21. April 2001

Fleischmafia dementiert nicht nur Enthüllungen des VgT, sondern jetzt auch des 'Kassensturz'

Mit dem Bericht über die Frifag-"Natura"-Poulets ist der Kassensturz offenbar der einheimischen Fleischmafia zu nahe getreten. Ähnlich wie man es sich gewohnt ist, wenn der VgT Missstände enthüllt, wird jetzt auch der Tatsachenbericht des Kassensturz als übertrieben und unwahr dargestellt:

1. Der notorische Tierschutzverhinderer Hans Stettler, Chef des Landwirtschaftsamtes des Kantons Thurgau, leistete gemäss einem Bericht in der Thurgauer Zeitung der vom Kassensturz kritisierten Frifag "Schützenhilfe".

2. In der Rheintalischen Volkszeitung vom 18.4.2001 wird behauptet, das Gegenteil der Kassensturz-Kritik sei wahr. In diesem mafiosen Zeitungsbericht wird mit Verdrehungen und gezielten Auslassungen versucht, der Öffentlichkeit einzureden, der Kassensturzbericht sei eine Übertreibung von "Sensationsmoderatoren des Schweizer Fernsehens" und den Masthühner gehe es gut. Dabei unterschlägt die Zeitung entscheidende Tatsachen:

- Die gesetzlich erlaubte hohe Belegungsdichte für die Pouletmast ist bereits ein tierquälerisches Zugeständnis an die Fleischmafia. Die Rheintalische Volkszeitung tut so, als wäre die gesetzlich erlaubte Belegungsdichte ein Paradies für Tiere und das Wort "Tierquälerei" deshalb bei Überbelegungen unangebracht. Solche Überbelegungen entstünden deshalb - so die Volkszeitung -, weil es den Tieren so sehr gut gehe, dass sie schneller als normal gross und schwer würden. Die Tatsache, dass dies nicht auf Wohlbefinden, sondern auf Qualzucht zurückzuführen ist, wird gezielt unterdrückt. Dass normalerweise "nur" drei bis fünf Prozent der Tiere während der 35 Tage dauernden Mastzeit sterben, wird gar positiv, als Beweis für eine "pflichtgemässe" Arbeit des Mästers hingestellt! Eine Aufnahme in der Volkszeitung zeigt den Auslauf einer Pouletmast in Altstätten. Die Legende dazu: "Im Maststall-Auslauf am Färbertrinerhof wird die wärmende Sonne genossen." Der kritische Betrachter entdeckt indessen, dass die Sonne auf kaum einem halben Meter breit in den Auslauf scheint und dass nur ein kleiner Bruchteil der 6000 Masthühner überhaupt im Auslauf sind. Wie der Kassensturz richtig berichtet hat, können die qualgezüchteten Poulets kaum gehen und deshalb auch den Auslauf kaum benützen. Das ist wissenschaftlich erwiesen, aber ein dahergelaufener oder von der Fleischmafia gesandter Journalist der Rheintalischen Volkszeitung weiss das natürlich besser als Tierärzte und Forscher und konnte sich, wie er schreibt, vom Gegenteil dessen, was der Kassensturz berichtete, "vergewissern".

Anstatt sich über solche Konsumententäuschungen und Massentierquälereien grün und blau zu ärgern, gibt es bessere Möglichkeiten: Das Abonnement der Rheintalischen Volkszeitung künden und vegetarisch essen - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe!


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