Werter Pater Probst, schon seit Jahren klagt Sie Dr Kessler, Prsident des VgT, der gemeinsten Tierqulereien, der schandbarsten Verhaltensweisen gegenber der Kreatur und Verhhnung derselben an. Die Anschuldigungen sind mit Ekel erregenden Originalfotos unermauert.
Ich habe hier das Buch des vom katholischen Klerus "ausgebrgerten" Dr Eugen Drewermann vor mir, wo ich lese:
Wenn Jesus im schon zitierten Kapitel 25 des Matthus im wesentlichen behauptet, dass manche kaltherzig an den Notleidenden vorbeigehen, muss man verstehen, dass solche Menschen in Wahrheit gar nicht zur Hlle fahren mssen, denn sie sind schon dort. Die Frage lautet, wie sie da wieder herauskommen...
Mit freundlichen Grssen, Hsp Frey

Das Kloster liess seinen (kostspieligen) Rechtsanwalt folgende Antwort verfassen:

Sehr geehrter Herr Frey, im Namen des Klosters Fahr teile ich Ihnen mit, dass die angebliche "Tierschndung" und Misswirtschaft bezglich Tierhaltung, wie Sie sie gesttzt auf einen Artikel in den VgT-Nachrichten beschreiben, vollumfnglich bestritten wird. Bei den publizierten Aufnahmen handelt es sich um Tatbestnde, die Jahre zurckliegen (falsch!) und so nicht der Wahrheit entsprechen (falsch!). Die Tierhaltung im Kloster Fahr entspricht in allen Teilen den Vorschriften der Tierschutzgesetzgebung (falsch!, Anm der Forum-Red) und wird entsprechend den Mglichkeiten auch modernenen Erkenntnissen bezglich Tierhaltung angepasst (darauf warten wir schon lange!). Die Stallungen sind grundstzlich offen zugnglich (Schweinestall nicht!, Anm der Forum-Red) und Sie knnen sich jederzeit selber ein Bild ber die Tierhaltung machen. Das Kloster hat nichts zu verbergen. Gegen diffamierende und offensichtlich falsche Anschuldigungen wrde es sich mit allen rechtlichen Mitteln zur Wehr setzten.
Mit freundlichen Grssen, Dr Peter Conrad, Rechtsanwalt Baden

Anmerkungen:
Eine tierfreundliche Sanierung der klsterlichen Stallungen wrde weniger kosten, als das Kloster fr ihren Rechtsanwalt und Gerichtskosten ausgibt.

Aktuell zum Thema: news/991108A


6. November 1999: Zum Drama vom 30.10.99 um den Fischbehlter beim Restaurant Central in Affoltern:

Der Spruch: "Es sind ja nur Fische" gilt nicht. Die Fortsetzung knnte bald heissen: Es sind ja nur Schwarze, Braune, Alte oder einfach Auslnder. Bei den momentan Schwchsten fngt diese unheilvolle Denkspirale an. Fische haben das natrliche Bedrfnis, sich gelegentlich zurckzuziehen. In diesen Qulbehltern, wie Herr Kessler sie anprangert, ist das nicht mglich. Also ist diese Haltung tierqulerisch.... Sollte ich je in einem Auto sitzen, das von einem aufgebrachten Pbel angegriffen wird (lieber nicht), wrde ich sogar ber nationalrtliche SVP-Fsse fahren, die als Wegfahrsperre bentzt wrden (obwohl ich SVP gewhlt habe). Im weiteren stellt sich die Frage, wie die Fahrerin des PW htte sehen knnen, dass jemand so masochistisch veranlagt ist, seine Flossen als Autostopper zu missbrauchen.
Demnchst werde ich im Central einen Kaffee trinken und mich dem Wirt vorstellen. Ich hoffe sehr, dass mir beim Wegfahren keine fremden Fsse in die Quere kommen.
Kurt Haas, Rotkreuz

Zum Thema siehe auch die folgenden drei Zuschriften vom 6. bis 1. November:

 

6. November 1999

Lieber Erwin, ich muss immer wieder Deinen Mut und Deine seelische Strke bewundern. Immer wieder diese Prozesse gegen die Tierquler, welche dann noch von der Presse in Schutz genommen werden. Jetzt wieder mit dieser Aquarium-Sache. Die Presse brachte diese Angelegenheit wieder ganz verzerrt und falsch an die Leute. Von der Qual der Fische kein Wort. Grsslich! Immer mehr geht mir das Licht auf, wie die Presse arbeitet.  Sensation und Action. Sogar die NZZ. Enttuschend. Uebernehmen kritiklos die Faxe und Depeschen....
Rosita Bundi

 

4. November 1999

Der Anzeiger von Affoltern hat den Bericht ber den tierqulerischen Fischbehlter im Restaurant Central in Affoltern nicht verffentlicht, dafr einen vllig verzerrten, einseitigen und tierschutzfeindlichen Bericht ber den Vorfall vom letzten Samstag. Anschliessend wurden der folgende und andere uns bekannt gewordene Leserbrief unterdrckt - feine Sitten in diesem Zrcher Kantonszipfel, den man "Suliamt" nenne; fr welchen Dreck die Schweine immer herhalten mssen!

Nachdem ich den Bericht aufmerksam durchgelesen habe und auch weitere Berichte zu diesem Thema, bleiben fr mich einige offene Fragen.
Von Erwin Kessler und seiner Begleiterin wurde ein Aufkleber an ein Aquarium angebracht. Als sie anschliessend wegfahren wollen strmen mehrere Mnner voller Wut zum wegfahrenden Wagen. Die Mnner sind vermutlich des schreibens und lesens mchtig. Man htte also einfach das Kennzeichen notieren und eine Anzeige wegen, ja wegen was eigentlich?, einreichen knnen. Versetzen wir uns jetzt einmal in die Lage von Dr. Erwin Kessler und seiner Begleitung. Wenn also die Mnner schreiben und lesen knnen, was ist dann das Motiv, einen Wagen mit derartig niveaulosen Wildwestmethoden anzuhalten? Ich denke, in diesem Fall htte auch ich es mit der Angst zu tun bekommen. Sptestens, wenn jemand ein Messer zckt, ist es mit dem zivilisierrten Benehmen vorbei. Kommen wir zum Stein des Anstosses zurck - ein Aufkleber auf einem Aquarium. Meiner Meinung nach haben die strmischen Herren jeden Sinn fr Verhltnismssigkeiten verloren. Dass in dieser peinlichen Aktion auch noch Politiker verwickelt sind, ist deshalb auch wenig verwunderlich. Hat sich eigentlich irgendwann einmal irgend jemand von ihnen gefragt, worum es eigentlich geht? Nein? Dann sehen sie sich, liebe Leser doch einfach mal das Aquarium von Herrn Furrers Restaurant Central an. Ich habe es mir angesehen und finde daher, dass der Aufklerber "Tierquler" durchaus richtig plaziert ist/war. Wenn es in Hr. Furrers Kche auch nur annhernd so aussieht, wie in dem Aquarium, dann ist es fast ein Wunder, dass die Gste nach dem Verzehr von Speisen keine Schden davontragen.
Michael Wernke, Hedingen

 

1. November 1999

Den Angriff auf ein VgT-Fahrzeug in Affoltern (news/991030 und news/991031), an dem der Wirt, der Gemeindeprsident von Affoltern und ein SVP-Nationalrat beteiligt waren, kann man mit dem etwas ergnzten Sprichwort zusammenfassen: Wer nichts wird, wird Wirt, Gemeindeprsident oder Nationalrat.
EK


28. Oktober 1999: Aus einem Brief der Coop-Ernhrungsberaterin an einen Kunden:

... Es ist sehr schwierig, vegetarische Produkte mit einem Label zu versehen, da es bekanntlicherweise verschiedene Vegetarier gibt: Ovo-lakto- und Lacto-Vegetarier sowie Veganer. Das heisst, man msste tatschlich drei Labels auf den Verpackungen anbringen, um auch allen Gruppen gerecht zu werden... Doch scheint uns ein weiterer Punkt noch erwhnenswert. Rein medizinisch und auch ernhrungswissenschaftlich gibt es diverse Grnde, die gegen eine vegane Ernhrung sprechen. Nach lngerem Einhalten einer veganen Dit knnen diverse Mngel hervortreten... Aufgrund dieser Tatsache kann Coop Schweiz eine Auflistung von veganen Produkten nicht untersttzen...
Coop Schweiz, Ernhrungsberatung
Edith Koch, Marianne Leutert

Antwort des VgT an Coop:

Sehr geehrte Damen, vor wievielen Jahren und wo sind Sie wohl in Ernhrungsberatung ausgebildet worden, dass Sie Herrn B solchen Quatsch schreiben?Auch bei "normaler" Ernhrung knnen Mangelerscheinungen auftreten; bei vernnftiger veganer Ernhrung jedoch nicht. Sie sollten nicht derart irrefhrende Suggestionen in die Welt setzen und dabei erst noch bersehen, dass nicht nur strenge Veganer ein Bedrfnis haben, im Coop Lebensmittel ohne tierische Zutaten zu finden. Die auch unter dem Label Natura-Plan leider oft anzutreffende Tierqulerei - im krassen Gegensatz zur Werbung - weckt auch bei aufgeklrten Konsumenten, die nicht streng vegan leben, den Wunsch, nicht mit allen mglichen Lebensmitteln immer auch noch versteckte tierische Zusatzstoffe dubioser Herkunft zu sich zu nehmen. Der Griff zu ovo-lakto-vegetarischen Produkten ist fr viele Vegetarier ein Kompromiss mangels geeigneter veganer Alternativen. So zu tun, als werde man von rein pflanzlichen Lebensmitteln krank, ist ja wirklich der Gipfel an konservativer Engstirnigkeit! Wird krank, wer einen rein vegetabilen Brotaufstrich vorzieht? Malen Sie doch gleich einen Totenkopf auf Ihr Gemse, das keine tierischen Zusatzstoffe enthlt!
Ich habe den Eindruck, dass Sie von Marketing und Kundenbedrfnissen noch weniger verstehen als von Ernhrung.
Mit freundlichen Grssen
Erwin Kessler, VgT
Kopie an: Direktion Coop Schweiz


27. Oktober 1999

Der Alptraum der Schwyzer Schweinemster: Kessler lsst sich klonen. 
Urs Beeler, Schwyz


21. Oktober 1999

Beim Verteilen von Flugblttern vor dem Zoo Hasel zugunsten von Br Mario, habe ich mich sehr gewundert ber die Dummheit der paar wenigen Besucher, welche diese Tierqulerei befrworten. Einer kam dreimal vorbei und sucht nach etwas, das er gegen uns einwenden knnte. Schliesslich fuhr er davon und rief beim Vorbeifahren aus dem Autofenster: "Rauchen ist auch nicht gesund!" Ein berzeugendes Argument, Br Mario weiter in seinem Kfig leiden zu lassen?
Max B., VgT-Aktivist


21. Oktober 1999

was ich da fr stze lese, die im talmud stehen. mir stehen die haare zu berg. kommt es nicht zu einem gesetzt, das den talmud in der ffentlichen
zugnglichkeit verbietet. ich hoffe sehr, dass sie sich weiter fr ein verbot einsetzen.
mit besten wnschen und grssen
lisa kaiser

Im Gegensatz zu meiner tierschtzerischen Kritik am Schchten, das rassistisch sein soll, beurteilt die Schweizer Justiz den Talmud als nicht rassistisch, sondern als "Werk von wissenschaftlichem Interesse". Warum meine Schchtkritik nicht von wissenschaftlichem Interesse ist, konnte mir niemand sagen. Ich werde diese diskriminierende Anwendung des Rassismus-Gesetzes vor den Europischen Gerichtshof fr Menschenrechte bringen.
Erwin Kessler


20. Oktober 1999

Der Bericht ber die betubungslose Kastration  von Ferkeln [in der Schweizer-Illustrierten ] lsst die Schweiz aufschreien. Warum, so fragen wir uns, kann sowas in der Schweiz noch vorkommen? Hier, wo das angeblich weltweit beste Tierschutzgesetz praktiziert wird? Auch wenn es einfach wre, die Schuld an derartiger Tierqulerei einzig den Bauern und Mstereien zuzuschieben: Die Konsumenten haben eine bengstigende Taktik entwickelt, um zu ignorieren, woher das tote Stck Tier auf ihrem Teller stammt und was es alles mitgemacht hat bis dahin: wegschauen. Nur dank der Zwangseinflssung durch starke Medien wird der Konsument ab und zu wachgerttelt. Die Frage nach Besserung wird zwar aufgeworfen - mit abgedroschenen Floskeln wie die von Ulrich Niklaus, Prsident Suisseporcs, gibt man sich jedoch zufrieden. Was soll den das? Woher nehmen wir das Recht, diese Misstnde zu dulden, zu ignorieren? Die Kastration von Ferkeln ist leider nur ein kleines Stck der traurigen Wahrheit. Doch einzig der Konsument hat die Mglichkeit, diesem Grauen ein Ende zu setzen. Darum: „Essen Sie heute vegetarisch, Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe!“
Nicole Wyss, Hedingen


12. Oktober 1999

Ich finde es total gut was sie tun, sie haben meine volle Untersttzung. Ich finde es total brutal. Diese Menschen haben einen Knacks. Man muss diese
Missgeburten stoppen, sie haben nicht das Recht die Tiere so zu qulen, nur um Geld oder Aufwand zu sparen. Was soll das! Ich habe so eine Wut
im Bauch. Mann, ich knnte alle umbringen.
Dajana


11. Oktober 1999

Sehr geehrter Herr Kessler. Ich bin ja so froh, gibt es Leute wie Sie, die sich fr die hilflosen Tiere einsetzen und etwas ndern wollen. Ich selber bin schon seit ber 10 Jahren fleischlos glcklich und habe schon ein gutes Dutzend von Bekannten zum vegetarischen Leben bekehrt. Ich achte streng auf die Zusammensetzung der Produkte, denn wer denkt schon, dass in Torten oder Backwaren Schweinefett enthalten ist ?! Meine Freundinnen bergaben sich beinahe, als ich sie darber aufklrte, sowie auch was Gelatine eigentlich ist. Sollte ich mir je den Traum erfllen knnen und mal wieder einen Hund halten, wird dieser natrlich auch vegetarisch und nicht mit Kadavern ernhrt. Der Vegiservice ist ja eine wahrlich gute Sache. Leider ist der grsste der Teil der Menschheit eben dumm und denkt nur ans "Fressen". Mglichst viel und mglichst billig. Alles was da kriecht und fleucht wird schon auf dem
Teller gesehen. Zudem weiss ich, dass Institutionen wie der Ihrigen oftmals zuwidergehandelt wird. Man denke da ja nur mal an die SBB.... (Zensur von VgT-Plakaten). Sobald ich wieder einen Job habe, werde ich Ihren Verein finanziell untersttzen. Eben, es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.....
Ich wnsche Ihnen alles Gute und grsse Sie freundlich.
Caroline Wehrli


8. Oktober 1999

Erlebnis in Zrich-Oerlikon am 8.10.99 mit Mvenpick-Flugbltter

M und ich gingen abends nach der Arbeit noch ein paar Dutzend Konsumenten-Informationsflugbltter bezglich der Eier in der Mvenpick-Glace verteilen. Zum Teil sprachen wir die Passanten an und zum anderen deponierten wir diese in der Nhe des Mvenpick Oerlikon bei parkierten Autos unter dem
Scheibenwischer. Auf einem Parkfeld fiel mir ein besonderer PW auf. Er trug die Aufschrift "Leben hat Vortritt" und war auch mit "Tierrettungsdienst"oder "Tierambulanz" beschriftet. Der wird dies bestimmt lesen, dachte ich, handelt es sich bei dieser Person bestimmt um einen Tierfreund. Kaum hatte ich mich vom Fahrzeug entfernt. Kam ein lterer Mann mit einem Hund und einer Einkaufstasche. Zielstrebig ging er zur Beifahrerseite, versorgte seine Einkaufstasche auf dem Rcksitz des Fahrzeugs, wobei der Hund bereits auf der Beifahrerseite Platz nahm. Dann ging der ca 55-Jhrige zur Fahrerseite, nahm das Flugi unter dem Wischerblatt hervor, blickte sehr kurz hin und entledigte diese Konsumenteninformation mit den abgebildeten Hhnern drauf in einem Robidog. Der Alte
kann wohl nicht mehr zwischen einem Robidog und einem Kehrichtkbel unterscheiden, dachte ich und konnte diese Interesselosigkeit kaum glauben. Ich ging zu ihm hinber und sagte: "Das war aber gar nicht gut, was sie da soeben getan haben. An ihrem Fahrzeug steht doch "Leben hat Vortritt"? Er schaute mich nur bld an, schien sowohl verrgert als auch gepeinigt zu sein und meinte: Warum? Ich habe das Flugblatt doch gar nicht angeschaut..." Eben haben sie das nicht, stattdessen haben sie es dort reingeworfen, erwiderte ich und doppelte nach, "die Hhner dort drauf haben sie wohl auch nicht gesehen, nicht?
Darauf wurde es ihm zu blde, worauf er mir abwinkte und haarscharf an mir vorbei aus dem Parkfeld davonfuhr.
Fazit: Ich habe heute einen Typ angesprochen, welcher scheinbar nur zwischen Hund und Katze unterscheiden kann und den unterschiedlichen Nutzen zwischen einem Robidog und einem Kehrichtkbel nicht kennt. Vielleicht kann er auch nicht lesen. Das wrde erklren, weshalb er das Flugi ( wenn auch nicht sachgemss) entsorgt hat und es im nicht zu peinlich war, in seinem sympathisch beschrifteten Fahrzeug die Flucht vor mir zu ergreifen, anstatt ein Gesprch mit mir zu suchen.
RF


7. Oktober 1999

Ich mchte nach alldem, was ich bis anhin in der Aargauer Zeitung ber die Sache mit Br Mario im Zoo Hasel gelesen habe, nicht einen Leserbrief schreiben, denn das liegt mir nicht, sondern Ihnen gerne ein paar persnliche Gedanken zum weiteren Umfeld Ihrer Ttigkeit und zu Zoos geben. Ich bin nur ein Hobby-Tierfreund, habe eine Katze (aus dem Tierdrfli Olten) und ein Aquarium. Bin selber absolut kein Fan von eingesperrten oder nicht artgerechtem Halten von Tieren, so wie das weltweit in den Zoos und den Delphinbecken und so weiter tagtglich praktiziert wird. Von all den anderen Leidensgeschichten unserer lieben Vierbeinern gar nicht zu reden, Viehtransporte, Turbo-Mast, etc. Dass Sie in diesen Gebieten ttig sind freut mich sehr, denn es ist abscheulich, wie der Homo Sapiens mit seinen Mitbewohnern unserer Biosphre umgeht. Konkretes zum Thema Zoo: Ich mag mich schon als Kind erinnern, dass ich jedesmal ein ungutes Gefhl hatte nach dem Besuch eines der Riesenzoos wie Zrich und Basel. Da standen Tiere, Lwen, Tiger, etc. vor Dir in einem Kfig, und liefen einfach hin und her, als ob sie spinnen wrden. Wenn man dann im Fernsehen das echte Leben dieser Tiere zu sehen bekam,
konnte man feststellen mit was fr einer Taktik und Geschwindigkeit diese Tiere in der Natur fhig sind, Beute zu fangen. Auch sind in letzter Zeit vermehr, unter anderem natrlich wegen Fossey, Beitrge ber Schimpansen, Gorillas und Orang Utahs in deren natrlichen Umgebung in Afrika gesendet worden. Da kann ich Ihnen nur sagen: Keine der Zoohaltungen ist tiergerecht, egal ob in Zrich oder Basel. Aber was ich an Ihnen besonders bemngle, ist dieser Einzelfall eines Kleinzoos mit dem Bren Mario.

Folgende Gedanken zu Kleinzoos: Sie empfehlen den Tierpark Langenberg, ja ich gebe Ihnen recht, ein Zoo mit diesem, vorwiegend einheimischen Tierbestand ist mir lieber als ein Grosszoo, der aus Prestige fr Stdte wie Zrich und Basel gehalten und untersttzt werden. Aber auch das neue Brengehege in Adliswil ist mit 100000 Franken untersttzt worden, davon knnten die nahezu am armengenssigen Limit lebenden Friedlis nur trumen. Sie haben ihrem Bren den neuen Kfig selber bezahlt. Und noch etwas zu kleinen lokalen Zoos: Um nach Rfenacht zu fahren, sattelt unsere Familie die Velos, es ist eine angemessene Distanz von etwa 10 km und ein schner Sonntagnachmittag. Um nach Zrich oder Basel zu gelangen, muss ich wohl das Auto nehmen. Doch die Kinder haben Freude an den Tieren, auch wenn sie nicht alles im Detail verstehen. Da muss man sie eben aufklren. Ich bin einverstanden, dass ein Br im Format von Mario im Hasel nichts zu suchen hat, finde aber, dass Sie sich bei der
Fam. Friedli entschuldigen sollten, denn sie haben nur das Beste aus diesem Zoo zu machen versucht. Denn vor ihnen war der Zustand um einiges schlimmer. Es gibt brigens zum Glck noch weitere kleine Zoos in unserer Umgebung, die gar nichts mit nicht-artgerechter Haltung zu tun haben, ganz einfach deshalb, weil sie nur einheimische Tiere halten. Ich denke da z.B. an Zurzach und an Roggenhausen.

Was ich dem Haselzoo empfehlen wrde: Keine Raubkatzen, keinen Br, dafr Zutritt der Kinder zu den Zwerggeisslein wie in Zurzach oder in La-Chaux-de-Fonds, ein Zoo brigens, der vom Zustupf der Schweizerischen Landeslotterie lebt, wovon, um dies nochmals zu erwhnen, Friedlis nur trumen knnten. Summa Summarum: Abschaffung aller nicht tiergerechten Haltungen in allen Zoos und Becken auf der Welt. Frderung der Einrichtungen fr unsere Kinder mit gezielten Einrichtungen fr Tiere wie Zwerggeissen, Schweine und andere heimische Tiere, um das Verstndnis zu frdern. Weiter: Sofortiges Aufhren mit der Beschimpfung von Zoohaltern wie Friedlis, die weiss Gott nur das Beste versucht haben, und dabei sicher nicht reich geworden sind. Dass der Rest Ihrer Ttigkeit in meinen Augen brigens einen ganz anderer Stellenwert hat, sollte Ihnen hiermit auch bekannt sein. Ich finde, dass Tiertransporte wie sie in der EG normal sind, unter keinen   Umstnden weitergefhrt werden drfen, bitte bleiben sie an diesen Projekten, denn auch nur mit Fleisch glcklicher Tieren ist meine Familie happy, danke.
Walter.frei@pop.agri.ch

Ihrer Auffassung, dass in heutigen Zoos nur einheimische Tiere gehalten werden sollten, kann ich mich voll und ganz anschliessen. Im brigen bringen sie ziemlich viel durcheinander. Was die - mir unbekannten - Kosten fr den Tiepark Langenberg mit unserer Forderung nach Erlsung von Br Mario zu haben soll, bleibt schleierhaft. Ich habe nie dazu aufgerufen, Gross-Zoos oder Wildparks mit Bren zu bauen. Aber wenn jemand Bren zur Schau stellen will, dann soll er den Aufwand fr eine tiergerechte Haltung nicht scheuen oder die Sache bleiben lassen.
Ich weiss auch nicht, was Sie in der Aargauer Zeitung alles gelesen haben und offenbar auch blindlings glauben. Die Pchter des Zoo Hasel habe ich nicht "beschimpft". Ich werfe ihnen schlicht und einfach Tierqulerei vor, und dabei bleibe ich. Egal ob es Mario frher noch schlimmer hatte, kann sein heutiges Leiden durch absolut nichts gerechtfertigt werden. Man kann doch Tierqulerei nicht damit entschuldigen - und Sie meinen offenbar im Ernst, ich soll mich bei diesen gewerbsmssigen Tierqulern auch noch entschuldigen -, dass andere noch Schlimmeres tun.
Erwin Kessler, VgT


6. Oktober 1999

Auch ein Schwein ist ein Tier.
Vielleicht war es doch kein Zufall, dass "SF DRS Kassensturz" genau einen Tag nach dem "Welttiertag" die Abscheulichkeiten bei der Kastration sowie
der Couppierung von Zhnen und Schwanz  bei Ferkel ohne jegliche Betubung an die ffentlichkeit brachte. Aus beigefgten usserungen von Vertretern des BA fr Veterinrwesen  sowie  der "Swissporc" mussten Herr- und Frau Schweizer gar zur Kenntnis nehmen, dass grobe Tierquhlereien dieses Ausmasses nicht zuletzt aus Profitgier gesetzlich abgesegnet sind. Laut Tierschutzgesetz darf einem Tier kein unntiger Schmerz zugefgt werden, noch darf es in Schrecken oder ngste versetzt werden. Ausserdem ist das Tier lt. bundesrtlicher Orientierung keine Ware mehr.
Man sieht sich doch wieder vor die Tatsache gestellt, dass der aktiveTierschutz mit verschiedenen Richtlinien in der "Handhabung zum Wohle des
Tieres" vorgeht. Auf der einen Seite wird ein regelrechter Kleinkrieg gegen Bauern- und Zoohalter wie (im Fall Kleinzoo Hasel) gefhrt und paralell dazu werden vllig unntige Prozeduren ohne jegliche Betubung geduldet.
Blttert man im Kalender ein paar Monate zurck, sieht man sich sich damit konfrontiert, dass ein paar Tage vor dem Stichtag ber das neue Gesetz ber
BSE ein ganzer Stall Vieh  "abgemurkst" wurde.  Vllig unntig -   aber legal.
Warscheinlich wird aber ein Mensch mit normaler Einstellung und Respekt gegenber dem Tier die praktischen Anwendungen unseres Tierschutzgesetzes, deren Anwendung anscheinend nicht fr alle gleich ist,  auf keinen Nenner bringen knnen. Da drfte sich doch der  Braunbr Mario vom Zoo Hasel,  der anscheinend schon 18 Jahre nicht richtig gehalten  und lt. Aussage einiger Tierschtzer "traurig in die Welt schaut",  um einiges glcklicher schtzen, dass er nicht als Fleischlieferant geboren wurde, glcklicher als jene "Genossen", die in vielen Zucht- und Mastbetrieben ihr klgliches Dasein fristen und deren Ttung im Endeffekt eine "tatschliche Erlsung" darstellt.
So mancher Konsument wird sich knftig zwangslufig die bange Frage an sein Gewissen stellen mssen, ob er auf Fleisch im Grosshandel verzichten will.
R. Bircher, Oberentfelden

ber die grausame Kastration von Schweinen und das Coupieren ist in den VgT-Nachrichten berichtet worden, lange bevor der Kassensturz das Thema aufgegriffen hat. Kein anderes Tier steht andauernd so sehr im Zentrum der Arbeit des VgT seit dessen Grndung vor zehn Jahren, wie das Schwein, so sehr, dass sich die Bilder und Berichte darber bis zur Sttigung wiederholen. Bei Dutzenden von ffentlichen Schweinefabriken  hat der VgT nach hartnckigem Kleinkrieg eine Sanierung erreicht (siehe den Katalog unserer Erfolge). Und da kommt einer und findet es offenbar daneben, dass wir uns ausnahmsweise auch einmal fr einen Zoo-Bren einsetzen. Die Tragik dieses Bren ist es ja gerade, dass er nicht wie Mastschweine schon nach einem halben Jahr erlst wird. Diesen als "glcklich" zu bezeichnen, dass er nicht als Fleischlieferant geboren worden sei, ist dumm. Nach elementarsten ethischem Prinzipien ist es unzulssig, sich um weniger Schlimmes nicht zu kmmern, solange es irgendwo noch Schlimmeres gibt auf dieser Welt.
brigens, Herr Bircher, was haben SIE fr die armen Schweine getan in der Zeit, in der Sie nichts fr Br Mario taten?
Erwin Kessler


6. Oktober 1999

Tierqulerpelze im Modehaus Spengler (News 990929)

Auch bei Spengler in Zrich hat es Fchse und andere Wildpelze. Aber die Verkuferinnen wissen ja berhaupt nicht einmal, was ein Pelz ist....von Angora
ganz zu schweigen. Aber da sind ja eigenltich nicht die Verkuferinnen schuld, die fr ein Minimalgehalt diese Sachen an den Kunden, die Kundin bringen mssen. Viel mehr ist wieder einmal das Managment da drin verwickelt. Und ich mchte ja gerne wissen, woher diese Pelze kommen. Sicher nicht vom Jagdabschuss in der CH. Diese Pelze werden eh mitsamt dem Tier verbrannt und nicht weiterverwertet, da die Jger fr die Felle fast nichts mehr erhalten. Ev. nicht mal die Munition ist "dusse". Dies ist eingentlich die Schizophrenie an der ganzen Fellgeschichte. Hegeabschsse werden verbrannt und die gequlten Kfigfchse weiterverarbeitet...!
Rosita


6. Oktober 1999

Zur gestrigen Kassensturz-Sendung ber das Kastrieren von Ferkeln bei vollem Bewusstsein

Alles Psychopathen!
Ich bin geschockt ber die Grausamkeit der Schweinehalter, die ihre mnnlichen Ferkel ohne jegliche Betubung kastrieren. Fr mich sind solche Menschen Psychopathen, verhaltensgestrte und kaltbltige Verbrecher, die sich aus Profitgier zu Tierkinder-Schinder entwickelt haben. Dasselbe gilt auch fr unsere Politiker, die in ihrem heuchlerischen und widersprchlichen Alibi-Tierschutzgesetz kein Verbot fr solche Tierqulereien erlassen haben. Ich wre bereit, mehr fr Fleisch zu bezahlen, wenn die Tiere dafr artgerecht gehalten und nicht geqult wrden. Noch besser ist es allerdings, ganz auf Fleisch zu verzichten. Der Aufruf des Verein gegen Tierfabriken zur vegetarischen Ernhrung gewinnt erneut an Bedeutung: Essen darum auch Sie vegetarisch, Ihrem Gewissen und den Tieren zuliebe! Es ist leichter, als Sie denken (z.B. als das Rauchen einzustellen).
Roland Fsch

Heute  morgen hat in der sendung espresso irgendein "fachmann" im zusammenhang mit dem kassensturzbericht (kastrierung von jungen schweinen)
gesagt, dass schweine ein anderes schmerzempfinden haetten als menschen.
wenn ich solche saetze hoere, weiss ich nicht, ob ich wtend bin oder traurig, ob ich tten oder ob ich sterben will...
scheissmenschen. schweinereien? - menschereien!
dani stricker


30. September 1999

Br Mario und ein Beitrag dazu in der Aargauer Zeitung vom 29. September.

Heute Morgen habe ich mit grossem Interesse den Artikel in der Aargauer Zeitung ber den Bren im Zoo Hasel gelesen. Ich war selber krzlich in diesem Zoo und habe mich gergert ber den einsamen Bren, aber noch viel mehr ber die viel zu kleinen Raubtierkfige. Der Br hat ja vor einigen Jahren dieses Gehege neu bekommen, nachdem er vorher ein trauriges Dasein in einer Grube hatte. Trotzdem war meine Meinung auch, man knnte ihm doch ein "Gspnli" geben. Er wirkt so einsam. Allerdings stelllt sich dann wieder die Frage, ob sich diese vertragen wrden. Da sind zB 1 oder 2 Bren bei "Kpt'n Jo" in der Aarfhre in Biberstein. Die sind noch viel schlimmer dran. In einer ganz kleinen Grube, sie sehen nur den Himmel. Kpt'n Jo hatte schon mehrmals den Tierschutzverein am Hals und musste schon viele Tiere aufgeben. Aber diese beiden Bren - oder ist es nur einer? - knnte man doch umsiedeln in den Zoo Hasel.
Ruth Gloor, Seon

Das Bren-Gehege im Zoo Hasel ist schon fr ein einziges dieser grossen Tiere zu klein, erst recht fr zwei. Bren brauchen ein vielfltig gestaltetes Gehege mit Kletter-, Versteck- und Rckzugsmglichkeiten, keinen solchen "Papageien-Rundkfig" (brigens auch fr Papageie eine Tierqulerei). Rckzugsmglichkeiten sind besonders wichtig, weil Bren zeitweise ein Einzelgnger-Dasein fhren. Es ist auch zweifelhaft, ob ein 18 Jahre in Einzelhaft gehaltener Br berhaupt noch sozialfhig ist. Ich befrchte, dass er als Folge der Einzelhaft ein seelisch-geistiger Krppel geworden ist, der nicht mehr umgesiedelt werden kann. Ich bin aber dabei, solche Mglichkeiten mit Fachleuten zu prfen.
Erwin Kessler


30. September 1999

Zur News vom 23. September (Loeb und das Schchten)

Loeb hasst Etiketten, holzschnitzartige Politik und macht nur mit pragmatischen Ideen von sich reden. Als praktizierender Jude reist er in die USA zu D'Amato, um auf die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg hinzuweisen. Die Brcke, welche er bauen wollte, hielt nicht, die Schweiz wurde trotz dieser lobenswerten Intervention mit den Holocaust-Geldern in allen Bereichen ber den Tisch gezogen.
     Loeb eliminiert [in seinem Warenhaus Loeb in Bern] Kriegsspielzeuge "loeblich". Haben andere inkl. Grossverteiler schon vor ihm gemacht. Allerdings ohne solchen Gratis-Tam-Tam in der Presse. Loeb: Tiere sollen keine Sache sein. Wenn es nicht so traurig wre, drfte hier gelacht werden. Loeb als Tierfreund ist so, als wenn ein Esel dem anderen Langohr austeilt. Loeb und die Mehrheit der praktizierenden Juden, so auch Dreifuss, Feigel, [Ellen] Ringier, Schawinski und Bloch  untersttzten passiv oder aktiv das brutale Schchten unschuldiger Tiere, missbrauchen Open-Air-Veranstaltungen sogar zum Verkauf dieses Schcht-Fleisches.
      Dass Tiere ihren Bedrfnissen entsprechend zu halten sind, ist ein toter Buchstabe im Tierschutzgesetz, Artikel 2. Laut VgT- Nachrichten stellt Loeb sein Warenhaus fr den Verkauf von Kebab aus Schchtfleisch zur Verfgung. Eine in der Tat "loebliche" Angelegenheit.
      Es gengt nicht, sich mit Katzen und Hunden ablichten zu lassen. Man muss auch mit Herz zu diesen Geschpfen stehen. Aber wie die Schaufenster seines Warenhauses, ist Loeb in der Tat voller berraschungen.
Fred Bommes, Gerzensee


30. September 1999

Sehr geehrter Herr Kessler. Ich bin junger Landwirt und kann solche Anschuldigungen, wie Sie es tun, nicht verstehen. Zum Teil sind sie vollkommen ungerechtfertigt. Ich finde es einfach zum "kotzen", wie Sie unschuldigen Bauern den Ruf verderben! Die Realitt ist doch, dass nur noch selten Tiere misshandelt werden. Und sie wollen am liebsten alle Bauern dazu zwingen aufzuhhren. Schnell eine kleine Frage, finden Sie es gut, wie Sie vorgehen?
Flugbltter verteilen, wenn ein Bauer die Khe nicht auf die Weide lsst? Ich finde es fast wie ein terroristischen Akt. Sie, mit Ihrer Propaganda, wollen nur eines: Keine Milchproduzenten mehr in der Schweiz. Mein Vater zum Beispiel hat einen biologisch gefhten Betrieb mit 25 Milchkhen. Diese knnen Tag und Nacht frei im Stall rumlaufen und knnen jeden Tag auf die Weide. Und den Khen geht es schlecht, behaupten Sie? Wenn sie es nicht glauben, knnen Sie ruhig mal vorbeischauen. Waren Sie schon eimal in Italien? Knnen Sie sich vorstellen, wie es den Khen dort unten geht? Ich denke unseren Khen geht es bessr. Denn ich habe einen Betrieb besichtigt mit 350 Milchkhen, eng aneinandergedrngt im einem berbesetzten Laufstall, unbelftet, es herschten Temperaturen weit ber 35 Grad. Das finde ich Tierqulerei.
Mit freundlichen Grssen. Thomas Joss, renejoss@hotmail.com

Kommentar der Forum-Redaktion:
Diese Zuschrift ist typisch und zeigt exemplarisch, warum wir es schon lange aufgegeben haben, an die Einsicht der Tierhalter zu appellieren. Gegen so dmliche Argumente kmpfen Gtter selbst vergeben. Da hilft nur noch Konsumboykott tierischer Produkte. Dieser Jungbauer nimmt doch tatschlich Kollegen in Schutz, die ihre Khe nicht weiden, und beklagt dann sogleich, unsere Tierschutzkampagnen wrde dem Ansehen unschuldiger Bauern schaden. Wer sich mit Tierqulern solidarisiert, der ist selber einer, auch wenn sein Vater vielleicht einen tierfreundlichen Betrieb hat. Im brigen kritisieren wir tierfreundliche Bauern nicht, aber solange diese nur eine kleine Minderheit darstellen, richten wir unsere Kampagnen nach der grossen Masse der gewerbsmssigen Tierquler, nicht nach ein paar Vorzeigebetrieben. Dass es nach Jungbauer Joss angeblich nur noch selten Missstnde geben soll, zeigt die tierschtzerische Blindheit dieses Unschuldsengels, der nach Jahren jung sein mag, aber alt im Denken. Darum einmal mehr: "Pflanzenmargarine statt Butter - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe" (Kleber erhltlich im VgT-Shop).


29. September 1999

Vegetarier-Diskriminierung im Restaurant "zur Mhle", 7306 Flsch/GR

Whrend eines Gesprchs mit einer Einwohnerin aus Hedingen, die durch die Aktion gegen den Hediger Bauer Baumann auf uns aufmerksam geworden ist, erzhlt sie mir viele kleine Geschichten, die ihr im Alltag als Tierfreundin und Vegetarierin passieren. Hier ist eine davon:

Vor einem Ausflug ins Graubnden (vor ca. 2 Jahren) bestellt die Frau telefonisch einen Gemseteller beim Restaurant "zur Mhle", Pchter: Blum Beat, 7306 Flsch/GR, Tel 081 302 10 54, Fax 081 302 71 58. Dieses Restaurant – ich habe nachgefragt – ist berhmt fr seine Kochknste und hat 17 Punkte und Michelin(?) - Sterne eingeheimst. Die telefonische Anmeldung deshalb, weil es damals und auch heute noch nicht berall selbstverstndlich ist, vegetarisch zu essen. Am Abend fllt ihr auf der Speisekarte das Tierquler-Produkt Gnseleber auf. Sie fragt die Serviertochter hflich und ohne sich irgendwie im Ton zu vergreifen, warum dieses Restaurant dieses Produkt anbietet, sie knne das nicht verstehen, das sei doch Tierqulerei.  Die schnippische Antwort der Serviertochter: "Die Gourmets wnschen dies halt so, in einem Gourmet-Restaurant muss das so sein". Dies war, bevor das Essen serviert wurde. Daraufhin konnte die Frau beobachten, wie die Serviertochter mit dem Chef (und wohl gleichzeitig auch Koch) tuschelte und in ihre Richtung zeigte. Der Chef grinste hmisch in ihre Richtung. Dann wurde das Essen aufgetragen. Der vorbestellte Gourmet-Gemseteller bestand aus 3-4 einfachsten Gemsesorten. Auf dem Teller war auch ein Stck trockenes Toastbrot hingeklatscht worden, damit nur sehr wenig Gemse Platz hatte. Beim Essen und wenn die Serviertochter Getrnke brachte, konnte die Frau immer wieder beobachten, dass der Chef und die Angestellte bld grinsten und in ihre Richtung schauten. Da jedoch noch Bekannte am selben Tisch sassen, wurde beschlossen, diese Vegetarier-Diskriminierung stillschweigend hinzunehmen, "dem Frieden zuliebe".  Am Schluss die Rechnung: Fr. 39.-, fr einen lppischen Gemseteller, der Preis willkrlich berechnet.
Jeder Vegetarier kann verstehen, wie sich die Frau gefhlt haben muss. Sie hat es gewagt, gegen ein Tierquler-Produkt zu protestieren und musste sich dafr diese diskriminierende Behandlung gefallen lassen. Dieser Vorfall ist wie gesagt schon lnger her. Ich habe mich aber heute 29.09.99 telefonisch erkundigt: der Pchter hat seitdem nicht gewechselt. Vegetarisch wird auch heute nichts angeboten, da das Restaurant die "klassische Kche" anbiete. Als ich aber sagte, Leber htte ich eigentlich auch gerne (was natrlich eine Lge ist!), hat man mir sofort die Gnseleber und – je nach Saison – die Entenleber(*) empfohlen. Auch einen Gemseteller knnte ich haben, wenn ich unbedingt wolle, obwohl er nicht auf der Karte stnde. Dafr wrden sie so ca. 25.- berechnen, meinte der Chef am Telefon und sie htten immer viel Gemse da. Wenn man den Chef auf das Erlebnis der Frau vor einiger Zeit ansprechen wrde, knnte er sich bestimmt nicht mehr daran erinnern. Fr die Frau jedoch war dieses Erlebnis so prgnant, dass sie erzhlt, als wre es gestern geschehen. Ich kann an dieser Stelle nur raten, was Erwin Kessler seit langem predigt: "Essen Sie vegetarisch - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe!" Meiden Sie aber auf alle Flle das Restaurant zur Mhle, 7306 Flsch.
Nicole Wyss, Hedingen
 

Anmerkung:
Ich habe den Verkehrsverein Bad-Ragaz ber diesen Vorfall informiert.
(*) Gnseleber: Man spricht in der Deutschschweiz immer noch von "Gnseleber", wenn "foie gras" gemeint ist. Foie gras heisst wrtlich Fettleber und wird durch qualvolles "Stopfen" (gewaltsames Zwangsfttern mit Hilfe einer Elektropumpe) von Gnsen (frher) und Enten (heute) hergestellt. Enten werden heute bevorzugt, da sich diese liebenswerten, duldsamen Tiere bei der bestialischen Prozedur weniger wehren.
Erwin Kessler, Prsident VgT


29. September 1999

lederschuhe

nachdem ich keine lederschuhe mehr kaufen will, erkundige ich mich zuerst im billig-schuhgeschft dosenbach nach alternativen fr damen. freundlich zeigt mir die verkuferin das zeichen, welches fr kunstleder steht. die auswahl ist gross und ich finde, was ich suche. anders verhlt es sich mit den herrenschuhen. mein freund sucht ebenfalls nach einer alternative, es kann auch etwas teurer sein und muss zu einem geschftsanzug passen. wanderschuhe oder birkenstke liegen also nicht drin. die erste enttuschung bereits bei dosenbach: nichts. kein einziges stck, was nicht irgendwo leder htte.
schuhhaus vgele:
die total demotivierte verkuferin konfrontieren wir mit der frage nach schuhen ohne leder. sie guckt etwas dmmlich und unglubig. - ohne leder? was gibt es denn da anderes? - ja, gute frau, das fragen wir ja sie! wie wre es z.b. mit kunstleder? - kunstleder? also, ich weiss nicht (guckt ins schuhregal) - wenn sie schon keine alternative zu leder haben, dann sagen sie uns wenigstens, woher das leder kommt. - WAS?? woher das kommt? also...hm...h...also, ich glaube aus italien oder so. - sie GLAUBEN? - ja...bin aber nicht ganz sicher. - das mchte ich aber genau wissen. - das weiss ich doch nicht, wir stellen ja die schuhe nicht hier her. - ach nein, was sie nicht sagen, dass sie keine schuhmacherin sind, darauf bin ich auch schon gekommen! (etwas ungehaltener ton meinerseits). sie rauscht nun ziemlich pikiert ab und kommt dann prompt mit 2 stck kunstlederschuhen zurck. leider nicht passend zu einem anzug.
schuhhaus bata:
- hallo, haben sie schicke schuhe ohne leder? - hmm...ohne leder? (guckt doof) - ja, genau. ohne leder. - also, nein, das haben wir hier nicht. - gut, woher kommt denn ihr leder? - (guckt noch doofer) das weiss ich doch nicht. - wissen sie nicht? dann holen sie doch bitte mal ihren chef. (holt die filialleiterin)
- hallo, haben sie schuhe ohne leder? - nein, haben wir nicht (gequltes lcheln)   - woher kommt ihr leder? - aus italien, spanien, portugal - aha? - ja, und die billigen aus fernost. - hmmm... - ja, aber es gibt halt keine alternative zu lederschuhen   - gibt es nicht? ich trage zuflligerweise grad welche - aber die sind nicht gesund fr die fsse - UND IHRE LEDERSCHUHE SIND NICHT GESUND FR DIE TIERE! sie rauscht ab.
schuhhaus pasito, metalli zug:
- hallo, haben sie schuhe ohne leder? - nein, haben wir nicht - woher kommt ihr leder? - hm....hhh...das weiss ich wirklich nicht  - genau das mchte ich aber wissen (sie verzieht sich durch eine hintertr und kommt mit einem blatt papier zurck) - hier (schnippisch und etwas arrogant) schauen sie sich das an! wir lesen das infoblatt zu lederschuhen. das leder kommt aus spanien und italien. die bedingungen fr die arbeiter seinen supertoll und man
beute wirklich niemanden aus. dies sei die philosophie des schuhhauses. - hier steht aber nichts von tieren - TIEREN? (unglubiger blick) - ja...wie steht es denn um die ausbeutung der tiere? (die vermutliche filialleiterin erscheint und mischt sich ein) nun fngt ein geschwafel ber gutes leder, gesunde fsse, schweissfsse in kunstlederschuhen und sogar viehwirtschaft an. - ja, wissen sie, das leder stammt von rindern, die in rinderherden gehalten werden (die filialleiterin) - ach so. mehr wissen sie nicht? - nein, aber ich akzeptiere natrlich ihren persnlichen entscheid, keine lederschuhe zu tragen - das ist aber schampar flott von ihnen!

hast jemand einen einen tipp fr uns, wo wir schuhe fr meinen freund herkriegen, die kein leder haben? es sollten wie gesagt elegante schuhe sein, die zu einem anzug getragen werden knnen.
merci und schne tag.  nicole

Klassische Halbschuhe, Arbeits- und Wanderschuhe aus nicht-tierischem Material (vegan) gibt es im Vegetarian Shoe Imports, 4652 Winznau, Tel+Fax 062 295’10’18.


27. September 1999

Br Mario

Liebe Marlne, habe Deinen Bericht ber Mario gelesen. Er ist wirklich sehr eindrcklich geschrieben und geht unter die Haut. Bleibt nur zu hoffen, dass wir bald etwas fr diesen armen Kerl erreichen knnen. Aber wenn der VgT erst mal ein Tierschicksal angepackt hat, gab's ja bis jetzt frher oder spter fast immer ein Happy-End, oder?
Liebe Grsse. Peter


26. September 1999

Lieber Spenden an den VgT statt Kirchensteuer

An die Kirchgemeinde Hedingen, 8908 Hedingen
Sehr geehrter Herr Streit.
Besten Dank fr die Besttigung meines Austrittes aus der Kirche. Ich wnsche keinerlei Kontakt mit Ihnen oder einem Pfarrer und brauche auch kein Gesprch mit der Kirchenpflege. Einzig mchte ich Ihnen trotzdem noch den Grund fr meinen Austritt aus der Kirche bekannt geben auch wenn ich nicht wirklich hoffe, auf Verstndnis zu stossen. Ihr Satz: „Die Kirche kann so vielfltige Aufgaben im Dienste der Mitmenschen erfllen – auch in unserer Gemeinde“ stsst mir sehr sauer auf. Ich frage Sie, Herr Streit, hren die Aufgaben der Kirche im Namen Gottes bei den Mitmenschen auf? In den Klstern Einsiedeln und Fahr findet bis heute – und im Namen Gottes – belste Tierqulerei statt. Pferde werden in alten, nicht mehr dem Tierschutzgesetz entsprechenden Stllen gehalten, Schweine ihr Leben lang eingepfercht, Khe sind stndig angebunden, Munis haben keinen Auslauf. Bei den frommen Abgeordneten Gottes trifft man auf kein Gehr wenn man sie auf diese Misstnde aufmerksam macht. Der Tierschutzverein „Verein gegen Tierfabriken VgT“ wird verklagt, weil er nicht die Augen schliesst vor derartiger Tierqual, weil er die Stimme fr die armen Kreaturen erhebt, die absolut nichts von Gottes berhmter Gnade merken. Nein, Herr Streit, diese Machenschaften kann ich nicht finanzieren. Gerne verzichte ich daher auch auf Dienstleistungen der Kirche wie Trauung oder Beerdigung, wenn ich so meinen lieben Nchsten, den Tieren, helfen kann.  Dies ist nur ein kleiner Protestschrei, ich weiss. 
Meine Kirchensteuer, die ich nun einsparen knnte, wird jetzt nicht mehr fr grosse, leere Worte benutzt, wie dies bis anhin der Fall war. Sie wird jetzt fr Taten gebraucht, - fr grosse und kleine - die das Tierelend auf dieser Welt lindern helfen. Ich wnsche mir, dass mit dem Geld den Schweinen des Klosters Fahr Stroh gebracht wird – damit sie einmal im Leben darin herumwhlen knnen – bevor ein Mnch das enge Verlies wieder subert und die Schweine auf dem kalten, nassen Boden zurcklsst...  Sie werden sagen: aber das passiert doch nur in der katholischen Kirche! Ich sage Ihnen, dass dies fr mich keine Rolle spielt. Solange unter dem Namen „Kirche“ derartige Tierqulerei geduldet wird, kann ich es nicht mit meinem guten Gewissen
vereinbaren, einen solchen Verein zu untersttzen.
Mit freundlichen Grssen
Nicole Wyss

Anmerkung:
Im Kloster Fahr hat der bisher stndig angebundene Muni dank der hartnckigen Kritik des VgT inzwischen eine Freilaufbucht erhalten und die Khe erhalten nun das ganze Jahr - auch im Winter - Auslauf. Die Anbindehaltung der Pferde im Kloster Einsiedeln ist zwar eine Tierqulerei, die aber - wie fast alle blichen   Tierqulereien - von der Tierschutzverordnung nicht verboten ist. Was wir den Klstern hauptschlich vorwerfen, ist, dass sie Gesetzeslcken schamlos ausntzen, um empfindsame Lebewesen schlecht zu behandeln. Welchen Zweck hat ein klsterliches Leben, wenn kein Mitleid mit leidenden Geschpfen Gottes entwickelt wird? Worin unterscheiden sich solche Klosterleute von Heiden und Barbaren?
Erwin Kessler


25. September 1999

Erster Teilerfolg fr den Verein zum Schutze der bedrohten Wildtiere:
Am 24. August 1999 fhrte der neue Verein vor dem Grossratsgebude in Aarau anlsslich der Fraktions-Ausflge eine Kundgebung zugunsten der arg bedrohten Feldhasen durch. Und siehe da : Alle berichteten darber (Tageszeitungen, Radio und Regional-Fernsehen Tele Ml ). Nur Tage darauf reichte eine beherzte, verstndnisvolle und zukunftsorientierte Grossrtin zusammen mit ca 40 weiteren unterzeichnenden Grossrtenlnnen ein Postulat an den Regierungsrat ein. Nun hoffen wir ebenso auf einen solch verstndnisvollen Regierungsrat. Dessen Antwort wird in 3 - 4 Monaten erwartet. Es wre frwahr das schnste Weihnachts-Geschenk fr die vom Aussterben bedrohten Feldhasen, wenn sie nun endlich - wenigstens im Kt. Aargau, neben Bern, Freiburg und Genf - geschtzt wrden. Sie stehen schon lngst auf der roten Liste der bedrohten Wildtiere. Am 19. November 20.15 Uhr findet im Bahnhofbuffet Aarau 1. Stock die zweite ffentliche Versammlung des Vereins statt. Alle Tierschtzerinnen sind freundlichst eingeladen. Schwerpunkt: Thema Igel. Geschtzt und doch gefhrdet. Der Verein zeigt einen ca. 1-stndigen Video-Film ber das Igel Leben.
Peter Suter, Verein zum Schutz der bedrohten Wildtiere, Postfach 4245, 5001 Aarau


22. September 1999

Zwei VgT-Mitglieder haben auf einer Wanderung im Kanton Nidwalden eine M-Sano-Schweinemast entdeckt:

wiesenberg2.jpg (229173 Byte)   wiesenberg1.jpg (261081 Byte)  wiesenberg3.jpg (265161 Byte)

Wir haben auf einer Wanderung  in Wiesenberg, zwischen Dallenwil und dem Stanserhorngipfel, diesen Bauernhof mit Schweinen entdeckt. An der Stallmauer ist ein Plakat, das angibt, dass dieser Schweinbetrieb im Rahmen des Migros-Sano-Plans gefhrt wird. Die Schweine sind in einem kleinen Hof mit Betonboden ohne Stroh gehalten, obwohl es rundherum kilometerweit leere grne Wiesen gibt. Der Aussenhof ist in drei kleinen Flchen unterteilt, wobei die Schweine anscheinend in nur einem Teil die Mglichkeit haben, in den Stall zu gehen. Wir sind der Meinung, dass diese Situation nur lcherlich die Bio-Richtlinien befolgt und dass sie sich im Bereich des Kundenbetrugs bewegt, abgesehen von der unntigen Tierqulerei.
T.N., Adliswil

Antwort:
Ich verstehe eure hohen Erwartungen an Bio-Betriebe, wobei es sich ja hier nur um einen M-Sano-Betrieb handelt, nicht um einen Bio-Betrieb (Migros arbeitet gerne mit konsumententuschenden Bezeichnungen). Aber egal unter welchem Titel hier produziert wird: Schweine sind schwierig gewerbsmssig und artgerecht zu halten. Der Betrieb hier gehrt schon zu den Besseren (vorausgesetz, dass es im Liegebereich im Stall Stroh hat). Alle angeblich tierfreundlichen Label-Schweinehaltungen sind Kompromisse, die ich persnlich nicht akzeptieren kann. Solches Fleisch wrde ich sicher nicht essen. Hingegen kann ich solche Betrieb auch nicht gross kritisieren, ich laufe sonst Gefahr, dass meine wichtige Kritik an katastrophalen Zustnden in den Schweinefabriken nicht mehr glaubwrdig wirkt, weil ich an "allem etwas auszusetzen habe und wohl wieder einmal bertreibe".

Einen hnlichen Fall habe ich brigens krzlich trotzdem kritisiert, weil die Verantwortlichen einen absoluten Quatsch ber dreckige Schweine geschrieben haben und ich einfach reagieren musste. Diesen Betrieb habe ich brigens schon einmal saniert: vor Jahren war er voller Kastenstnde, bis ich eine meiner blichen Angriffe auf diesen tierqulerischen Thurgauer Staatsbetrieb losliess, worauf die Regierung zuerst alles dementierte und spter dann sanierte - wie blich. Mit den heutigen, unbefriedigenden Verhltnissen dort muss ich relativ zufrieden sein. Nicht, dass ich das gut heissen wrde, aber ich kann dagegen nicht laut zu Felde ziehen, solange es berall in der Schweiz von ganz grsslichen Schweine-KZs wimmelt. So "gut" wie der Betrieb in Wiesenberg ist nur etwa 1 von 100. Auch unter den M-Sano-Betrieben gibt es deutlich schlimmere.

Darum lande ich immer wieder beim gleichen Schluss: ESSEN SIE VEGETARISCH  - IHRER GESUNDHEIT UND DEN TIEREN ZULIEBE! Und wer einfach nicht ganz auf Fleisch verzichten kann, der mge sich wenigstens Bio-Weide-Rindfleisch besorgen und auf jeden Fall Schwein- und Geflgelfleisch meiden, ebenso Fisch, Kaninchen etc. Die Rindviehhaltung ist (neben der Schafhaltung) die einzige, die aus kologischen Grnden berhaupt sinnvoll ist und auf vernnftige Weise artgerecht betrieben werden kann und immer fters auch wird.
Erwin Kessler, Prsident VgT
 


21. September 1999

Wer mag fantastische Tierfabeln? Diana Sasse hat uns eine ihrer Geschichten zugestellt: http://members.tripod.com/gifmaniac/fahry.htm


21. September 1999

Auf Vorstoss von Nationalrat Loeb luft ein Gesetzgebungsverfahren mit dem Ziel, Tiere im Recht nicht mehr als Sachen, sondern als "lebende und fhlende Mitgeschpfe" zu behandeln.

Zum Bericht im 'Blick' heute von Eduard Mader "Fr die Katz". Wie ich nicht anders erwartet habe, gilt ein solcher Gesetzesvorschlag offensichtlich nur fr "Bello" und "Schnurri" oder kann mir der FDP Nationalrat Francois Loeb bitte mal den Unterschied zwischen einem Schwein (oder Rind) und einer Katze oder einem Hund erklren. Um die Antwort vorweg zu nehmen: Abgesehen davon, dass die meisten Menschen das Schwein lieber in Scheiben auf dem Teller sehen, muss man nach der heutigen Wissenschaft davon ausgehen, dass Schweine vermutlich sogar intellegenter sind als Katzen und Hunde. Unseren vollkommen berzchteten und verhtschelten "Schnubsies" und "Hassos" geht es ohnehin viel zu "gut". Es wre angebracht, mal etwas im Bereich der Nutztiere zu unternehmen, denn hier haben wir das wahre Leiden.
Michael Wernke, Hedingen

Zum Thema: news 990923


19. September 1999

"mehr gelesen in Deinen Seiten" hiess das heutige mail von Jakob Brem:

hallo Erwin, unfassbar, das mit Australien. Hornansatz abbrennen ist schon grausam genug und vllilg unntig, aber das??? Ich verstehe, dass Du radikal und unnachgiebig geworden bist gegen die Tierschnder. Wette, diese Ungeheuermenschen gehen manchmal noch zur Kirche! Am liebsten htte ich (es war nach Mitternacht) in die Nacht hinaus geschriehen vor Entsetzen! Deine Berichte haben mich zu mehr Einsatz gegen Tierschnderei "gezwungen". Das erst Msterchen kannst du in meiner neugestalteten Page http://www.belletristik.ch unter Satire nachlesen, wenn Du Zeit und Lust dazu hast. Uebrigens stehen in allen meinen sieben Bchern Seiten ber Tiere. Ich werde noch mehr Schreiben ber Tierrechte in meiner Satireseite, die ich nun selber gestalten gelernt habe, aber gegenwrtig habe ich mit "gut-zum-Druck-lesen" zu tun, da meine neusten drei Bcher an der Frankfurter Buchmesse sein werden im Oktober. Du sollst aber wissen, dass sich - vorallem unter jungen Menschen - viel ndert gegenwrtig in Bezug auf Tiere und Vegetarismus. Uebrigens in Tschechien gibt es, selbst in kleineren Orten in jeder grsseren Gaststtte vetegtarische Menues auf den Speisekarten, und das fr 3-4 Schweizerfranken incl. Wein, Kaffe, und Dessert! Uebrigens Du mit Deinen organisatorischen Mglichkeiten knntest vielleicht mal kleine Kleber fr Biefksten und grssere fr hinten auf das Auto (wer eins haben muss...) mit den Worten: AUCH ICH ESSE KEIN FLEISCH. drucken lassen und zum Verkauf anbieten.
Mit besten Wnschen und Grsse Jakob Brem

Die Anregung betreffend Kleber werden wir gerne prfen. Jetzt schon zur Auswahl stehen geeignete Autokleber ESSEN SIE HEUTE VEGETARISCH und I LOVE VGT, siehe im VgT-Shop.


19. September 1999

An Herr Markus Mahler, Landwirt, "Ferien auf dem Bauernhof"
Schrliwald
8174Dussnang 

Hallo Herr Mahler, 

Sie haben dem VgT vor einiger Zeit eine Spende von 15 Rp zukommen lassen. Wir danken Ihnen - nein, nicht fr diese schbige Spende, sondern dafr, dass Sie uns auf Ihren Hof aufmerksam gemacht haben. Nach einem Augenschein kennen wir jetzt die Ursache Ihres schlechten Gewissens, das Sie angetrieben hat, uns Tierschtzer mit Postkonto-Spesen zu schikanieren. Bei unserem Augenschein am 18. September fanden wir ein Kalb allein in einer dreckigen Bucht fast ohne Stroh, wo es auf dem nassen, rutschigen Boden leben muss. Die Stroheinstreu ist so schbig wie Ihre 15-Rappen-Spende! Und ein so schbiger Mensch bietet "Ferien auf dem Bauernhof an". Happert es etwas mit der Kundschaft? Die mgliche Ursache kennen Sie jetzt. Oder finden Sie genug dumme Stdter, die gedankenlos alles romantisch finden, was Sie ihnen mit Ihren Tieren vormachen? Da gibt es wohl Aufklrungsarbeit zu tun fr uns. Als erstes ist das vorliegende Schreiben an Sie jetzt schon im Internet (www.vgt.ch/forum/forum_1999.htm), damit die ganze Welt lesen kann, was mit Landwirt Markus Mahler im Schrliwald los ist.

brigens: warum durfte dieses Kalb nicht zu den anderen auf die Weide? Wohl weil es "nur" ein Mastkalb ist, das sowieso geschlachtet wird. Dieser Schlachtware gesunde Bewegung im Freien zu gnnen wie den wertvolleren Aufzuchttieren, lohnt sich nicht. Einsam und allein in einer kleinen, einstreulosen Bucht, wo jede jugendlich-impulsive Bewegung dises Jungtieres durch den nassen, glitschigen Holzboden verhindert wird, das reicht fr Schlachtware.  

Nicht alle Lebewesen auf Ihrem Bauernhof haben schne Ferien, einige haben Gefngnis. 

Wenn Sie darauf eine anstndige, sachbezogene Antwort haben, setzte ich diese gerne auch ins Internet. 

Mit freundlichen Grssen
Erwin Kessler, Prsident VgT Schweiz


18. September 1999

Zur Affre des Hedinger Landwirts Baumann, der seine Khe nie weidet und zur Verleumdung eines Anwaltes, die sich Erwin Kessler wegen seiner Kritik gefallen lassen musste (zum Anfang der Forum-Beitrge zum Thema):

Leserbrief an den Anzeige von Affoltern

Ich verfolge die ganze Geschichte um den VgT und den Bauern, der seine Khe nicht weidet, seit Anfang an. Zum Leserbrief von Hr. Hegetschweiler gibt es aus meiner Sicht einige Unklarheiten. Zu Beginn des Schreibens reklamiert Hr. Hegetschweiler die Vermischung von Sachverhalten. Anschliessend lsst er sich ber das Privatleben von Dr. Kessler, Prsident Verein gegen Tierfabriken, aus - nicht ohne zwischendurch immer wieder zu betonen, dass er keine Ahnung hat, wie dem vorhandenen Tierleid entgegengewirkt werden kann. Anschliessend bringt er noch das Thema Wahlen auf den Tisch. Eine gelungene Mischung! Nun liest sich dieser Brief fr mich wie ein persnlicher Rachefeldzug von Hr. Hegetschweiler gegen Dr. Kessler und nicht wie ein objektiver Beitrag zum eigentlichen Thema. Es besteht absolut kein Zusammenhang zwischen einem Tatsachenbericht ber Tierhaltung und Unwahrheiten ber das Privatleben von Dr. Kessler. Hier geht es auch nicht um Dorfgemeinschaft und um "anstndige Grossvter", sondern um Tierleid, welches tagtglich vor unseren Augen passiert. Schauen Sie nicht weg, suchen Sie keine Ausreden! Die Tatsache, dass die Khe des Betriebes Baumann nicht geweidet werden, kann und wird niemand abstreiten. Wenn Hr. Hegetschweiler seine Mandanten hnlich zielgerichtet betreut wie er auf einen sachlichen Bericht einzugehen versteht, dann bin ich froh, mich vor drei Wochen bei der Wahl zwischen ihm und einem Kollegen gegen ihn entschieden zu haben.

Michael Wernke, Hedingen


17. September 199

Sehr geehrte Damen und Herren, Ihre Werbeslogans in Bezug auf artgerechte Tierhaltung in Eurer Site sind gut gemeint. Aber das mit der Umsetzung ist die andere Sache.

Ein Erlebnis am 17. Sept. 1999, 12.00h:
Ich fahre fast tglich von Tgerschen nach Winterthur, kurz vor Sedel an einem Bauernhof vorbei. Der Bauer zeigt ab und zu guten Willen in Bezug auf gute Tierhaltung. Er bindet ein ganz junges Kalb draussen mit einem ca. 1m langem Strick an einem Pfahl, mitten auf der Wiese in der Sonne vor seinem Hof an. Die Wiese ist elektrisch und mit einem Holzhag eingezunt und ist ca. 7 mal 7 Meter gross. Alle die vorbeifahren sehen das angebundene Tier, das sich sichtlich unwohl fhlt weil der Strick so kurz ist. Das Tier will sich befreien aus dieser Lage und geht rckwrts der Strick strafft sich. Kein
entrinnen auf alle Seiten, geschweige Wasser trinken! Wenn ich dieses Tier so sehe bekomme ich sofort einen Schweissausbruch und fhle mich
jmmerlich. Ich kann das nicht verstehen. Ist das normale Tierhaltung, oder etwa schon eine etwas bessere, weil ich nicht hinter die Kulissen sehen kann?
Ein Kalb ist doch ein bewegungsfreudiges Tier, das umherspringen will.
Ich kenne einen Bauern der alle seine Khe, Klber, junge Stiere miteinander auf die Weide lsst und das jeden Tag das ganze Jahr. Auch seine Schweine knnen, bis diese zum Metzger gehen, den ganzen Tag auf einer grossen Wiese den Boden umgraben, aber das ist eine ander Sache.
Ich weiss es ist schwierig mit dieser Tierhaltung, man kann es einfach nicht allen recht machen. Man muss eben doch Kompromisse machen und
akzeptieren.
Mit freundlichen Grssen
Cornelia Widmer, Tgerschen

Kommentar:

1. Der VgT hat keine Werbeslogans in Bezug auf artgerechte Tierhaltung. Unsere Slogans empfehlen vegetarische Ernhrung. Diese lsst sich ohne angebundene Klber verwirklichen.

2. Der geschilderte Fall eines an einem Pfahl angebundenen Kalbes ist eine klare Tierquler, aber leider vom Bundesrat unter Missachtung des Tierschutzgesetzes noch bis Ende Juni 2002 erlaubt. Viele Tierqulereien werden halt noch lange oder auf ewig erlaubt. Unsere Landesregierung hlt sich nicht an die vom Volk beschlossenen Gesetze, wenn diese dem herrschenden Filz nicht passen (Tierschutzgesetz, Alpeninitiative, Konsumentenschutzgesetz etc) Deshalb empfehlen wir vegetarische Ernhrung.

3. Nein, man muss keine solchen Kompromisse machen. Die Tiere sind artgerecht zu halten; das schreibt das vom Volk beschlossene Gesetz vor. Es wre nicht ntig, dass der Bundesrat in gesetzwidriger Weise Tierqulereien zulsst. Niemand muss Tiere halten, der sie nicht artgerecht halten kann, weil nmlich auch niemand tierische Lebensmittel essen muss. Es gengt, wenn diese Genussmittel nur soweit zur Verfgung stehen, wie sie anstsndig produziert werden knnen. Was schwierig sein soll mit der Tierhaltung und Kompromisse erfordert, geht aus der geschilderten Beobachtung nicht hervor. Ein Kalb muss nicht angebunden werden; ein Zaun gengt. Ganz einfach.

Ich werde gelegentlich hingehen und den Strick durchschneiden. Gibt vielleicht ein Busse wegen Sachbeschdigung. Na und? Jemand muss es schliesslich machen, sonst ist es endgltig nicht mehr lebenswert auf dieser verschissenen Welt. "Man muss eben doch Kompromisse machen" ist eine gar einfache Lebensphilosophie, besonders wenn sinnloses Elend als "Kompromiss" verdrngt wird.

Danke trotzdem fr die Beobachtung, Cornelia.
Erwin Kessler


16. September 1999

Zur Flugblatt-Aktion gegen den verlogenen Solothurner Tierschutz-Inspektor Kummli:

Lieber Herr Kessler, Respekt vor Ihrem Flyer. Ich finde keine Worte zu dieser Tatsache. Weiss aber nur, dass ich bereit bin eine deftige Aktion zu starten!
Zu meiner Person, Ich heisse Fabienne Lthi, wohne in Biberist und bin 21 Jahre alt. Bitte teilen sie mir schnell mit, wie ich etwas beitragen kann.Ich bin
graphisch begabt und habe viele verschiedene Kontakte zu tatkrftigen und hilfereichenden Personen.
Mit freundlichen Grssen Fabienne Lthi


14. September 1999

Zur Diskussion ber das Schchten mit Jakob Brem (zum Anfang):

Hallo Jakob,
noch eine Frage, die mich wirklich interessiert, die du aber - weil persnlich - natrlich nicht zu beantworten brauchst: So wie ich dich verstanden habe, bist du jdischer Abstammung. Ist das der einzige Grund, dass du dich als Jude bezeichnest? Ich bin christlichr Abstammung, aber schon lange aus der Kirche
ausgetreten und jetzt nicht mehr Christ. Die Glaubensfreiheit berlsst es dem freien Willen jedes Individuums, welcher Glaubensgemeinschaft es
angehren will. Nur Hitler machte Menschen fr ihre Abstammung verantwortlich! Und wie! Das war echt teuflisch. Umso weniger verstehe ich, dass sich oft Menschen noch als Juden bezeichnen, die sich absolut nicht um den jdischen Glauben kmmern. Und ich kann mir echt nicht vorstellen, dass ein denkender Mensch wie du den Schwachsinn ernst nimmst, der im Talmud steht. Diese Frage beschftigt mich schon lange, seit ich wegen dem Schchten
gezwungen wurde, micht mit dem Judentum zu befassen. Deine Antwort wrde mich deshalb echt interessieren. Werde ich nicht ohne deine Erlaubnis im
Forum verffentlichen.
Herzliche Grsse Erwin Kessler

Hallo Erwin,
Das ist eben der Erwin, von "Schwachsinn im Talmud" spricht er, aber auch von Schwachsinn der Nazis. Wo man etwas von Dir sagt, kommt die
Warnung "pass auf, das ist ein Rechter!" Trotzdem lege ich mich im positiven Sinne an mit Dir (Euch), A, weil ich nicht alles glaube was man sagt und B,
weil ich weiss, was die Leute von mir reden, nur weil ich Tiere und Menschen hher bewerte, als Brsenkurse und vorallem weil ich ein Ketzer bin.
Und nun zu den Juden. Jude ist jemand erbmssig, blutmssig. Zum katholischen oder reformierten Glauben kann sich "bekehren" wer will. Gut, das kann man auch beim jdischen und islamischen Glaube. Ich persnlich halte nicht viel von Glaubensbekenntnissen. Ich bin auch aus dem Kath. Glaube ausgetreten und mit dem jdischen Glaube knnte ich auch nichts anfangen. Jude blutsmssig sein interessiert mich desshalb, weil das jdische Volk jahrhunderte lang ein
verfolgtes Volk war. Ob das Gottes Rache war, weil sie Jesus killten, der ja auch ein Jude war!, weiss niemand. Auch andere, verfolgte Rassen, sind
tchtig, denn wer immer nur zu Hause hinter dem Ofen hockt, bleibt eben meistens ein beschrnkter Stubenhocker. Blutszugehrigkeit ist fr mich einerseits interessant, andererseits ein Gruel. Jede Art von Ideologie ist mir suspekt. Ideologie, Glaube, welchen auch immer, trennt die Menschen und schafft Kriege. Wir, die draussen stehen - ausserhalb von einer bestimmten Ideologie - drfen auf keinen Fall polemisieren. Ich lass den Juden ihren Talmud, den Katholiken ihre keusche Jungfrau, den kardinlen ihre Jungs, den Protestanten ihren Zwingli, den Thurgauer Pfarrherren ihr viel zu hohes Salr und das schnste Haus im
Dorf, (brigens, es gibt im Thurgau wirklich katholische Gebiete!) dem Greisen in Rom sein Privatflugzeug, aber zum Teufel, ich mchte nicht, dass die Multis langsam aber sicher die ganze Welt schleichend erobern ohne dass es irgend jemand bemerkt. Ob diese Multis und Aktionre, Juden
sind oder Christen oder - der Teufel wird schon wissen was - ist mir egal. Ich will nur nicht, dass irgend eine anonyme Macht mir vorschreibt, welches
genvernderte Tofu ich essen, welche Zahnpasta ich bentzen muss, welche Art von Tierqulerei legitimiert wird und welche Kondome ich zu benutzen habe!
He, Schwestern und Brder, egal welcher Hautfarbe, welcher Haarfarbe, ob gross, klein, dick, dnn, mit abstehenden oder anliegenden Ohren, mir kurzer
oder langer Nase, mit rasierten oder unrasierten Schamhaaren, in einem Flchtlingslager oder in einer Villa wohnend, mit Zahnspange oder dritten
Zhnen, ob Du in einer Kirche betest, in einer Mosche oder vor einem Baum - wach endlich auf. Der dritte Weltkrieg hat schon begonnen und Du hast
noch nichts davon bemerkt? Hast Du schon mal die Dummmacherei und Gleichmacherei aller Fernsehkanle der Welt wahrgenommen? Kauf nichts mehr,
was du nicht wirklich bentigst. Falls Du zu viele Fliegen in deiner Stube oder Flhe auf Deiner Liege hast, kauf kein Spray von Novartis, tte diese - von Gott erschaffenen Wesen - eigenhndig schnell und schmerzlos. Wenn Du es nicht lassen kannst, Tiere zu verspeisen, als wrst Du ein Lwe oder ein Aasgeier, dann tte diese Tiere eigenhndig. Wenn Du den Sommer lang ein Klbchen gemstet hast, mit ihm auf grner Wiese gespielt hast, dann strze
Dich an einem schnen Herbstmorgen auf das Klbchen, ffne Dein Maul, und durchbeisse mit Deinen gefhrlichen Zhnen seine Halsschlagader. Wenn Du
dich mit seinem Blut vollgesoffen hast, reisse mit Deinen Reisszhnen seinen Bauch auf und verschlinge erst mal seine Eingeweide, wie es alle Raubtiere
tun. Wenn Du das einmal lustvoll getan hast, dann gibt dir der liebe Gott sicher   eine Berechtigung, als Fleischfresser und Blutsufer Dein Leben zu fristen.
Du wirst dann erfahren, dass ein Neandertalerleben so bel nicht ist! Ja, Du siehst, lieber Erwin, ich bin wieder mal abgeschweift....
Jakob Bem
PS: Was Du mit diesem Mail tun willst, berlasse ich Dir. Du kannst Delete drcken, es ausdrucken und in den Papierkorb werfen, oder eine Kopie davon
dem Hl. Vater in Rom zustellen!!!

 

Lieber Jakob,
herzlichen Dank, ich bin absolut deiner Auffassung. Und du kannst dir wahrscheinlich kaum vorstellen, wie sensationell ich es finde, einmal mit einm Juden vernnftig ber das Schchten und alles Darumherum zu korrespondieren. Das ist (leider) total aussergewhnlich.
Ich bin auch der Meinung, jeder solle seinen Glauben haben und von mir aus auch an Unsinn glauben. Die religise Toleranz muss aber dort eine Grenze finden, wo empfindsame Lebewesen im Namen Gottes oder Allahs bestialisch umgebracht werden. Und nur darum geht es mir. Natrlich sind Christen nicht weniger brutal im Umgang mit den Tieren, aber die tun es wenigstens nicht im Namen Gottes. Deshalb gibt es auch keinen Anlass - ausser bei Klstern! - dass ich bei christlichen Tierqulern das Christentum ins Spiel bringe. Im brigen gibt es zwischen dem jdischen und dem moslemischen Schchten einen fundamentalen Unterschied: Das jdische Schchten wird von den hchsten Religionsfhrern propagiert, bei den Moslems ist es eher nur eine Tradition, denn die hchsten moslemischen Instanzen haben sich (bei einem Gerichtsverfahren in Deutschland) gutachterlich dafr ausgesprochen, dass der Koran das Betuben der Tiere nicht verbiete und im Gegenteil verlange, dass Tiere schmerzlos geschlachtet werden. Dazu kommt, dass Moslems in der Schweiz keine fhrende Gesellschaftsschicht darstellen und ihre Schchttradition eher eine Frage von Unterentwicklung gesehen werden muss, whrend Juden in der Schweiz in Wirtschaft, Kultur und Politik eine fhrende Rolle spielen und ihre ethisches bzw unethisches Verhalten viel mehr Gewicht hat. Tierqulerei muss zuerst   bei den gesellschaftlichen Vorbildern bekmpft werden. Deshalb habe ich von Anfang an tierqulerische Landwirtschaftsschulen und Klster heftiger und hartnckiger angegriffen als private Mster.
Erwin Kessler

 

liebe leute,
erst mal liebe grsse an den klugen jakob an dieser stelle... auch ich habe ber dieses thema mit einem guten freund diskutiert. er stammt aus israel und ich aus deutschland. leider sind wir uns trotz unserer persnlichen nhe bei diesem thema nicht wirklich nher gekommen. ich beobachte ebenso, wie sich der umgang mit minderheiten (immer in einer form auch extremisten) hier in der schweiz gestaltet. in buch "im bann der apokalipse" zieht stamm parallelen zwischen sog neuheiden, die rechtsextrem geartet sind, und der "veganerszene in der schweiz unter kessler", h? ebenso behauptet er von der feministischen wicca szene, die ich persnlich in berlin kannte und untersttzte, sie seien rechtsextrem-rechtsexteme anarchofeministinnen ?????? es macht mich recht betroffen, dass bcher, wie diese, die wichtig und gut sein knnten, von pseudorationellen, abgelschten typen geschrieben werden, noch so ernst genommen werden.
liebe grsse, patricia  metabaron@vgt.ch


13. September 1999

Antwort von Jakob Brem auf die Frage zum Schchten vom 24. August 1999:

Dass ich das Schchten bestialisch und barbarisch finde, ist doch selbstverstndlich. Auch Moslems schchten und in China werden selbst auf den Mrkten Tiere grausam geqult. Wenn jemand das Schchten anprangert, hat das doch nichts mit Antisemitismus zu tun. Nicht als Jude, sondern als Tier- und Menschenfreund rate ich Dir, das Wort "Juden oder Moslem" wenn mglich wegzulassen. Jede, jeder weiss, dass nur Moslems und Juden schchten. Ich habe mich schon gergert, als man einen SVP Politiker des Antisemitismus verdchtigt hatte, weil er dazu aufrief, jdische und amerikanische Geschfte zu meiden. Die SVP ist ganz und gar nicht meine Partei, aber nur weil jemand auf eine Unverschmtheit schroff antwortet, ist er noch kein Rassist. Jede Partei, jede Religion hat gute und schlechte Seiten. Religionen sind noch nicht der "Liebe Gott" und berhaupt. Der liebe Gott scheint schon lange eingeschlafen zu sein, darum mssen die denkenden Menschen die "Sache" hier unten endlich an die Hand nehmen! Das Schchten ist eine grausame Sache, aber die Mstereien sind die andere, hauptschlichste Sache. Und wo gibt es am meisten fensterlose Tierkonzentrationslager? In den katholischen Gegenden. Auch im Thurgau. Es scheint, wo am meisten von Gott geredet und dank Gott auch gute Geschfte gemacht werden, ist die Tierqulerei am meisten verbreitet.
Nebenbei: In meinen Texten schleichen sich oft falsche Buchstaben ein. Das hat damit zu tun, dass ich fast ein Monat lang im Koma lag und mein Kopf
mehr mit Kieselsteinen, als mit Hirnzellen gefllt ist. Aber ich versuche, die wenigen Millionen Hirnzellen, die mir noch geblieben sind,
bestens einzusetzen!!!
beste Grsse Jakob

Anmerkung:
Herzlichen Dank, Jakob. Schade dass nicht mehr liberale Juden den Mut haben, sich so deutlich gegen das Schchten zu wenden, dann knnte nmlich der Kampf gegen das Schchten nicht mehr als Feindseligkeit gegen die Juden insgesamt missverstanden werden.
Der Thurgau ist nicht katholisch, sondern vorwiegend evangelisch, also jedenfalls christlich, falls man das heute noch so sagen kann in einer Zeit der Kirchenaustritte und der allgemeinen Gleichgltigkeit gegenber den traditionellen Kirchen. Jedenfalls wirkt die christliche Tradition in der Schweiz noch stark nach - allerdings ohne dass die Nutztiere etwas von "Nchstenliebe" merken wrden. Wie sagte doch so treffend der grosse, krzlich verstorbene deutsche Tierschtzer Carl Anders Skriver in seinem Buch "Der Verrat der Kirchen an den Tieren":

Erstaunlicherweise landen die Christen mit ihren Gedanken immer nur da, wo die Gottlosen auch ohne Gott ankommen. Die Christen tun in allem das Gegenteil von dem, was sie sollen. Sie unterscheiden sich in keiner Weise von den Heiden.

Nach heutiger Rechtsprechung msste Skriver fr diese leider nur zu wahre Feststellung wegen Rassismus verurteilt werden. Das wird ihn aber dort, wo er jetzt ist, kaum mehr belasten.

Der Ratschlag, in der Diskussion um das Schchten das Wort "Juden" nicht zu verwenden, hre ich nicht zum ersten mal. Es ist fr mich eine Frage der Ehrlichkeit, diesen Rat nicht zu befolgen. Ich sehe nicht ein, warum jdische Tierquler derartige Sonderrechte haben sollen. Mit dem Geschrei "Antisemit" wollen gewisse jdische Kreise genau das erreichen: das Sonderrecht nicht namentlich kritisiert zu werden. Das ist natrlich praktisch. Mit solcher Immunitt kann man sich Sachen leisten, das bei anderen nie geduldet wrde. Stell dir vor, die Scientologen kmen auf die Idee grausamer Tieropfer. Kannst du dir vorstellen, wie es da im Bltterwald rauschen wrde und  gegen diese Menschengruppe noch mehr als heute zu gefhrlichen Unmenschen gestempelt wrden. (Ich befasse mich brigens nicht mit Scientology, verfolge nur, wie in der Schweiz gewisse Minderheiten behandelt werden, die niemandem etwas zu Leide tun, so wie auch die sog "Holocaustleugner" mit ihrer Geschichtskritik. Eine Gesellschaft, welche Andersdenkende und Spinner verfolgen muss, ist tatschlich gefhrdet, aber nicht von den Verfolgten!)

Auch du Jakob, kritisierst ja katholische Gegenden, in denen Tiere wie von Heiden geqult werden, nicht unter Weglassung des Wortes "katholisch", und die Tierqulereien in China kritisierst du nicht unter Weglassung des Wortes "China". Ganz Recht, aber warum soll das bei Kritik an jdischen Tierqulern pltzlich anders sein.?  D a s  wre Rassendiskriminierung. Und ich bin absolut gegen jede Rassendiskriminierung, deshalb nenne ich auch Juden beim Namen, wenn es sein muss.
Erwin

Weiter in der Diskussion ber das Schchten


13. September 1999

Zur Kontroverse um die Khe ohne Weide in Hedingen, speziell die News vom 11.9.99:

Tglich erfreue ich mich im Suliamt an weidenden Khen. Ihr Fell glnzt, die Tiere sind krftig und lebhaft. Wer sich Zeit nimmt, kann die Khe bei Ihren tglichen, natrlichen Beschftigungen beobachten: Krperpflege ist sehr wichtig und diese kann nur auf trittfestem Untergrund stattfinden, der den ntigen Halt fr die Verrenkungen bietet. Die Khe stehen in Gruppen beisammen, offensichtlich haben sie ein ausgeprgtes Gemeinschaftsgefhl. Sie helfen sich gegenseitig bei der Fellpflege - und schmusen sogar miteinander! Diese Tiere sind ganz offensichtlich empfindsame Lebewesen, die Freude und Gemeinschaftsgefhl zeigen - aber auch Langeweile und Angst. Die natrlichen Triebe der Khe werden brutal unterdrckt und ignoriert, wenn sie die meiste Zeit im Stall leben mssen. Stellen Sie sich die Langeweile dieser zu Milchmaschinen mutierten Tiere vor! Dazu kommt, dass die schweren Tiere auf der Kunststoffmatte, die nur sprlich mit einer Art Sgemehl bestreut ist, ungefhr genauso bequem liegen, wie wir Menschen auf dem blossen Lattenrost. Unvorstellbar fr uns - Realitt fr die Khe, Tag und Nacht. Nein, hier sprechen wir wirklich nicht von Khen ,,wo me grn het". Ich bin auch erst durch den Verein gegen Tierfabriken auf derartige Missstnde aufmerksam geworden. Sie passieren nicht nur in dem kleinen Dorf Hedingen, sondern berall um uns herum. Dieses Problem kann man tatschlich nicht durch ein Flugblatt lsen - aber man kann darauf aufmerksam machen. Und das ist Erwin Kessler und dem VgT gelungen. Den schweren Vorwurf eines Herrn Hegetschweiler lasse ich so nicht stehen: ich kenne Erwin Kessler persnlich und weiss, dass ein derartiger Vorwurf absolut unhaltbar ist. Die Diskussion auf einer solch tiefen Ebene zu fhren, zeugt von sachlichem Unverstand und hat nichts mehr mit dem einzigen Anliegen des VgT zu tun: das Wohl der Tiere."
Nicole Wyss, Hedingen

Folgender Forumbeitrag zum Thema


12. September 1999:

Fleisch - ein Genuss?
Verzehren sie Fleisch? Wenn ja, was haben sie fr ein Gewissen? Ich wrde mich in Grund und Boden schmen. Was sie mit regelmssiger Fleischnahrung anrichten! Ist das ungesund! An die kologie und die Tiere denken leider nur die Wenigsten. Was die Tiere leiden mssen, bevor sie exekutierte wurden! Und alles nur fr ihren egoistischen Genuss, Innereien zu verspeisen von einstmals lebenden Krpern. Sie sollten sozial denken auch gegenber Tieren, denn die verspren den selben Schmerz wie sie. Essen sie doch heute vegetarisch - ihrer Gesundheit, der Umwelt, dem Gewissen und den Tieren zuliebe.
Matthias Hotz (14), Embrach


6. September 1999

Tierschtzer Erwin Kessler und ich fahren in der roten Frauenfeld-Wil-Bahn. Gegenber sitzen drei Miliz-Feuerwehrmnner auf dem Heimweg. Einer davon schaut und schaut und pltzlich huscht ein grinsendes Lachen ber sein Gesicht, und die braunen Augen geben zu erkennen, dass sie etwas entdeckt haben. "Schau mal nach hinten, wer da sitzt", sagt er zum Kollegen. "Das ist doch der Kessler!" Ha, ha, ha, rhrt es aus ihren Kehlen. "Hast du die Khe draussen" Hast du sie ins Freie gelassen?" fragt er den Drittten. "Wenn du sie nicht ins Freie gelassen hast, gibt es 'Lmp', pass auf." sagt er zweimal mit zunehmender Lautstrke.
So ist es gut, denken wir uns - auch wenn sie dazu grinsen, sickert es hoffentlich allmhlich in ihr Bewusstsein, dass die uns anvertrauten Tiere, weil sie wie wir fhlende Lebewesen sind, ein Anrecht haben an die frische Luft zu kommen, um sich frei bewegen zu knnen. Tiere sind der Natur noch nher als wir, deshalb brauchen sie nicht nur hie und da Auslauf, sondern tglich.
Heidi Kessler, Tuttwil


31. August 1999

Uebers letzte Wochenende habe ich an den VgT gedacht, als ich durch die Medien erfuhr, dass der Bund beabsichtigt, 2000 unserer Khe in den Kosovo auszufliegen. Seit einiger Zeit sind wir uns ja schon allerlei gewohnt: das Bild der lchelnden Onkeln aus bersee mit den sympathischen runden Kppchen, welche unsere Geschichte neu schreiben lassen und gleichzeitig wertvolle Impulse zur Verwendung unserer nationalen Goldreserven erlassen, sowie weitere heitere Impressionen sind uns schon lieb und teuer geworden. Insofern waren bis jetzt die Brger dieses Landes betroffen, welchen es freisteht, sich fr Wrde und Anstand zu schlagen oder sich vor den erstbesten Halunken niederzuwerfen. Da nun aber auch noch unschuldige Tiere wie trchtige Khe in einer der dunkelsten Ecken Europas fr die Popagandierung einer EURO/NATO-kompatiblen Schweiz herhalten sollen, taucht schon die Frage auf: Sind die wirklich von allen guten Geistern verlassen (falls solche diese Menschen berhaupt jemals beseelten)? Gut, dass es den VgT gibt! Ich wnsche Ihnen bei der Bekmpfung der Auswchse der perversen Endjahrtausendmentalitt viel Erfolg und werde Ihren wertvollen Einsatz weiterhin mit Sympathie und Anteilnahme verfolgen.
HP Kessler, Schlieren


29. August 1999

BSE schleicht um

Aus den traurigen Augen eines Spaltenbodenrindes schleichen die Kfer in das Gehirn, vom Gehirn in`s Rckenmark und vom Rckenmark...in einen Knochenverarbeitungsbetrieb. Dort tummeln sie sich vergngt in Gelatine, in Cl7lBK82, in QXC6 H64, in 12Habakuck T466 oder in ST999.

Ein BSE-Kfer wrde sich nie in ein Rindsvoressen, in ein Kottelet oder in einen Servelatrohstoff verirren, sein Liebesleben wre dort arg gestrt. Auch die BSE-Kferchen sind wie alles Andere vom lieben Gott gemacht, der ja auch die Menschen gemacht haben soll. Dieser liebe Gott kann nicht wollen, dass seine liebsten Geschpfe eines Tages herumtorkeln und nach Krankenkassenleistungen schreien nur weil sich einige BSE-Kfer von gottgewollt gequlten Rindern in ihr Hirn verirrt hatten. Ausserdem wird vom Gesundheitsinspektor garantiert, dass die Computergesteuerte Fleischfrse des Schlachthofes einen Mindestabstand von 2 Millimetern bis zu den todbringenden BSE-Kfern einhlt.

Die Wahrscheinlichkeit, liebe Spaltenbodenmastrinderesserinnen und Spaltenbodenmastrinderesser, dass Sie an BSE erkranken, ist so unwahrscheinlich, wie sie einmal in Ihrem Leben einen Sechser im Lotto ziehen.Viel wahrscheinlicher ist, dass Sie der Blitz trifft, eine entlaufene Raubkatze zerfleischt oder Ihr Herz durch eine Ueberdosis Viagra zum Stillstand kommt. Auch knnte Ihnen bedeutend wahrscheinlicher - falls Sie ein Mann sind - langsam ein Busen aus Ihrer Brust wachsen infolge weiblicher Hormonrckstnde im Schweinefleisch, das Sie oft gegessen haben.. Das brchte noch den Vorteil, dass Sie sich an Ihrer eigenen Brust ergtzen und ergeilen knnten und nicht mehr auf Sexheftli angewiesen wren! Sie wissen ja, falls Sie zu den denkenden Fleischessern zu zhlen sind, dass alle negativen Teile auch positive Reaktionen hervorrufen knnen. Selbst wenn Sie ein BSE-Kfer dereinst ins Torkeln brchte, wre Ihnen ein Kranz des Metzgermeisterverbandes auf Ihrem Grab sicher. Es ist auch anzunehmen, dass der nchste Hl. Vater in Rom einen BSE-Mrtyrer heilig sprechen wird. In diesem sehr wahrscheinlichen Fall bekme Ihr BSE-Tod doch noch einen Sinn.

Jakob Brem http://www.belletristik.ch


27. August 1999

Zum Beitrag von Gnter Bgge vom 17. August: Dazu mchte ich sagen, dass ich seit einem halben Jahr an extremen Bluthochdruck leide und starke Medikamente nehmen muss - aber seit 2 Jahren Vegetarierin bin! Ich will hier den Segen der vegetarischen Ernhrung nicht in Zweifel ziehen, im Gegenteil! Mein Blutbild (Chloesterin) - vorher ein Graus - ist heute Bilderbuchmssig und ich habe mehr Power und Energie. Auch habe ich mehr Spass am Essen, weil viel mehr Fantasie im Spiel ist. Und nicht zuletzt werde ich nicht die Fleischmafia untersttzen, indem ich Qulfleisch von mit Tiermehl vollgestopften, armen Kreaturen fresse. Dennoch, so einfach ist es wohl nicht, die Zivilsationskrankheiten zu bekmpfen. Vielleicht hat jemand noch Tips, wie ich den Kampf gegen den Bluthochdruck noch zustzlich - auf natrlich Weise - untersttzen kann (Tees, bestimmte Gerichte usw).

Diana Sasse, Email kuehn@eye.ch, homepage http://www.geocities.com/Athens/Agora/6012/kessler.htm


25. August 1999

Heinrich Tnnler, der Besitzer der Hlle von Gretzenbach, hat uns eine Spende von Fr -.90 gemacht, sich dabei ins Fustchen gelacht, weil uns die Post fr diese Einzahlung Fr 1.20 verrechnet, und auf dem Zahlschein "Verdankung der Spende erwnscht" angekreuzt. Aber sicher wird das verdankt, Herr Tnnler! Als To. gestern spt nach Hause kam, so um 01.15 Uhr, hat sie die Spende telefonisch verdankt und folgendes berichtet:

Voller Dankbarkheit habe ich Herrn Tnnler soeben geweckt und ihm fr die Tierschutzspende gedankt. Er habe ja eine Verdankung gewnscht.
Er antwortete: ja ich habe das angekreuzt.
Also dann bedanke ich mich bei Ihnen und verspreche Ihnen, dass der Betrag sinnvoll verwendet wird.
Er sagt: Prima, ja grossartig. Danke.

Cool, nicht wahr? So cool wie seine Hlle, von der er cool behauptet, den Tieren sei es wohl. Er meinte wohl, IHM sei wohl, er knne vom Profit gut leben und habe es cool. Das stimmt wohl: Nur die Schweine schmoren in seiner Hlle. Soviel mir bekannt ist, schmort der Teufel nicht selbst in der Hlle.
brigens: die Telefon-Nummer des Teufels lautet 062 849 14 79. Fr seine grosszgige Spende knnen wir ihm nicht genug danken. (Sam Urei)


24. August 1999

Zuschrift zum Beitrag von Gnter Bgge vom 17. August:

Hallo Herr Guenter. Ich habe Ihre Meinug im Forum von www.vgt.ch gelesen und bin einwenig entuscht. Ich arbeite in einem Lebensmittelgeschft und habe auch etwas Erfahrung was die Ernhrung angeht. Man kann einfach nicht von einer besonders gesunden Ernhrung sprechen, wenn man kein Fleisch oder keine Milchprodukte isst. Oder wollen Sie mir erzhlen, dass Sie sich nur von Frchten und Gemse ernhren?
Stephan E., steggenberger@datacomm.ch  

Antwort von Gnter Bgge: Genau, und von Krnern!!!!


24. August 1999

Zuschrift zum Beitrag von Jakob Brem vom 16. Juni:

Hallo Herr Brem. Ich habe vor einiger Zeit Ihre Meinung beim VgT gelesen und bin froh, dass es nur 15% Ihrer Sorte gibt. Wer gibt Ihnen eigentlich das Recht, irgendwelche Personen gut oder bse zu beurteilen. Sie knnen von mir aus so wenig Fleisch und Milchprodukte essen wie Sie wollen, aber Sie brauchen nicht alle Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind, dumm hin zu stellen! Ich hoffe Sie berlegen sich Ihren Standpunkt nochmal...
Liquid liquid@giga4u.de

Antwort von Jakob Brem:
Aber aber Herr Liquid, wo zum Teufel haben sie gelesen, dass es nur 15 % meiner Sorte gibt? Mein Kopf ist zwar schon ein bisschen angeschlagen von einem Unfall, als ein Besoffener von einem Spanferkelfest frontal in meinem Wagen schleuderte (das Unfallauto knnen Sie in meiner Home-Page http://www.belletristik.ch   unter "Lebenslauf" angucken), aber so liquid bin ich trotzdem noch nicht, dass ich mit Prozenten um mich werfe. Eben dieses Spanferkel unterhielt sich im Jenseits mit ihren Leidensgenossen ber die verdorbene Spezies Mensch. Ich kann doch verstorbene Spanferkel nicht daran hindern, dass sie einander Menschenwitze erzhlen! Wo kme der liebe Gott hin, wenn er Ferkelseelen das Fabulieren verbieten wrde. Es gibt zwar eine Menge Menschen (zum Glck immer weniger), die behaupten, Gott htte die Menschen nach seinem Ebenbilde erschaffen, aber die grausam gequlten Schlachttiere sind da anderer Meinung. Die Schlachttiere haben wohl auch eine andere Meinung, was das Wrtchen Dummheit angeht. Sie haben keine Schulen besucht und haben auch nie Theologie studiert, sind aber dennoch weniger dumm als viele Menschen, die sich weiss Gott wie bedeutend halten in ihrer unfassbaren Befangenheit. Wenn Sie aber eine Zensur fr Schweizer Schriftsteller einfhren mchten, dann wenden Sie sich bitte an den Bundesrat oder an den Schweizerischen "Tierqulerverband", der dann mittels Unterschriftensammlung eine Gesetzesnderung legal beantragen kann. Da unter den Parlamentariern kaum 10 % Vegetarier auszumachen sind, haben Sie eine reelle Durchsetzungsmglichkeit. Der Herzintelligenzgrad der Schweizerparlamentarier drfte nicht hher sein als jender der Deutschen Parlamentarier! Die witzelnden Schweinchenseelen werden sich freuen, Sie
dereinst im Kreise der "Enthobenen" aufzunehmen. Der Schweinchengeschichtenerzhler ist brigens einer von wenigen Juden der sich (schon vor 40 Jahren) zum Vegetarier bekannte. Ich knnte mir gut vorstellen, dass der barmherzige Jude Jesus der erste jdische Vegetarier war.
Jakob Brem brem@belletristik.ch

Anmerkung:
Hallo Jakob Brem. Gescheite Antwort auf dumme Kritik, knnte man das nennen. Dass Du Jude bist, finde ich sensationell und hat mich riesig gefreut! Du bist erst der zweite Schweizer Jude, der unsere Tierschutzarbeit offen untersttzt (Yehudi Menuhin ist ja kein Schweizer). Sonst hre ich aus jdischen Kreisen nur immer Anfeindungen wegen meiner Kritik am grausamen Schchten. brigens hatte ich heute Nacht einen Traum: ich war an der Gerichtsverhandlung vor dem Zrcher Kassationsgericht, wo der Schchtprozess zur Zeit (real) hngig ist. Der Gerichtsprsiden, ein Herr Heinrich X, verkndete die Aufhebung meiner Verurteilung und teilte dem Publikum mit, dass es ihm bewusst sei, dass dieses politisch "unkorrekte" Urteil Staub aufwirbeln werde und zu einem Fall "Heinrich X" werde. Er nehme dies um der Gerechtikeit Willen in Kauf. Nun zurck: Die erste jdische Schweizerin, die sich offen mit meiner Schchtkritik solidarisierte (www.vgt.ch/vn/vn98-3.htm#Brief), war eine pensionierte Zahnrztin, die inzwischen leider Verstorben ist. Es wrde mich freuen, lieber Jakob Brem, wenn Du - offen als Jude - hier im Forum oder als Leserbrief in den VgT-Nachrichten unseren Kampf gegen das bestialische Schchten untersttzten wrdest!
Herzliche Grsse Erwin Kessler

Weiter in der Schchtdisskussion mit Jakob Brem.


23. August 1999

Schreiben des Schweizer Fernsehens an ein VgT-Mitglied betreffend den grauslichen Australien-Report:
 
... Ich verstehe Ihren Schock und Ihre Wut ob der gesehenen Bilder sehr gut. Uns - und damit beziehe ich die Moderatorin Monika Schaerer mit ein - ging es sehr hnlich, als wir die grauenhaften Methoden zum ersten Mal sahen. Ein Protest deponieren wre nun das eine, sich einige zustzliche Gedanken zu machen - und dann vielleicht aus einer Warte des hheren Informiertseins zu handeln - das andere. Wir haben das zweite gewhlt, vor allem weil wir
sehen mussten, dass die Farmer selber mit den Methoden nicht glcklich sind und gerne andere Wege beschreiten wrden, wenn sie vorhanden - und ich muss es auch sagen - wirtschaftlich wren. Was sind nun die Fakten? Die grossen Rinderherden befinden sich oftmals hunderte, wenn nicht weit ber tausend
Kilometer von den grossen Stdten entfernt. Schlachtreife Rinder mssen per Camions in acht bis zwlf Stunden entweder in die grossen Schlachthfe oder in die Ueberseehfen zum Verschiffen transportiert werden. Die Verantwortlichen streichen die Verletzungsgefahr durch Hrner auf der Weide, vor allem aber auf dem Transport hervor. Deshalb werden den jungen Rindern die Hrner gekappt. Mit der Brandmarkierung bezeichnet der Farmer seine eigenen Rinder. Es entzieht sich meines Wissens, ob es effizientere und weniger schmerzhafte Methoden gibt. Kastration der Stiere: Damit will man erreichen, dass die Tiere mglichst schnell viel Fleisch ansetzen. Wir haben lange mit den Verantwortlichen ber die Methoden gesprochen. Ihre Argumentation ist die, dass man die Rinder so jung wie mglich einmal durch den schmerzhaften Prozess fhren will und nicht mehrere Male. Was htte nun ein Protest der Reporterin bewirkt? Ich behaupte: nichts. Man htte uns a) nicht filmen lassen und b) htte dann konsequenterweise auch nichts darber gesehen und gehrt (frei nach dem Sprichwort: Was man nicht weiss, macht nicht heiss). Andere Beispiele zeigen, dass nur ein Druck seitens des Konsumenten eine Verhaltensnderung bewirkt. In diesem Sinne glaube ich, sind bei vielen Menschen in Bezug auf Rindfleisch aus dem Herkunftsland Australien die Augen aufgegangen. (Es entzieht sich meines Wissens, wie bei den jungen Rindern in der Schweiz umgegangen wird). Nochmals, ich verstehe Ihre Wut sehr gut, hoffe jedoch Ihnen mit diesem Brief Argumente geliefert zu haben, die Ihnen eine etwas erweiterte Beurteilung der schwierigen Situation ermglichen.
Mit freundlichen Grssen
Schweizer Fernsehen DRS
Peter Lippuner, Produzent SF Spezial Australien, Postfach, 8052 Zrich, Fax 01 305 58 18, Email Peter.Lippuner@SFDRS.SRG-SSR.ch

Anmerkung von Erwin Kessler, Prsident VgT:
Lippuner weicht dem Kern der Kritik aus: Dass gefilmt statt protestiert worden ist, hat niemand kritisiert. Unertrglich war der verharmlosende Kommentar! Und wozu legt Lippuner des langen und breiten die angeblichen Wirtschaftlichkeits-Grnde der Tter dar??? Wozu muss er noch mit derart lcherlichen Argumenten fr Verstndnis und eine "etwas erweiterte Beurteilung der schwierigen Situation" werben? Was ist da schwierig? Wenn ich in dieser Art die Motive der Nazis fr die Judenverfolgung darlegen und fr eine "etwas erweiterte Beurteilung der schwierigen Situation", in der die Nazis waren, werben wrde, wrde ich einmal mehr zu Gefngnis verurteilt. Ich finde es widerlich, wie Lippuner die scheinheiligen Ausreden der Farmer, die mit den Methoden auch nicht glcklich seien. weitergibt. Ich werde das Bild nie mehr vergessen, mit welchem strahlenden Lachen die australische Farmerin im Film die Rinder reihenweise aufs grausamste kastriert. Das strahlende Lachen und ihr heldenhaftes Auftreten vor der Kamera, mit der sie ihre Frauen-Power vordemonstrierte, zeigte gar nichts von "nicht glcklich mit den Methoden" und entlockte der Reporterin Monika Schaerer lachende Bewunderung und nur gerade die Frage, ob diese Tortur fr die Tiere nicht vielleicht etwas "stressig" sei. Ich mchte von Lippuner nur noch wissen, ob es denn "wirtschaftlich" fr die Australier wre, wenn die Konsumenten seinem indirekten Aufruf  zum Boykott von australischem Rindfleisch (nur privat im Brief, nicht in der Sendung natrlich, man muss heutzutage ja "tolerant" sein!) folgen wrden. Zur ganzen Einstellung bei SF DRS passt es, dass noch nie, aber auch gar nie die grauenhaften Zustnde in den Schweizer Tierfabriken gezeigt hat, die wir laufend antreffen. Auch hier Rcksicht auf Wirtschaftlichkeit, Regimehrigkeit ("die Schweiz hat das beste Tierschutzgesetz der Welt") und scheinheilige Toleranz am falschen Ort, ganz nach dem jdischen Sprichwort: "Es ist einfach, das Leiden anderer gelassen hinzunehmen."
brigens, was Lippuner nicht weiss und ihn offenbar auch nicht interessiert: Statt Brandmarkierung werden heute auf der ganzen Welt Ohrmarken verwendet. 


17.  Aug 1999

Zufllig bin ich auf Ihre Seiten im Internet gestoen und ich mu sagen, so schrecklich habe ich mir die Produktion von Eiern und Schinken nicht
vorgestellt. Sie sind sozusagen der zweite Schock im Internet der mich ereilt hat, denn ein Staat der mit Tieren so umgeht, macht vor Menschen
nicht halt (Der 1. Schock). Als Beispiel sei hier Bluthochdruck genannt, eine Krankheit an der ein Groteil der Bevlkerung leidet und die als unheilbar gilt. Der Blutdruck wird nun mittels Tabletten gesenkt, ohne die Ursachen zu beseitigen. Dies ist ein Riesengeschft, und es ist mir mittlerweile klar, da
Gegenmeinungen unterdrckt werden. Anscheinend sind Bluthochdruck und andere sogenannte Zivilisationskrankheiten aber sehr wohl heilbar. Ntig ist nur eine menschengerechte, vegetarische Ernhrung. Nachzulesen auf der Webseite: http://www.dr-schnitzer.de/introg1.html , hier gibt es auch einen Verweis auf einen Artikel in der Juristenzeitung von 1967, in der der Einflu wirtschaftlicher Interessen auf die Wissenschaft erklrt wird: http://home.t-online.de/home/Dr.Schnitzer2/efwi001.htm   Ich finde, wir werden im Interesse geldgieriger, geisteskranker Leute dumm gehalten und krankgemacht. Zu diesem Zweck werden dann noch unzhlige Tiere geqult und gettet. Tierschutz ist nicht nur Tierschutz, sondern auch Menschenschutz.
Wir und die Tiere sitzen in einem Boot, wir wissen es nur nicht. Viel Erfolg bei Ihrer weiteren Arbeit.
Gnter Bgge guenter@buegge.de

Anmerkung:
"Wir und die Tiere sitzen in einem Boot" - logisch, der Mensch ist auch ein (Suge-)Tier. Die sprachliche Unterscheidung Mensch-Tier (auf die aus Gewohnheit selbst immer wieder hereinfalle) drckt eine verhngnisvolle Diskriminierung und berheblichkeit aus.
Erwin Kessler


13. August 1999:

Hallo Erwin,
Ich bin Katholik und habe ein schlechtes Gefhl dabei, denn Du bemhst Dich nun schon seit langer Zeit den Tieren in den Stallungen der unseeligen Klster Fahr und Einsiedeln zu einem artgerechten Leben zu verhelfen. Die verantwortilichen 'Menschen' zeigen sich aber usserst hartnckig. In meinen Augen sind das alles Heuchler, denn sie predigen Nchstenliebe und halten gleichzeitig unschuldige Tiere unter derart widrigen Bedingungen. Da stimmt doch etwas nicht! Haben die denn berhaut nichts begriffen? Lesen die Bibel, lernen sie womglich auswendig und plappern sie jetzt ihren 'Schflein' (mich schaudert es) vor. Aber was aus ihren Mndern kommt sind nur leere Worte, nichts weiter als eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Tote Worte.
Ich denke die katholische Kirche ist schon lange tot. Da ist kein Leben mehr drin, kein Geist. Der Geist ist vermutlich aus dieser Institution entwichen als sie anfing nach weltlicher Macht zu streben.
Da mir so eine geistlose Organisation berhaupt nichts geben kann, berlege ich mir, aus ihr auszutreten. Ich mchte diese berlegungen aber gerne den verantwortlichen Personen mitteilen. Vermutlich werden sie mich nicht verstehen, aber vieleicht ja doch und wer weiss, vielleicht erkennen sie ja sogar, dass Tiere auch fhlende Wesen sind - Geschpfe Gottes genau wie sie. Ich wre Dir dankbar, wenn Du mir die Anschriften der verantwortlichen
Personen mitteilen knntest. Sofen Dir das nicht per Gerichtsbeschluss verboten wurde.
Gruss Felix Egli fegli@goldnet.ch

Antwort von Erwin Kessler:
Ich kann Dir die Angaben gerne machen. Da das Kloster Fahr krzlich unter dem Druck unserer Beweise seine Klage zurckgezogen hat, ist der gerichtliche Maulkorb weggefallen.
Pater Probst, Kloster Fahr, 8103 Unterengstringen
Abt Holzherr, Kloster Einsiedeln,  8840 Einsiedeln.
Das Kloster Einsiedeln hat verschiedene Fax-Nummern. Damit die Sendung sicher ankommt, ist es vielleicht gut, auf alle Nummern zu senden. Alles mit 055 418 ...
Kloster.. 61 12, Abtei ..6230, Wallfahrt ..6270, Kchenmeister ..6239, Buchhaltung ..1733, Pfarramt ..6212, Rektorat ..6330, Statthalterei ..6612, Holzhof ..6401


13. August 1999:

Der Todestransport

... Ich bin mde und erschpft.
Durch den Spalt oben sehe ich: es ist Nacht.
Schlafen kann ich nicht.
Das Lrmen der Motore, das Vibrieren der Strasse wirft mich immer wieder auf den Rcken.
Nie habe ich den Tag gesehen. Ich sah nur immer das knstliche Licht der Lampen.
Das Verlangen nach Wasser und Futter - diese Qual, wann ist sie vorbei?
Wann bin ich oder meine Seele endlich frei?

Matthias Hotz (14), Embrach, matthias_hotz@yahoo.de


12. August 1999:

Grezi Herr Kessler! Meine Freundin und ich bewundern Ihren Mut und Entschlossenheit im Kampf gegen das Tierleid! Wir sind (leider) erst seit einem Jahr berzeugte Vegetarier, aber besser spt als nie! An unserer Hochzeit am 9.9.99, wird konsequent nur vegetarisch "getafelt" - auch wenn es einigen "Fleischfressern" nicht passt! Als Untersttzung werde ich fr Interessierte ein paar farbige Outprints von "Schlachtungen" mitnehmen, welche ich auf der Hompage des SVV gefunden habe... Mir haben sich die Nackenhaare gestellt, als ich den Artikel ber das "Schchten" der Juden gelesen habe. Ich finde es
bewundernswert, dass es noch immer solche Leute wie Sie gibt, die sich "querstellen" - auch wenn es unbequem werden kann. Tiere haben eben
keine Lobby wie unsere jdischen MitbewohnerInnen! Bei unseren nchsten Einzahlungen, werden wir den VgT untersttzen und ich freue mich Ihre Taten damit untersttzen zu knnen. Mit freundlichem Gruss Dominik Fricker, frickerdominik@datacomm.ch


11. August 1999:

Heute bin ich im Coop-Restaurant in Winterthur essen gegangen. Da ich Veganer bin, musste ich leider wie immer mit einem Salat vorlieb nehmen.
Als ich die italienische Salatsauce (normalerweise berall vegan) nehmen wollte, bemerkte ich, dass sie eine ungewohnt weisslich-milchige Frbung
hatte. Um sicher zu gehen, dass in der Sauce keine Milchbestandteile enthalten sind, also dass sie wirklich vegan ist, fragte ich eine Angestellte. Da sie die Zusammensetzung auch nicht wusste, fragte Sie in der Kche nach. Nicht schlecht staunte ich dann, als sie mir das Ergebnis mitteilte: Die Sauce enthielt zwar keine Milchbestandteile, aber dafr neben Geschmacksverstrkern u.a. auch noch Bouillon – d.h. die Salatsauce war noch nicht einmal vegetarisch !!! Um
ganz sicher zu gehen, fragte ich noch einmal persnlich in der Kche nach, da es ja theoretisch auch eine vegetabile Bouillon htte sein knnen. Leider musste uns aber auch der Kchenchef selber besttigen, dass es sich wirklich um tierische Bouillon handelt oder anders gesagt, um Schlachtabflle. Ich frage mich, ob schon jemals ein Vegetarier auf die Idee gekommen ist, dass sogar in einer Salatsauce Schlachtabflle enthalten sein knnten. Als gebranntes Kind werde ich auf jeden Fall in Zukunft auch diesen Punkt immer vorher abklren. Peter Beck,  Peter.Beck@gmx.ch

Zur Antwort von Coop


6. August 1999

Immer wenn ich mit dem Zug Richtung Zrich fahre, freue ich mich ber Ihre Botschaften... "Essen Sie heute vegetarisch"... Ich finde das echt super!!!
Ich selber bin seit ca. 6 Jahren Vegetarierin; Fleisch zu essen ist fr mich unvorstellbar... Ich wollte Ihnen nur mal fr Ihre Arbeit gratulieren... Bitte weiter so! Mit lieben Grssen
Gisela (18), gisela_kunz@hotmail.com


4. August 1999

Am 31.7.99, auf dem Weg nach Klosters, habe ich die Mvenpick-Flugbltter im Mvenpick der Autobahnraststtte "Glarnerland" und ,,Heidiland" verteilt. Zuerst legte ich auf jeden Tisch eins, dann ging ich auf dem Parkplatz von Auto zu Auto und klemmte jedem eins unter die Scheibenwischer. Am ersten Ort - im ,,Glarnerland" - ging es praktisch ohne Zwischenflle, bis auf eine usserst aggressiv reagierende junge Frau, die mich mit allerlei Schltterlig versah, hysterisch auf dem Parplatz herumkreischte und demonstrativ das Flugblatt auf den Boden schmiss - es muss ja bei ihr einen ganz bsen Nerv getroffen haben... Ich glaube halt berhaupt, dass die Leute, mit dem Negativen und Hsslichen konfrontiert, dies oft nicht aushalten und dann im Sinne eines ,,Schwarzpeters" nach aussen projizieren. Wieso sonst mssten Sie z.T. so heftig abwehrend reagieren, wenn sie doch eigentlich nur mit neutraler Info versorgt und im brigen zu gar nichts gezwungen werden...?  Im ,,Heidiland" verteilte ich auch zuerst wieder im Restaurant den Gsten, wobei sich sogar manchmal ein gutes Gesprch ergab, danach wiederum auf dem (bervollen) Parkplatz. Als ich gerade beim allerletzten angekommen war, wurde ich von einem Parkplatzwchter aufgefordert, mit ihm zum Chef des Mvenpick zu kommen. Dieser forderte mich auf, sofort mit dem Verteilen von Flugblttern aufzuhren, sonst wrde er die Polizei rufen, es htten sich die Gste des Mvenpick ,,Glarnerland" beschwert und er sei per Funk gewarnt worden (ich hatte ja aber - Triumph! - bereits alle Flugis verteilt!). Der Chef - Rolf Sthelin - liess sich dann aber eigentlich ganz ruhig auf ein in Gesprch mit mir ein und beteuerte, sie bezgen alle Eier nur von der ,,Pro Ei". Auf meine Bitte gab er mir in seinem Bro die entsprechende Adresse, so dass ich das selbst berprfen knne. Er gab sich eigentlich recht viel Mhe, anstndig und kooperativ zu sein, erzhlte von seinen tierliebenden Kindern und dass er ja auch alle anderen Flugblatt-Verteiler abzuhalten versuche, weil er seine Gste unbelstigt wissen mchte. Na ja. Er ist ja auch nur ein Rdchen in der ganzen Maschinerie. Vielleicht ist ja beim einen oder andern doch etwas hngen geblieben von den schrecklichen Bildern... Wie heisst es so schn: Steter Tropfen hhlt den Stein... Rosita Bundi  bibiewzh@iew.unizh.ch

Anmerkung:
Die Firma "Pro Ei" ist uns unbekannt. Es ist nicht anzunehmen, dass diese Firma Eier von glcklichen Hhnern vertreibt, sonst wre das sicher deklariert. Wir werden dieser Firma nachgehen.
Aus rechtlicher Sicht ist es nicht verboten, auf einer Autobahnraststtte Flugbltter zu verteilen. Der Geschftsfhrer kann lediglich das Verteilen im Restaurant selbst verbieten, und erst wenn das Verbot missachtet wird, kann er die Polizei zu Hilfe rufen.
Erwin Kessler, Prsident VgT


2. August 1999

Entgegnung von Fernsehen SF DRS auf unsere News 990716 betr Tierqulerei auf australischen Rinderfarmen:

3sat wird als Co-Produzent der Reihe SF Spezial Australien die 10 Sendungen in gekrzter Form nochmals ausstrahlen, inkl. der Sequenz ber die Rinderfarm Victoria River Downs, die am Anfang der Sendung steht und nicht einfach so rausgeschnitten werden kann. Im Bericht wird sehr wohl auf die Brutalitt der Behandlung hingewiesen. Moderatorin Monika Schrer spricht das Thema an, und auch der Chef vor Ort sagt wrtlich, niemand tue das gerne, es sei sehr brutal. Aufgrund der grossen Anzahl Rinder knne man jedoch nicht alle Tiere betuben, sondern msse diese schmerzhafte Schnellprozedur anwenden. Die Absicht der Reihe - in vielen Pressetexten angekndigt - Australien durch die Augen der Einheimischen = Australier und Aborigines anzuschauen. Daher wurde bewusst darauf verzichtet, aus westeuropischer Sicht wertend zu kommentieren und den Moralfinger zu zeigen. Wir sind der Ansicht, dass sich die Zuschauer ihre eigene Meinung bilden knnen und dass klar herauskommt, dass die Macher der Sendung eine derartige Praxis durch das Zeigen nicht automatisch auch billigen.
Mit freundlichen Grssen Reto Vetterli, SF DRS/3sat, Reto.Vetterli@sfdrs.ch  


30. Juli 1999

guten tag herr kessler, unter der url http://www.hagalil.com/forum/index.htm unter punkt: offene foren, unter punk: koscheres leben? finden sie ein diskussionsforum, unter anderem zum thema schchten. bitte verffentlichen sie diesen link in IHREM forum bei dem beitrag von
michael und lassen sie unsere gleichgesinnten sich ein eigenes bild machen. diverse eintrgen in dem juden-forum sind von bekennenden juden. es ist
erschreckend zu sehen, wie diese leute unsachlich, unobjektiv und in einer kindssprache mit kraufausdrcken um sich werfen. dabei verstecken sie sich
hinter alibi-argumenten wie "tradition" oder "gott" oder gehen erst gar nicht auf ernstgemeinte fragen oder bemerkungen ein.

wir haben jetzt selber festgestellt, dass sie, herr kessler, absolut recht haben: die religion muss fr alles herhalten und drehen und wenden von
tatsachen sowie beleidigen ist erlaubt. konstruktive eintrge jedoch werden grundlos als antisemitisch abgetan.

brigens: In den regeln des formus steht geschrieben, dass antisemitische, beleidigende und unsachliche eintrge gelscht werden. ich kann keinen
antisemitismus feststellen. die eintrge jedoch, die von den juden zurckkommen, sind weit unter der grtellinie und z.t. persnlich und
beleidigend. diese eintrge werden jedoch nicht gelscht.             n.w.


15. Juli 1999

Zur News vom 15. Juli: "Ameisen-Seich im Schweizer Fernsehen"

Als erstes mcht ich mich fr Ihre Informations-Mail bedanken. Ich verfolge Ihre Initiativen sehr interessiert. Ich muss Ihnen jedoch mitteilen, dass es ausser netten "Linken", "Juden" und "Rassisten" doch noch Menschen in Ihrer Nhe gibt. Es ist das Volk der Bayern! Im brigen sind die Schweizer nicht unbedingt fr die Juden. Jedoch die Schweizer, welche was zu sagen haben, sind fr das Kapital. Bekanntlich hrt die Zivilcourage beim Geldbeutel auf. Ich wnsche Ihnen bei Ihren weiteren "Schlachten" viel Erfolg.
Mit freundlichen Grssen
Herbert Saal saal@vgt.ch

Und eine jdische Stimme an den VgT zum gleichen Thema - anonym natrlich, wie blich in diesen Kreisen:
du bist wirklich der letzte scheissdreck
jetzt reichts, am besten legst du dir ab sofort bodyguards zu, der volkszorn kann fr nichts mehr garantieren. deine ameisenscheisse kannst du selbser fressen du hurensohn.
Anmerkung der Redaktion: Das ist typisch jdische Sprache gegenber Nicht-Juden. Laut Talmud ist jeder Nicht-Jude ein "Hurensohn", weil jede Nicht-Jdin eine Hure ist.


6. Juli 1999

Ihre Zeitung ist wichtig, weiter so. Petra Grieshaber, 4204 Himmelried


6. Juli 1999

Sehr geehrter Herr Kessler, finden Sie keine bessere Beschftigung als landesweit die Leute verrckt zu machen. Es ist eine verdammte Frechheit wie Sie sich benehmen. Ich hoffe Sie werden mir nie ber den Weg laufen. Und wenn ich diese Zeitung noch einmal erhalte, werde ich anders reagieren.
MfG Adrian Schr, Zimmerei, Burgstr 44, 3307 Brunnenthal, Tel/Fax 031 765 68 00

Antwort:
Sehr geehrter Herr Schr, da mich Ihre Argumente nicht restlos berzeugen muss ich Ihre Hoffnung, Ihnen nie ber den Weg zu laufen, leider enttuschen und werde am nchsten Sonntag-Abend zur Klrung der Situation kurz bei Ihnen vorbeikommen.
Bis dahin mfG Erwin Kessler


6. Juli 1999

Im Artikel "Vegetarische Hunde und Katzen" steht grn gedruckt das Schlagwort: "Vegetarische Hunde stinken nicht wie die
fleischfressenden". Damit hat der Schreiberling dieses Artikels den Hundehassern, die immer wieder behaupten, dass Hunde stinken und der Kontakt mit diesen Tieren eine Zumutung sei, eine grosse Freude bereitet. Hier htte ich geschrieben: "Vegetarisch ernhrte Hunde riechen diskreter als fleischfressende". Auch der auf Seite 3 gewhlte Ausdruck des Wohlgeruchs des Hundes liegt
daneben. Das nimmt dem Schreiber kein Mensch ab. Die Tochter meines Freundes ernhrt ihren Hund seit Welpenalter vegetarisch,
doch "hndelet" dieser bei Regen- bzw. Feuchtwetter wie andere Hunde auch.
Mit freundlichen Grssen Th. Stheli theodor.staeheli@balcab.ch


6. Juli 1999

Ich lese seit monaten ihre taeglichen news, welche mir per mail zukommen. im letzten august bin ich nach 20 jahren in asien zurueck in die schweiz gekommen und bin entsetzt, dass in unserer schweiz solche zustaende herrschen. in asien war ich engagiert mit der hongkong gruppe green earth, welche sich als einzige einsetzt fuer die schrecklichen zustaende der baeren in china, welche in koerperengen kaefigen lebenslang gehalten werden wegen ihrem gallensaft (ich habe bilder von solchen baeren).
ich stehe ganz hinter ihnen und finde es bewundernswert, ihren einsatz und energie. es ist schrecklich, was wir menschen den tieren antun, in tierfabriken, tierversuchen und nun der genetechnik. ich kann mich nicht finanziell engagieren, moechte aber meinen teil beitragen, neben vegetarisch essen und den taeglichen kleinen erleichterungen fuer tiere in meiner umgebung sowie verbreitung der tiertragoedie durch kommunikation mit allen leuten die ich treffe. wie kann ich ihnen helfe ?
ursula strasser uhe@pop.agri.ch

Antwort:
Sie knnen bei uns als Aktivistin mitmachen (Recherchierarbeiten, Verbreitung von Infomaterial etc). Melden Sie einfach Ihr Interesse an und wir werde Sie probeweise zu einfachen Anlssen einladen, um uns gegenseitig kennen zu lernen.


28. Juni 1999

Hallo Erwin, gestern schrieb ich ein mail an das Schweizer Fernsehen DRS. Da zeigte ein bekannter Fernsehbiologe wie sie Tunfische fingen, aber sie fingen sie in Wirklichkeit nicht, sie erstickten, ermordeten sie, trieben sie in riesigen Netzen zusammen, tonnenweise, und der Typ, ich meine den Biologen - zeigte erbarmungsvoll Bilder eines Arbeiter, der sich von einem Flossenschlag das Handgelenk gebrochen hatte. Er sagte, wie diese Mnner tchtig und mutig seien. Du kamst mir dann in den Sinn. "Htte der Fisch dem Mrder doch das Genick gebrochen", httest Du wohl laut in die Nacht gerufen und ich dachte es zu mindest. Dein Problem betreffend diesen Sauereien ist allerdings das kleinere Problem, nmlich dass Du die Natur (vielleicht auch Deine) des Menschen zu wenig kennst. 80 % der Menschen sind nicht grausam aber stink dumm, 5 % sind stinkdumm und grausam dazu und der Rest sind die Vegetarier! Und von denen soll es auch noch Gewaltttige geben! Nein, so geht das nicht. Den grssten Mist hatte der liebe Gott gebaut, als seine Genmanipulationsengel den Menschen geschaffen hatten. (Aus meinem neusten Buch "Gedankenkinder", siehe meine homepage http://www.belletristik.ch). Wo gibt es am meisten Schweine-, Hhner- und Klberqulanlagen? Du hast es sicher schon bemerkt - in kath. Gegenden natrlich. Im Luzernerland stinkt es geradezu von
Migrosmstereien. Es gibt da auch am meisten Pornographie, weil die Moral die verkehrtest ist. Dennoch bin ich sicher: Es braucht Menschen vom starken Schlag wie Dich. Schade, dass das der liebe Gott noch nicht gemerkt hat. Er mit seinen Legionen von beflgelten Gedankenwesen knnte doch mit einem Morgenstreich dem schrecklichen Treiben ein End setzen. Aber der liebe Gott ist vielleicht auch noch ein bisschen sadistisch veranlagt und mchte die geschftemachenden Tierqulerinnen und Tierquler noch ein bisschen in seiner Hlle schmoren sehen! Aber wir Vetegarier sind ja auch nicht sicher, ob der liebe Gott nicht in Wirklichkeit ein bser Gott ist und heimlich oder unheimlich gebratene Engelbabys verzehrt. Wenn dem so wre, htten wir allerdings nichts zu lachen. Er wrde uns vielleicht in eine Vegetarierhlle verstossen, wo gerupfte und gestopfte Gnse an den Krcken herumhumpeln und dabei immerzu schreckliche Schreie ausstossen. Also genug jetzt davon. It's nearly Monday Morning.
Liebi Gress Jakob Brem
Brem-Verlag, CH 6288 Schongau, Email  brem@belletristik.ch


22. Juni 1999

hello overthere, what you dare to quote about us is a shame for the whole animalprotection. do you want to change a thousand year old tradition by saying it's a devil's cruelty? i reckon you've got a lot of family who is still alive. i've got hardly any family. they were killed in camps, deported in trains where they had to drink their own piss to survive... i just hope you will get to feel the weight we have on our shoulders you haven't got... animalprotection is okay, but don't blame a religion on that... you might have to join a radical party to spread your propaganda. i will do everything to smash your quotes about us... you're a potz
and: not every jew eats kosher, you idiot...
write back if you dare...
guido brecht,  email: justafake@usa.net

Hello Guido, obviously confused by emotions you forgott to say what you find to be not correct in our publications. So it is dificult to give you an answer. I think by 'a devil's cruelty' you mean shechita. Are you so fixed on your jewish tradition that you can't see that shechita is a satanic procedure? If you are able to hear and to see than look at the movie about todays jewish shechita in Great Britain. Or, if you are not able to hear and to see, don't blame us for that. Do you still stone women who get married with a non-jewish husband just because it is talmudian tradition? Does tradition justify everything?
Why do jews who don't eat kosher, you idiot, don't stand up and say: "We are jews and we know what it means to be treated as non-human beeings. So we can see better than others the injustice that is done to the non-human beeings, the farm animals, today - in animal factories, on long road transportations and in slaughterhouses. We blame our jewish sisters and brothers who are not able to renounce to eating meat, not even to concede to their victims the relief of stunning before slaughter."
This would definitly be the most effective campaign against antisemitic side-effects in the battel against shechita. You should learn to take responsibility to what happens today instead of endless self-compassion based on long passed history.
Erwin Kessler


16. Juni 1999

Hallo Ihr Tierfreund/Innen, ein Freund von mir, der homopathische Arzt Dr. Roger Baumann in Luzern, gratulierte mir zum "Schweinegedicht" auf der letzten Seite der VN99-3. Ich weiss allerdings nicht, woher Ihr das Gedicht bekommen habt, aber es freut mich ohnehin, da ich mein Leben lang alle Tiere liebte. Als Knabe umarmte ich oft die Khe meines Nachbars trotz den "schrecklichen" Hrnern. Mein Vater war Bildhauer, hasste die Bauern. Ich frchtete die Bauern, weil ich ihnen manchmal Zwetschgen oder Aepfel klaute und sie mich abschlugen, wenn sie mich dabei erwischten! Ich liebte aber ihre Tiere.

Nun, aus meinem neuen Gedichtband "Schattenspiele - 62 Gedichte" wre noch ein anderes Gedicht fr Euch:

Sie singen wieder
die Vgel
singen
vielleicht nur noch einmal
fr mich
fr dich
oder nur fr sich.

Es ist nmlich so lieber Erwin, du hast es erlebt: Leute wie Du und ich mchte die Gesellschaft und vorallem deren Gedankenvorkauer kleiner als klein gedrckt haben. Und weil leider die grosse Mehrheit der Menschen dumm, nein, saudumm, oh Entschuldigung ihr lieben Schweine, ich meinte menschdumm sind, tun sie immer alles, oder tun es nicht, was "man" eben tut oder nicht tut.

In meinem neusten Buch "Spielland  - Gedanken aus dem Koma", fahren zwei junge Tffahrer nach ihrem Unfall mit ihrem Gedankentff im Jenseits herum und sehen dort alles wie hier, ad absurdum getrieben. Aber nur Tiere und Kinder wissen, dass sie gestorben sind, die "adults" betreiben immer noch ihre Schlachthfe, Beichtsthle usw.  Aber keine Schweizer Buchhandlung mchte dieses Buch verkaufen, obschon es literarisch wirklich hochstehend ist. Ich bin ideologielos und habe einen Kleinverlag und das ist nicht gut!

Aber Schluss jetzt mit meinem Gequatsche. Mach weiter so, auch wenn Du ein bisschen spinnst wie ich! Wir wissen ja, solange es Schlachthfe gibt, wird es Kriege geben und immer mehr Gewalt.

Tschss
Jakob Brem
Brem-Verlag, CH 6288 Schongau, Email  brem@belletristik.ch, homepage: http://www.belletristik.ch

Lieber Jakob Brem,
es hat mich sehr gefreut, von Dir zu hren. Ich wusste nicht ob und wo Du (noch) lebst. Das Gedicht habe ich aus einer alten, mir von einem VgT-Mitglied zugestellten Zeitschrift mit dem Titel "Jetzt", ohne Datum aber mit einer handschriftlichen Widmung "Weihnachten 1983 v. Vati!". Herzliche Grsse Erwin Kessler


8. Juni 1999

Seit lngerem verfolge ich die Internetseite des VgT's. Und bei fast, nein, bei allen Ihren Berichten kommt eine ohnmchtige Wut auf ber die Qualen die all den Tieren zugefgt werden, nur damit einigen Menschen der Kontostand stimmt und anderen das tgliche Fleisch mglichst saftig auf dem Teller liegt. Ich knnte kotzen. Nicht nur diejenigen Leute, die den Tieren diese Qualen zufgen auch die Leute, die teilnahmslos zusehen und dies dulden, sollte man nur mal fr einen Tag diesen Qualen aussetzen. Ich denke, die meisten wrden das nicht berleben.
Aber kommen wir zum Thema. Ich esse seit ber sieben Jahren vegetarisch. Dass man als Vegetarier auch heute noch oft ange-eckt wird wissen Sie sicher selber. Vor allem dann, wenn man Schuhe aus Leder an hat. Bis anhin war meine Antwort darauf: "Das ist nur der "Abfall" der aus euerm Mittagessen entstand....." Aber damit ist es nicht getan, ich weiss.
Nun meine Frage: Gibt es eine Liste, die Adressen mit Lden auflistet, welche wirklich nur Produkte aus tierfreiem Material verkauft? Egal ob Schuhe, Kleider (was meinen Sie eigentlich zur Schurwolle?) oder sonsitgen Artikeln. Ich bin dankbar fr jeden Hinweis und erwarte gerne Ihre geschtzte Antwort.
Mit freundlichen Grssen. Corinne Scherzinger 


2. Juni

VERZICHT AUF LEDER

Im Beitrag ber die Lederproduktion in Indien (Kassensturz vom 1.6.99) wurde nur die Armut der Menschen gezeigt, welche von diesen Lederfabriken betroffen sind. Mit keinem Wort wurde auf die Brutalitt des Schchtens (betubungslose Schlachtung) eingegangen, obschon jeder normale Mensch auch bei dieser kurzen Szene geschockt reagieren msste. Die zappelnden, lebenden Tierkrper, aus deren riesig klaffenden Wunde am halbwegs durchtrennten Hals das Blut nur so in Strmen floss, wurde stillschweigend gezeigt, ohne nur die geringste Kritik an dieser Ttung zu ussern... Gemss den abschliessenden Worten von Ueli Schmezer scheint es in der Lederproduktion nur insofern ein Problem zu geben, weil keine richtigen Labels fr Leder existieren. Zumindest aus tierschtzerischer, vielleicht sogar auch aus menschenschtzerischer Sicht wre dieses Problem ganz einfach zu lsen, nmlich im Ausweichen auf Kunstleder oder andere Materialien, wie dies die Veganer tun. Allein dieser Bericht ist ein Beweis dafr, dass die Veganer keineswegs Spinner, sondern besonders verantwortungsbewusste Menschen mit Weitsicht sind.
Roand Fsch, tofu@pop.agri.ch


1. Juni 1999

Sehr geehrte Damen und Herren. Am Samstag den 29. Mai 1999 habe ich von Ihnen Werbung erhalten. Dabei haben Sie wohl den Kleber an meinem Briefkasten bersehen:"Bitte keine Werbung". Ich bitte Sie, da Sie ja ein sehr korrekter Verein sind, die versehentlich in meinen Briefkasten geworfene Werbung (bis am5. Juni 99) wieder aus meinem Milchkasten zu entfernen. Es geht dabei um das Blatt "Skandalses Verhalten ..." und VgT-Nachrichten. Besten Dank im Voraus. Mit freundlichen Grssen H. Dssegger, Blauenweg, 68424 Embrach, hd@wtnet.ch

Politische, nicht-kommerzielle Informationen sind erlaubt.
Erwin Kessler

Das ist wohl sehr korrekt. Nur bitte streichen Sie dann das Wort Umweltschutz auf Ihrer Homepage. Denn diese Streuwerbung ist alles andere als umweltfreundlich. Ich werde Ihr Propaganda -Material in diesem Falle ins Altpapier geben. MfG H. Dssegger

Geben Sie das Flugblatt doch einfach weiter, anstatt es ins Altpapier zu werfen. Kommen Sie nicht selbst auf diese Idee?

2. Juni:

Vielen Dank fr Ihren kreativen Vorschlag.Da Sie aber schon alle Briefksten in Embrach mit Ihren politischen, nicht kommerziellen Unterlagen bestckt haben, ist Ihre Idee nicht so einfach umzusetzen... Werden die Tiere wrdiger gehalten, steigen die Produktionskosten und damit die in der Schweiz eh schon teuren Grundnahrungspreise. H. Dssegger

Woher wissen Sie das? Warum wird die Milch teurer, wenn man faule Bauern
zwingt, ihre Khe auf die Weide zu lassen??? 

4. Juni:

In Anbetracht der antisemitisch und rassistischen Haltung des VgT stelle ich per sofort den E-Mail Verkehr ein.
Es grsst H. Dssegger

Aha, hab ich doch gleich gedacht: Ein fleischfressender Armleuchter.
Erwin Kessler


17. Mai 1999

Sehr geehrter Herr Kessler,
Ich mchte Ihnen als erstes etwasber meine Person erzhlen. Ich selbst bin ein 18 Jhriger Vegetarier und wohne in Kilchberg. Das einzige was ich an Ihrem Text ber das Suli-Fest gut finde ist der Verweis darauf, dass es heute auch mglich ist Vegetarier zu sein und man nicht Fleisch essen muss. Aber der Rest finde ich lcherlich, denn ob sie die Schweine nun in einem Hinterzimmer oder direkt vor den Leuten braten, kommt ja schlussendlich auf das gleiche an. Als Kind fand ich dies auch nicht angenehm die Schweine zu sehen, aber heute finde ich es sicherlich nicht gut aber nicht schlecht, denn genau die Kinder, die wh pfui sagen, machen den ersten Schritt in Richtung eines Vetetaries. Denn das Kind, das dies sagt isst ganz bestimmt an diesem Tag nichts von diesem
Schwein. Hingegen wenn die Kinder das Schwein nicht sehen, esssen sie es ohne zu berlegen, denn so geht es ja immer, solange man nicht weiss, was man isst, berlegt man auch nicht. Ich finde es gut, das Sie sich fr Tiere einsetzten, aber bitte nicht hier in der Schweiz wo wir ja sicherlich eines der strengsten Tiergesetze haben, die es gibt. Und so wre es doch sicherlich bessser, wenn Sie sich irgendwo einsetzten, wo noch nicht so gut ist wie in der
Schweiz.
Emanuel Witzig, Urzeitschreck@gmx.ch

Antwort:
Ich finde es schlimmer, wenn ein Verbrechen unkritisiert ffentlich ablaufen kann, als wenn es heimlich geschehen muss. Das ffentlich braten ganzer Tiere als ffentliche Volksbelustigung kritisiere ich deswegen, als Geschmacklosigkeit und Anzeichen einer totalen geistigen Rckstndigkeit, die nicht unwidersprochen bleiben darf.
Dass Sie glauben, die Schweiz htte das strengste Tierschutzgesetz und die Tiermisshandlungen fnden im Ausland statt, zeigt einmal mehr die Wirkung der stndigen Gehirnwsche durch das herrschende politische Regime und seiner Medien (Tages-Anzeiger etc). Ich kann Ihnen nur raten, das Internet zum besten aller Zwecke zu nutzen, nmlich sich unabhngig zu bei den Original-Quellen zu informieren, anstatt einfach die vorzensurierten und manipulierten Informationen der offiziellen Medien zu schlucken. Eine dieser originalen Informationsquellen ist die VgT-homepage
http://www.vgt.ch
Erwin Kessler, VgT


7. Mrz 1999

Ich finde Ihre Art, Brutalitten in der Tierhaltung mit Bildern anzuprangern absolut gut.
Mit freundlichen Grssen
S. Danuser, Schaffhausen, sdanuser@sozoec.unizh.ch


6. Mai 1999

Sehr "geehrter" Herr Kessler
Die jdische SP-Parteiprsidentin Ursula Koch und das Schchten
Wenn sie journalistisch ttig sein wollen, dann sollten sie endlich einmal lernen genau zu recherchieren. Frau Ursula Koch hat einen jdischen Vater (Pomeranz). Ihre Mutter ist aber Christin. Somit ist Frau Koch nicht Jdin, sondern Christin mit - zugegeben - jdischem Blut... Sie hat auch NIE die jdische Religion angenommen... Ich hoffe, diese Unwahrheiten und antijdischen Hetzereien hren bald einmal auf !!!
Ich grsse Sie
Frdric P. Weil,  Etzelstrasse 30, 8038 Zrich, weilf@dcl.ch

Frau Koch hat sich ffentlich als Jdin bekannt, Sie siebenmalkluger Besserwisser.

Frau Koch hat - nochmals - einen jdischen Vater und eine nichtjdische Mutter. Aus dieser Konstellation heraus kann sie 1000x sagen, sie sei
Jdin, so wie ich sagen kann, dass ich Buddhist bin. Sie ist es nicht, glauben Sie mir, denn - und dies nun wirklich sachlich gesagt - Jude ist man NUR wenn man
a) eine jdische Mutter hat oder
b) zum Judentum hinbergetreten ist (mit Aufnahme, Prfungen, etc.)
Weder a) noch b) treffen zu und wenn Sie dies so gesagt hat (ich will dies nicht ausschliessen, auch wenn ich es nicht glauben kann) kann es schlichtweg
nicht stimmen. Dann hat sie ein Identittsproblem, ist aber ihr Problem.
Frdric P. Weil,  Etzelstrasse 30, 8038 Zrich, weilf@dcl.ch

Sie sind offenbar Anhnger der nazionalsozialistischen Rassentheorie, wonach die Juden eine biologische Rasse sind und das Judentum deshalb vererbt wird. Da ich mit Rassisten und Nazis nicht verkehre, ist damit unsere Korrespondenz abgeschlossen.


21. Mrz 1999


Ich bin ein Vegetarier und das seit einem Jahr .
Es geht mir gut, ich kann nur sagen, ich fhl mich wunderbar.

Ich bin nun endlich frei geworden,
das schlechte Gewissen ist nun weg.

Kein Tier ist mehr fr mich gestorben,
nur aus reinem Ernhrungszweck.

Die Mglichkeit sich zu Ernhren,
ist wirklich riesengross.

Doch gibt es immer wieder Leute,
die mich fragen, mein Gott was issest Du den bloss!

Doch schon als Kind wird man erzogen,
das Fleisch gesund, und stark uns macht.

Ich kann nur sagen das ist gelogen,
das hat kein kluger Mensch, sich ausgedacht.

Ein Tier das lebt, das gibt uns kraft,
Es gibt uns Freud, beglckt die Seele.

Gott sei dank, ich habs gerafft,
dass ich mich anderst kann ernhren.

Diese Qual all dieses Leid, ich finde es barbarisch,
darum ist es fr mich klar, ich esse vegetarisch.

Das Fleisch ist nun fr mich Tabu,
kein Rindsfilet, kein Kalbsragout.

Kein Schweinebraten, kein Kottlet,
nein nichts davon will ich mehr essen.

Das macht nicht stark es macht Euch fett,
das drft Ihr nicht vergessen.

Lmmchen, Ferkel und auch Klbchen,
so frh mssen Sie gehen.

Als Fleischverzehr mssen Sie sterben,
doch keiner will es sehen.

Lebenslange Einzelhaft, fr’s zarte Kalbsfilet,
ich find es einfach eckelhaft, die Seele tut mir weh.
Gleichgltigkeit sind daran Schuld,
das Tiere so sehr leiden.

Das was der Mensch am Tier antut,
soll man nicht mehr verschweigen.

Zig milliarden Tiere leiden,
und sterben jedes Jahr.

Der Konsument, das Kaufverhalten,
Sie allein sind schuld daran.

Es rcht sich alles irgendwann,
die Wissenschaft die hat’s bewiesen.

Krankheiten wie der Rinderwann,
wird Euch die Freud am Fleisch vermiesen.

Was wrdest Du nur dazu sagen,
kmen Ausserirdische auf die Welt.

Die Dich in das Schlachthaus jagen,
und Dich vermarkten, fr wenig Geld.

Dann essen Sie noch Deine Kinder,
weil das doch soviel zarter ist.

Sie halten Dich fr sehr viel minder,
weil Du eine andere Sprache sprichst.

Du arme Sau, Ihr armen Rinder,
das Ferkel, Kalb, sie sind auch Kinder.

Im Stall da bist Du eingesperrt,
den ganzen Tag, die ganze Zeit.

Darfst nichts tun was Dein Herz begehrt,
kein Ausserirdischer, der Dich befreit.

Jeannette Simon, simon.gallerie@vgt.ch


13. Mrz 1999

Ich habe das mit den Hhnern gelesen, und finde es nicht gut, das ein Huhn nur knapp 2 m zur Verfgung hat. 5 m wre besser, aber wrde das weltweit praktiziert, wre bei einem Durchschnittsverzehr von ungefhr 10 Hhnern pro Kopf, wrde Deutschland alleine etwa 4.000.000.000 m brauchen, um allen Hhnern dieses Recht einzurumen. Haben Sie dann noch Platz im Schlafzimmer ?
Tierschutz in Ehren, aber das kann ich nicht so richtig verstehen.
Peter Knauf, mcpfennig@kamenz.de

Antwort:
Wo haben Sie das mit den 2 m her? In Deutschland hat ein Huhn bekanntlich knapp die Flche eines A4-Blattes zur Verfgung. Bei den Masthhnern sieht es nicht besser aus als bei den Legehennen in den Kfigen: Tier an Tier, soviel als nur hineinpassen. Deutschland hat ja bekanntlich langjhrige Erfahrung im Bau von KZs, wie sich heute noch zeigt. Und wenn Sie als Durchschnittsdeutscher nicht 10 Hhner pro Jahr fressen, sondern sich gesund und vegetarisch ernhren wrden, htte Ihr ernhrungsgeschdigtes Hirn wahrscheinlich nicht so dmliche Hirngespinste produzieren - und es htte Platz fr 20 m Lebensraum pro Huhn.

Warum Sind Sie eigentlich so aggressiv ? Mein Mail war doch gar nicht so ernst gemeint.
Peter Knauf, mcpfennig@kamenz.de

Ich bin aggressiv gegen Tierquler und deren Mittter und Mitlufer. Das Thema ist zu Ernst, um schlechte Witze darber zu machen. Bei der Kritik der Auslaufflche von 1.8 m2 pro Huhn bei Migros-"Freilandhaltung", auf welche Sie sich beziehen, ging
es um Konsumententuschung und skrupellose fiananzielle Ausntzung des Mitleids mit den Tieren. Im brigen habe ich schon in meinem Buch "Tierfabriken in der Schweiz" dargelegt, dass es falsch ist, die bentigte Landflche fr die Hhnerhaltung so zu berechnen (Auslaufflche mal Anzahl Hhner). In einer tiergerechten, kologischen Landwirtschaft brauchen Hhner praktisch kein zustzliches Land. Sie knnen auf abgemhten Wiesen, abgeernteten ckern und in Obstgrten Futter suchen (fahrbare Hhnerstlle).

Email


2. Mrz 1999

Mit der Verffentlichung der folgenden Zuschrift weise ich gerne wieder einmal darauf hin, dass - wer nicht nur an Tierschutz, sondern auch an seiner eigenen Gesundheit interessiert ist - mglichst im Reformhaus einkaufen sollte, speziell Reform-Margarine. Erwin Kessler.

Sehr geehrter Herr Kessler, Sie empfehlen regelmssig Margarine als Alternative zu Butter. Darf ich Sie bitten, darauf hinzuweisen, dass nur Margarine ohne gehrtete le eine gesunde Alternative darstellt: Bei der Hrtung fallen Transfettsuren an, die das Immunsystem schwchen. Detailliertere Infos dazu gibt es unter http://www.icom.net/~nexus/margarine.html
Bei dieser Gelegenheit mchte ich Ihnen einmal danken fr Ihre ungeheuer wichtige Arbeit, und hoffe, dass Sie Ihren Kampf niemals aufgeben werden. Ich als Vegetarier wurde brigens schon als schizophren bezeichnet, auch als Rassist, letzteres von einem fleisch(fr)essenden Juristen, der dies damit begrndete, dass ich keine Tiere, wohl aber Pflanzen esse. Er postulierte dazu einfach eine dem Tier vergleichbare Leidensfhigkeit der Pflanze, wobei er noch als Detail wusste, dass die Pflanze, die vom Tier abgebissen wird, weniger leidet, als wenn sie ganz ausgerissen wird. Es war sein voller Ernst. Ich muss insgeheim zugeben, dass dieser Jurist seine Sache gut ausgedacht hat: Die Argumentation ist nicht zu widerlegen, wenn auch nicht zu beweisen. Allerdings hat er damit auch ein m.E. erschreckendes Bild seines Geistes offengelegt, der ihn derart befhigt, sich in Selbstverblendung um die wirklich wichtigen Fragen zu drcken. Ich habe mich gefragt, ob die Universitten solche Geisteshaltungen heranzchten, oder, umgekehrt, ob beispielsweise das Studium der Jurisprudenz Leute anzieht, die solche 'Arbeitsweisen' des Geistes schon latent in sich tragen.
Mit freundlichen Grssen Hans Holzherr, Hans.Holzherr@aum.unibe.ch


28. Februar 1999

Sehr geehrter Herr Kessler,
das Schchten erscheint auch mir als eine Steinzeit-Barbarei, egal von welcher Religion, Islam oder was immer, es nun untersttzt wird. Vermutlich haben Sie deshalb ein so hartes Urteil erhalten, weil sie aus sicher berechtigtem rger ber diese Grausamkeit gegenber dem betroffenen Lebewesen viel zu heftig auf die jdische Religion abgestellt haben, obwohl beispielsweise messianische Juden -sie glauben an Jesus und an die Thora- und moderne Juden -sie sind die groe Mehrzahl beispielsweise amerikanischer
Juden- mit dem Schchten gar nichts zu tun haben wollen. BITTE differenzieren sie das, auch wenn sie noch mehr gekrnkt sein mgen durch die haerfllten Mordbriefe, die ich in ihren Beitrgen lesen mute.

Dazu meint Erwin Kessler:
Bitte differenzieren SIE. Ich rede nur von den Schcht-Juden und/oder den Juden, die mich angreifen.

Bitte vergleichen Sie die Mitglieder von anerkannten Religionen nicht lnger mit Menschenfressern und dergleichen, das verschrft doch nur ihre Lage und  bringt nichts, ich bitte Sie wirklich darum, weil Ihr Einsatz fr die Rechte der empfindsamen Sugetiere zu wichtig ist, als da er wegen ungeschickter Reden gefhrdet werden sollte.

Der Vergleich ist nicht ungeschickt, sondern sehr treffend. Fr geistig Blinde braucht es manchmal karrikative Hervorhebungen des Wesentlichen. Warum sollen wir das Schchten tolerieren, die Menschenfresserei nicht? Knnen Sie mir das erklren?

Gerne werde ich Sie in meine Ihnen gutwollende Gebete einschlieen als Kompensation fr die Hagebete, von denen ich leider lesen mute und sicher werden das auch andere tun, aber bitte versuchen sie die Situation von Ihrer Seite her zu de-eskalieren durch eine bewut sachlichere Wortwahl bei den Vergleichen von Tierleiden, glauben Sie mir, die Dokumentation ber das Schichten ist bereits mehr als schrecklich, viel schrecklicher als alle mglichen Worte!

Ich de-eskaliere sicher nicht, solange der Holocaust an den Tieren weitergeht. Warum fordern Sie nicht die Juden zum De-Eskalieren auf, welche mir Morddrohungen senden und mich ins Gefngnis werfen wollen  und diese Grauenhafte Tierqulerei rechtfertigen? Da soll ICH de-eskalieren. Das kann ja nicht Ihr Ernst sein. Wo und wie soll ich de-eskalieren? Die Tter nicht mehr beim Namen nennen und als Unmenschen bezeichnen? Nennen Sie das de-eskalieren? Ich nenne das Feigheit vor dem Feinde.

Mit freundlichen Gren und voller Hoffnung, da Sie die unfairen Worte gegen Sie und Ihre Arbeit friedvoll genauso ertragen und geduldig tragen,

Ich ertrage unfaire Worte gegen mich gerne, aber die Tierqulerei im Namen Gottes nicht. Da sind die allerschrfsten Worte noch ein zu schwacher Protest.

wie damals jener groe Jude, der sein Kreuz fr uns und die leidende Kreatur
auf sich nahm.

Hat er nicht gewisse ruchlose Elemente mit scharfen Worten aus dem Tempel gejagt?

Wie schrieb doch Paulus: "ALLE KREATUR WARTET AUF ERLSUNG"
Bert Beling, SilentRoses@t-online.de

Sobald Sie mit Ihrer sanften Methode die Tiere, DIE AUF ERLSUNG WARTEN, ERLST haben, braucht es meine militante Art nicht mehr. DAS wr doch DIE Lsung des Problems. Versuchen Sie's und geben Sie mir bitte Bericht, sobald Sie es geschafft haben! Danke. Erwin Kessler, Prsident VgT

Anmerkung: In der weiteren Korrespondenz mit Bert Beling ist mir die sture Hartnckigkeit aufgefallen, mit der er vorallem nicht will, dass beim Namen genannt wird, dass das religise jdische Schchten von Juden - den sogenannten Schcht-Juden - begangen wird, was ja nicht unwesentlich ist, solange sich diese auf die jdische Religion berufen und von Nicht-Schchtjuden dauernd verteidigt werden. Da ich diese Tne, die Bert Beling verbreitet, sattsam von jdischer Seite zu hren bekomme, habe ich bald einmal vermutet, dass Bert Beling heimlich jdische Interessen und nicht - wie er vorgibt - Tierschutzinteressen vertritt. Die direkte Frage, ob er Jude sei oder Juden in der engen Verwandtschaft oder Bekanntschaft habe, hat er durch ein wortreiches aber inhaltsloses Ausweichen auf ein Gefasel ber Genetik und Stammbume indirekt bejaht, gerade so als ob er Hitlers Rassenlehre anerkennen wrde, wonach das Judentum ein genetische Frage, nicht eine Religon wre. Fr mich ist jedenfalls Jude, wer sich zum Judentum bekennt, so wie ein Katholik ist, wer sich zum Katholizismus bekennt. Trotzdem spielt natrlich die enge Verwandt- und Bekanntschaft eine Rolle beim Vertreten (jdische oder katholischer) Gruppen-Interessen. Leider hat Bert Beling auch nicht auf meinen Vorschlag reagiert, sich gegebenenfalls ffentlich als Jude gegen das Schchten auszusprechen, was der ntzlichste denkbare Beitrag gegen Antisemitismus im Zusammenhang mit dem Schchten wre. Erwin Kessler


28. Februar 1999

Betreff: vgt news 27.2.99
Guten Abend Herr Kessler, Sie zeigen mit Ihrer Grundhaltung Profil. Profil, welches den meisten Brgern fehlt und um das Sie mit Sicherheit benieden werden. Ihre intentionserhaltende Auffassung Dinge anzugehen, zeigt, dass Sie sich weder von Ignoranten noch von Besserwissern aufhalten lassen. Wir hoffen, dass Sie - ob derartigen Berichten   - nicht aufhren sich Gehr zu verschaffen. Die steigende Anzahl Mitglieder des VgT spricht eine andere Sprache - und mit Sicherheit nicht diejenige einer Minoritt! Sie beeindrucken uns. Mit freundlichen Grssen
Eliane und Pascal Rupp, stall.rupp@vgt.ch


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