15. November 2014, aktualisiert am 10. Februar 2015

Grausame Kaninchenhaltung der "christlichen" Familie Willi und Hanna Brenner-Freitag
aus Buhwil/TG

(S/E) Kaninchen sind neugierige und bewegungsfreudige Tiere. Sie lieben es, herum zu rennen und Höhlen zu graben. Um glücklich zu sein, brauchen sie Artgenossen, mit denen sie gerne kuscheln und gegenseitige Fellpflege betreiben. Die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse wird den Kaninchen von Hanna und Willi Brenner-Freitag aus Buhwil lebenslänglich verwehrt. Einsam sitzen die Tiere den ganzen Tag in kleinen Kästen. 24 Stunden totale Monotonie und Langeweile!

Grosse Kaninchen in kleinen Zellen: Unschuldige in grausamer Isolationshaft

An Platz für ein schönes Freigehege würde es den Brenner's nicht fehlen. Doch von der Wiese, die die Kaninchen durch das Gitter ihrer kleinen Kästen hindurch sehen, können die armen Tiere nur träumen.

Dabei sollte es der Familie Brenner an Mitgefühl eigentlich nicht fehlen. Sie sind Mitglieder der Evangelischen Kirchgemeinde Neuchkirch an der Thur, wo Hanna Brenner viele Jahre lang in der Kirchenvorsteherschaft tätig war. Sie engagiert sich zudem für die Thurgauer Kantonalkirche. Aber wie wir leider schon oft feststellen mussten, beziehen viele dieser angeblich "gläubigen" Menschen das Gebot der Nächstenliebe nur auf Menschen, nicht aber auf die Tiere. Würden Sie, Herr und Frau Brenner, es einem unschuldigen Menschen zumuten, sein ganzes Leben in Isolationshaft in einer kleinen Zelle verbringen zu müssen? Wohl kaum, oder? Warum dann fügen Sie dieses Leid Ihren Kaninchen zu?

Wer Kaninchen in solche kleine Kästen sperrt ist gefühllos und hat kein Herz - auch wenn diese Tierquälerei in der Tierschutzverordnung des Bundesrates leider immer noch erlaubt ist - im Interesse der Tierversuchsindustrie, welche ihre Versuchskaninchen zur Profitmaximierung möglichst billig auf engstem Raum halten will. Diesen Missstand egoistisch auszunützen, ist alles andere als christlich!
Unter den schweizerischen Tierschutzorganisationen besteht ein Konsens darüber, dass die Käfig- und Kastenhaltung von Kaninchen eine Tierquälerei ist, die dringend verboten werden müsste. Auch das für den Tierschutzvollzug zuständige Bundesamt (BLV) ist der Ansicht, dass das gesetzliche Minimum den Bedürfnissen der Tiere nicht gerecht wird. Es empfiehlt deshalb Gruppen- und Auslaufhaltung - genau das, was auch der VgT fordert. www.vgt.ch/doc/kaninchen/index.htm

Sich selbst gönnen Willi und Hanna Brenner-Freitag natürlich ein bisschen mehr Luxus und Platz:

In einem Interview im Neukircherblatt vom Jahr 2011 sagte Hanna Brenner, dass sie im  Gemeindegebetskreis der evangelischen Kirche gerne gemeinsam für Anliegen beten, die von aussen an sie heran getragen würden. Frau Brenner, wir haben so ein Anliegen: Bitte beten Sie gemeinsam darum, dass Ihr Herz und das Ihres Mannes weich werden möge, damit Sie endlich dazu fähig werden, auch für Tiere Mitgefühl zu empfinden und damit aufhören, Ihre Kaninchen derart grausam und unchristlich zu behandeln!

Der VgT hat diesen christlichen Ignoranten Informationen über artgerechte Kaninchenhaltung geschickt. Diese christlichen Heuchler haben das Couvert des VgT ungeöffnet retourniert - "Annahme verweigert". 

Nachtrag vom 10. Februar 2015:

In einer schriftlichen Stellungnahme hat Willi Brenner am 9. Februar 2015 folgendes zu seiner Kaninchenhaltung geschrieben:

"Meine Kaninchen leben nicht in Käfigen, sondern in Ställen mit zwei Abteilen, mit Balkonen und sicherlich mit genügend Platz. Diese Haltung entspricht vollumfänglich den Vorschriften meiner Rasse. Vom Frühling bis Herbst leben die beiden Kaninchen mit ihren Jungtieren über den Tag in einem grosszügigen Gehege und müssen nur über die Nacht wegen Fuchs und Mardern retour in den Stall. Über den Winter halte ich nur die beiden Elterntiere in den Ställen, die ich Bedingt durch ihr Geschlecht getrennt halten muss."

 Kommentar:

Bis zur Intervention des VgT verbrachten Brenners Kaninchen auch den Sommer fast immer im Käfig-Kasten. Siehe die Abbildung oben. Die einzelnen Abteile in solchen Kästen werden als Käfige bezeichnet, was sie ja offensichtlich auch sind.
"Balkon": Eine irreführende Beschönigung der üblen Käfighaltung. In Wahrheit ist das lediglich ein erhöhtes Brettchen innerhalt der Käfige im Kastenstall.

"sicherlich genügend Platz": damit zeigt Brenner seine unsägliche Skrupellosigkeit wehrlosen Tieren gegenüber, die ganz andere angeborene, gut erforschte Bedürfnisse haben, als sie in einem solcher Käfighaltung ausleben können  (siehe zB die Kaninchen-Dokumentation des VgT, welche Brenner bekannt ist).

Über den ganzen langen Winter hält Brenner seine Kaninchen in grausamer Einzelhaltung - unmenschlich. Was sind das für christliche Heuchler, die solche Unmenschlichkeiten begehen, nur weil dies leider keine strafrechtlichen Folgen hat! Nicht alles, was nicht verboten ist, ist auch ethisch-moralisch vertretbar. Dass man das aktiven Christen sagen muss, ist mehr als erbärmlich. Sogar das wenig tierfreundlich eingestellte, für den Tierschutzvollzug zuständige Bundesamt (BLV) empfiehlt in seinen Richtlinien ausdrücklich Gruppenhaltung mit Auslauf, weil die vom Bundesrat im Interesse der Tierversuchsindustrie immer noch erlaubte Käfighaltung nicht tiergerecht ist (siehe Kaninchen-Dokumentation). Auch im Winter haben Kaninchen das Bedürfnis, im Freien herumzuspringen, wie die folgende Aufnahme (nicht bei Brenner) exemplarisch zeigt:

Adresse:
Willi und Hanni Brenner-Freitag
Ebnet 12
9215 Buhwil
Tel 071 633 19 62
Tel Geschäft bei der Firma Kernen AG in Buhwil, wo Willi Brenner arbeitet: 071 634 64 35
Email Willi Brenner: willi.brenner@kernen-ag.ch
Email an Hanni Brenner mit "Bitte an Hanni Brenner weiterleiten" an

sekretariat@neukirch.ch und diakonie@evang-tg.ch


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