Das "Nutztier"-Elend im Kanton Schaffhausen

und die Machenschaften der Schaffhauser Agro- und Politmafia


Schweine an der Ostschweizer Landwirtschaftsmesse OLMA...

 

... und im Alltag der
Schaffhauser Landwirtschaft:

Schweinefabrik von Landwirt Eidi Odermatt, Haslacherstr 214, Wilchingen:

Jungschweine in trostloser Intensivhaltung in extremer Eintönigkeit auf engstem Raum auf tierquälerischem Vollspaltenboden (Betonrost über den Güllenkanälen). Das wenige, das die schwachen Tierschutzvorschriften den Tieren noch bieten - eine Beschäftigungsmöglichkeit mit Stroh oder ähnlichem - fehlt. Die Tiere werden genau so gehalten wie in Ländern, die kein Tierschutzgesetz haben. Das herrschende Regime tritt das vom Schweizervolk mit überwältigendem Mehr gutgeheissene Tierschutzgesetz täglich mit den Füssen - tierverachtend, demokratieverachtend, menschenverachtend.

 

Landwirt Willy Hauser, Brudergass 19, Trasadingen:

Die Tiere vegetieren in diesem dunklen Loch, sehen nie die Sonne und den Himmel, und die Nachbarschaft leidet unter dem Gestank.

 

Schweinefabrik von Landwirt Rüedi-Schnetzler, Zum Brunnenhof 214, Gächlingen (an der Grenze zu Siblingen):

In dieser riesigen Schweinefabriken vegetieren die sensiblen Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht auf Vollspaltenböden, in extremer, unvorstellbarer Monotonie.

 

Landwirte Eugen und Susi Eggstein, Zum Salzbrunnen 216, Schleitheim:

Mutterschweine in den berüchtigten Kastenstandhaltung. In diesen nur gerade körpergrossen Käfigen werden die Tiere zu anhaltender Bewegungslosigkeit gezwungen. Die gesetzlich vorgeschriebene Stroheinstreu für gebärene und säugende Mutterschweine fehlt - wie üblich im Kanton Schaffhausen. Die Muttertiere müssen auf dem nackten Zementboden gebären und ihre Jungen säugen.

 

Landwirt Hans Schelling, Gruberhof, Siblingen:

Vom Bundesrat erlaubte tierquälerische Kastenstandhaltung von Mutterschweinen.

 

Schweinefabrik von Richard Meier in Siblingen, hinter dem Strassenverkehrsamt
[nicht in der gedruckten Ausgabe]

Auch hier fehlt die gesetzlich vorgeschriebene Einstreu (TSchV Art 23 Abs 2). Wie die Aufnahme beweist, muss das säugende Muttertier mit den frisch geborenen Jungen auf dem nackten, harten Zementboden liegen. Auch die gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsmöglichkeit fehlt (TSchV Art 20).

Wie auf dieser Aufnahme deutlich sichtbar ist, fehlt die gesetzlich vorgeschriebene Stroheinstreu. Wir haben deshalb gegen Landwirt Richard Meier eine Strafanzeige eingereicht, worauf Meier vom Schaffhauser Politfilz reingewaschen wurde [nach Redaktionsschluss eingetroffen, darum nicht in der gedruckten Ausgabe]: Untersuchungsrichter W Zürcher erliess eine Einstellungsverfügung, "nachdem sich anlässlich der Kontrolle vom 2.10.2002 keine Hinweise auf Verstösse gegen die Tierschutzgesetzgebung ergeben haben". Der obige fotografische Beweis, dass Meier die Einstreuvorschrift missachtete, ist im Sprachgebrauch des Schaffhauser Politfilzes "kein Hinweis auf einen Verstoss gegen die Tierschutzgesetzgebung". So geht das immer im Kanton Schaffhausen.

 

Coop-Naturaplan-Schweinemästerei Külling in Wilchingen:
Verletztes Schwein seinem Leiden überlassen

Ein verletztes, geh-unfähiges Schwein in der Coop-Naturaplan-Mästerei Külling in Wilchingen, vor Schmerzen zitternd (siehe den blutenden Fuss).
Der VgT erstattete Strafanzeige, weil das kranke Tier nicht ausreichend gepflegt und veterinärmedizinisch behandelt und oder euthanasiert wurde, wie es das Tierschutzgesetz vorschreibt. Es lag mitten im Gedränge der Artgenossen, welche hin- und her über das kranke, schmerzende Bein trampelten. Das kranke Tier war offensichtlich nicht mehr fähig, einen ruhigen Platz oder die Wassertränke aufzusuchen. Der VgT verlangte Sofortmassnahmen, worauf das Tier vorzeitig geschlachtet und damit von seinen Leiden erlöst wurde. Der Tierarzt dieses Betriebes hatte Kenntnis von dem kranken Tier. Gegen ihn wurde ebenfalls Strafanzeige erstattet wegen Mittäterschaft, doch die Schaffhauser Agro- und Politmafia versteht es, ihre Leute zu schützen; die Strafuntersuchung wurde mit unwahrer Begründung eingestellt.

Die Nicht- oder nicht angemessene Behandlung kranker Tiere verstösst klar gegen die Tierschutzverordnung. Artikel 3 Absatz 3 lautet: "Kranke und verletzte Tiere muss der Tierhalter unverzüglich ihrem Zustand entsprechend unterbringen, pflegen und behandeln oder aber töten." Im vorliegenden Fall wurde das Tier weder mit Schmerzmitteln noch durch Töten von seinem Leiden befreit. Der Mäster und sein Tierarzt töteten das leidende Tier aus Profitsucht nicht. Sie wollten das Fleisch retten. Von seiten des Mästers und des Tierarztes wird behauptet, das Tier sei mit Antibiotika behandelt worden. Die Strafuntersuchung wurde darum mit der pauschalen Begründung eingestellt, das Tier sei tierärztlich behandelt worden. Tatsache ist jedoch:

1. Antibiotika sind keine Schmerzmittel, nehmen dem Tier die Schmerzen nicht.

2. Zur Zeit, als VgT-Präsident Erwin Kessler das leidende Tier antraf und fotografierte, erhielt es keine Behandlung, auch keine Antibiotika. Diese waren nämlich abgesetzt worden, um das Tier schlachten und verwerten zu können. Mehrere Tage vor dem Schlachten dürfen keine Antibiotika gegeben, damit die Rückstände im Fleisch unterhalb der Toleranzgrenze bleiben. Das Tier wurde deshalb einfach mehrere Tage bis zur Schlachtung seinem Leiden überlassen. Das ist ganz klar eine verbotene Tierquälerei (TSchV Art 3 Abs 3).

3. Das Tier lag bei im Auslauf, direkt bei der Eingangsluke zum Stall, wo die anderen Tiere hin und her rannten. Das kranke, gehunfäige Tiere hätte an einen ruhigen Ort abgesondert und gepflegt werden müssen. Es einfach dem Getrampel der anderen Tiere zu überlassen, welche über das verletzte, schmerzende Bein liefen, stellt keine sachgemässe Pflege im Sinne von TSchV Art 3 Abs 3 dar.

Obwohl dieser Sachverhalt vom Amtstierarzt festgestellt worden ist, hat Untersuchungsrichter W Zürcher die Strafuntersuchung eingestellt und die Verantwortlichen amtsmissbräuchlich vor Strafe geschützt.

[Anmerkung: der Ausgang dieses Strafverfahrens wurde erst nach Redaktionsschluss bekannt und ist in der gedruckten Ausgabe noch nicht enthalten]

Dass sich dieser Vorfall auf einem Coop-Naturaplan-Betrieb ereignete, überrascht nicht. Den meisten diesem Label-Programm mit "besonders tierfreundlicher Haltung" angeschlossenen Mästern geht es nur um den besseren Ertrag; das Wohlbefinden der Tiere ist Nebensache. Die Kontrolle der Coop-Naturaplan-Betriebe funktioniert nicht; die Kontrolleure drücken angesichts von Missständen gerne beide Augen zu. Einsetzen des Suchwortes "naturaplan" in die Suchfunktion liefert die lange Liste über den Coop-Naturaplan-Schwindel.

 

Auch
Kälber und Kühe
sind arme Schweine im Kanton Schaffhausen

 

Kälber- und Rinder in tierquälerischer Intensivhaltung auf Vollspaltenböden bei Landwirt Beugger in Neunkirch:
 

Für Kälber ist diese Haltungsart verboten. Artikel 17 der Tierschutzverordnung verlangt für die Kälberhaltung einen mit Stroh eingestreuten Liegebereich.

Rindermast auf Vollspaltenböden bei Landwirt Kurt Beugger in Neunkirch, Die Tiere kommen nie ins Freie, verbringen das ganze Leben im Gedränge und müssen am gleichen Ort auf dem Betonrostboden fressen, koten und liegen. Das ist die übliche Art der Intensivmast. Die Tiere merken nichts davon, dass das Schweizervolk vor über 20 Jahren mit grosser Mehrheit ein Tierschutzgesetz gutgeheissen haben, welches eine artgerechte Tierhaltung verlangt.

Auf Anzeige des VgT hin wurde Landwirt Beugger mit 150 Franken gebüsst wegen Überbelegung einer Mastbucht. Das durch diese Aufnahmen belegte verbotene Halten von Kälbern unter vier Monaten auf Vollspaltenböden wurde NICHT beanstandet. Die Beamten des Landwirtschaftsamtes behaupteten einfach, die Kälber seien Älter. Ein vom VgT beantragtes neutrales Fachgutachten zum Alter der Kälber wurde vom zuständigen Untersuchungsrichter Zürcher nicht eingeholt; wie auch andere Fälle zeigen, übernimmt er offenbar blindlings alles, was die Bauern behaupten, die beauftragt sind, ihre Kollegen zu "kontrollieren".

 

Verbotene Anbindehaltung von Kälbern bei Landwirt Christian Baumann in Oberhallau
[nicht in der gedruckten Ausgabe]

Auf Anzeige des VgT hin wurde Landwirt Baumann mit 240 Franken gebüsst.

 

Lebenslänglich an der Kette gehaltene Kühe von Werner Müller in Löhningen:
[nicht in der gedruckten Ausgabe]

In diesem dunklen Stall an der Herrengasse 22 lasse Landwirt Werner Müller seine Kühe gesetzwidrig und tierquälerisch dauernd an der Kette angebunden, hat uns ein Nachbarn gemeldet:

 

Ein Augenschein des VgT bestätigt: Der Alibi-Auslauf auf dem schmalen Weg hinter dem Stall ist offensichtlich unbenützt (Aufnahme vom 20.10.02, mehrere Zeugen):

Nach geltenden Tierschutzvorschriften müssten die Kühe 2 mal pro Woche Auslauf erhalten. Der VgT reichte deshalb beim Untersuchungsrichteramt Schaffhausen eine Strafanzeige eingereicht. Die Strafuntersuchung wurde jedoch eingestellt mit der Begründung, eine Kontrolle vom 20.12.2002 habe ergeben, dass die Auslaufvorschrift eingehalten werde.... 
So geht das immer im Kanton Schaffhausen, wenn der VgT Missstände aufdeckt. Gegen klare Beweise werden die Tierhalter gedeckt.

 

Pferde

 Verbotene Anbindehaltung bei Landwirt Hans Ochsner, Trottengasse 112, Oberhallau

Das winzige Fenster ist mit einem Sack verhängt, angeblich als Fliegenschutz. Dunkelhaltung ist gemäss Art 14 Abs 1 der Tierschutzverordnung ausdrücklich verboten.

Freien Auslauf erhalten die Pferde nicht. Sie verbringen fast das ganze Leben angebunden in diesem dunklen Loch und kommen nur ab und zu zum Ausfahren mit der Kutsche aus dem Stall (Publikumsfahrten). Pferde sind Bewegungstiere. Die tage- und wochenlange Unterdrückung des Bewegungsbedürfnisses verstösst gegen Art 3 Abs 2 TSchG.

Nach Ansicht massgebender Fachleute erfüllt die Anbindehaltung von Pferden den Tatbestand der Tierquälerei (www.vgt.ch/news2002/021025.htm). Gemäss Artikel 3 des Tierschutzgesetzes darf die für ein Tier notwendige Bewegungsfreiheit nicht unnötig eingeschränkt werden, wenn damit für das Tier Schmerzen oder Leiden verbunden sind. Diese gesetzliche Vorschrift wird vom Bundesamt für Veterinärwesen in seinen Richtlinien über die Haltung von Pferden (Ziffer 22) so ausgelegt, dass die Anbindehaltung verboten ist, ausser kurzfristig, zB bei tierärztlicher Behandlung.

Trotz alldem hat eine vom VgT beim Untersuchungsrichteramt eingereichte Strafanzeige wenig bewirkt. Die Pferde bleiben weiterhin in diesem düsteren Stall angebunden. Tierelend zählt nicht viel bei den Schaffhauser Behörden.

Nach Redaktionsschluss hat sich ergeben (nicht in der gedruckten Ausgabe):
Ochsner hat eine Glasfenstertüre eingebaut, so dass etwas mehr Licht in den Stall kommt. Zudem werden die Pferde nun ab und zu im Auslauf gesichtet. Sie werden aber weiterhin in tierquälerischer, verbotener Anbindehaltung gehalten, mit Duldung durch die Schaffhauser Behörden. Das Strafverfahren ist noch hängig.

 

Verbotene Anbindehaltung von Pferden bei den Geschwistern Vögeli, Zum Steinhof, Gächlingen:

Zwei Pferde stehen hier angebunden neben ein paar ebenfalls angeketteten Kühen in diesem dunklen Stall. Auslauf erhalten die Tiere selten. Die Pferde liegen auf dem nackten, einstreulosen Boden. Auch bei den Kühen fehlt die gesetzlich vorgeschriebene Einstreu.

Nachtrag:
Nach Redaktionsschluss der gedruckten Ausgabe erliess das Untersuchungsrichteramt des Kantons Schaffhausen eine Strafverfügung gegen Berta Vögeli, wegen verbotener Anbindehaltung eines unter 4 Monate alten Kalbes, wegen Nichtbeachtung der Vorschrift betreffend Beleuchtung des Stalles, sowie wegen Nichtreparieren einer defekten Futterkrippe, von welcher Verletzungsgefahr für die Pferde drohte. Die Hauptpunkte, die verbotene Anbindehaltung der Pferde und die Missachtung der Auslaufvorschrift, blieben in der Strafverfügung unbeachtet. Vögeli erhielt eine Trinkgeldbusse von 200 Franken.

 

ESSEN SIE VEGETARISCH - IHRER GESUNDHEIT UND DEN TIEREN ZULIEBE
- besonders in Restaurants und Kantinen:

Konsumenten kaufen zunehmend Bio-Fleisch. Aber was passiert mit dem konventionellen "Schweizer Fleisch"? Dieses wird in Restaurants serviert! Verlangen Sie deshalb ein gutes vegetarisches Menü - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe!

Zum Selberkochen zuhause empfehlen wir das "Tierfreundliche Kochbuch", erhältlich beim VgT für 38 Franken (plus 6 Fr Versandkosten). Bestelladresse: VgT, 9546 Tuttwil, Fax 052 378 23 62, Email Email

 

Hühner


Gemälde von Heidi Baumann

Die Realität sieht anders aus:

Nackte Hühner bei der Eier Haas GmbH in Löhningen

So wie hier in der Hühnerfabrik der Eier Haas GmbH sehen "glückliche Schweizer Hühner aus, welche "Eier aus Bodenhaltung" legen. Statt Einstreu zum Scharren und zum Sandbaden hat es nur Kot auf dem Boden:

Die Eier Haas GmbH preist ihre Eier als “Bodenhaltungseier mit Auslauf” an. Diese sprachliche Fehlleistung trifft unfreiwillig die Wahrheit: Nur die Eier - nicht die Hühner - haben Auslauf. Ein Eierbub bringt sie an die Tür privater Haushaltungen.

Der Betrieb liegt in der offenen Landschaft, mitten in grünen Wiesen. Doch davon sehen die 10'000 Hühner der Eier Haas GmbH nie etwas. Der Alibi-"Auslauf" ist in Wirklichkeit nur ein Stallanbau mit Gitterfront:

Nicht einmal ein Sandbad ist möglich. Der Boden ist total mit Hühnerdreck bedeckt:

So sehen "glückliche" Schweize Hühner aus, welche "Eier aus Auslaufhaltung" legen. Leider ist die Eier Haas GmbH in Löhningen kein Einzelfall, sondern der Normalfall, wie der VgT seit über zehn Jahren immer wieder aufdeckt (siehe den Dokumentarbericht "Glückliche" Schweizer Hühner ohne Federn). Das die Behörden solche Zustände als "normal" betrachten, zeigt sich auch daran, dass diese auf Anzeige des VgT hin als "gesetzeskonform" beurteilt wurden.

Der gesetzlich vorgeschriebene "Scharrraum" ist völlig mit Hühnermist bedeckt. Die Hühner leiden extrem unter Milbenbefall. Sie sind dem ständigen Juckreiz wehrlos ausgeliefert, da keine Gefiederpflege möglich ist. Nirgends eine Gelegenheit zum Sandbad, das für die Gefiederpflege wichtig ist.

Haas behauptete am 29.8.02 gegenüber Radio Munot, dieser Zustand der Hühner sei normal, die Kritik des VgT sei unberechtigt. Frage an den Leser: Haben Sie schon einmal einen Vogel in einem solchen Zustand gesehen? Sicher nicht, denn Vögel in einem derart schlimmen Zustanden würden in der Natur nicht lange überleben. Sie überleben auch in solchen Tier-KZs nicht lange: viele sterben vorzeitig und landen auf dem Mist:

Eier Haas GmbH in Löhningen

Diejenigen, die nicht vorzeitig verenden, werden nach rund 15 Monaten geschlachtet; sie sind dann ausgelaugt und erschöpft und nicht mehr zu gebrauchen, obwohl sie noch ganz jung sind. Unter gesunden Lebensbedingungen werden Hühner zehn und mehr Jahre alt. Aber Haas hat recht, wenn er behauptet, dieser Zustand der Hühner sei normal - leider ist das in der Massentierhaltung tatsächlich "normal". Die angeblich glücklichen Schweizer Hühner werden durch Überzüchtung und mit Spezialfutter zu einer maximalen Legeleistung im ersten Lebensjahr angetrieben. Dann sind sie in diesem erbärmlichen Zustand und werden geschlachtet. In einem Hühner-Fachbuch heisst es: "Das Gefieder ist eines der optischen Merkmale, wonach wir das Befinden des Hühner primär einschätzen." (aus: Burckhardt/Fölsch/Scheifele: Das Gefieder des Huhnes, Birkhäuser Verlag). Die gewerbsmässigen Tierquäler versuchen der Öffentlichkeit einzurden, das furchtbare Aussehen der Hühner sei nur die sog Mauser, dh der jährliche Gefiederwechsel. Dies ist unwahr: Erstens sehen die Hühner während der Mauser nicht so erbärmlich aus und sind nicht halbnackt. Und zweitens legen die Hühner in der Mauser keine Eier; sie werden deshalb vor der ersten Mauser geschlachtet. Die Eier Haas GmbH in Löhningen ist leider kein Einzelfall, sondern in der Schweizer Eierproduktion die Regel. Mehr über die in der Öffentlichkeit noch nicht bekannte und von den Medien seit Jahren unterdrückte Tatsache, dass die angeblich "glücklichen" Schweizer Legehennen generell unter KZ-ähnlichen Zuständen gezüchtet und gehalten werden und derart erbärmlich aussehen im Bericht "Die angeblich "glücklichen" Schweizer Hühner verlieren die Feden - ein Subventionsbetrug mit "besonders tierfreundlich".

Nachdem Haas den Stall mit diesen übel zugerichteten Hennen geleert und mit schönen neuen Junghennen gefüllt hatte, besuchte ein Schreiberling namens Wolfang Schreiber, Redaktor bei den Schaffhauser Nachrichten am 4. September 2002 einen verlogenen Bericht unter dem Titel "Die Tierhalter haben nichts zu verbergen", der den Bericht des VgT als unwahr hinstellte. Schreiberling Schreiber wagte zwar nicht direkt zu behaupten, diese Aufnahmen seien gefälscht, aber suggerierte dies indirekt. Der "Schweizer Bauer" fasste denn auch Schreibers Bericht dahingehend zusammen, ein Reporter der Schaffhauser Nachrichten habe die "Probe aufs Exempel" gemacht, "aber von den Behauptungen des VgT im Internet sei nicht die geringste Spur zu entdecken gewesen".
Einseitig und tendenziös werden in Schreibers Bericht die fadenscheinigen, verlogenen Rechtfertigungen des Betriebsleiters Jakob Haas dargestellt. Die Berichterstattung des VgT wird als unwahr und übertrieben dargestellt, ohne dass der VgT Gelegenheit zu einer Entgegnung erhalten hätte. Es geht offensichtlich darum, die Konsumenten nach dem Schock, den diese Bilder ausgelöst haben, wieder zu beruhigen. Zuerst beschreibt SN-Redaktor Schreiber, wie schön die bei seinem Betriebsbesuch neu eingestallten braunen Junghennen aussähen und dass die Behauptung des VgT, der Scharrraum sei mit Kot bedeckt, gar nicht stimme, es seien frische Hobelspäne eingestreut. Dann geht er kurz auf den zweiten Stall ein, wo inzwischen die älteren, weissen Hennen ihre Federn verlieren. Über den Zustand des "Scharrraumes" hier bei den älteren Hennen, wo es keine Hobelspäne mehr gibt, sondern nur noch - wie oben abgeildet - überall Kot, kein Wort! In Tat und Wahrheit wird - bzw wurde mindestens bis zu dieser Veröffentlichung - in der Hühnerfabrik Haas beim Einstallen neuer Tiere der Stall frisch eingestreut und dann das ganze Jahr nicht mehr, bis die Hühner geschlachtet werden. Nach kurzer Zeit haben die Hühner nichts mehr zu scharren, da es nur noch eine matschige Schicht Kot am Boden hat, wie die Aufnahmen zeigen. Der gesetzlich vorgeschriebene Scharrraum existiert damit faktisch nicht. Dies alles wurde im Bericht von Redaktor Wolfgang Schreiber unterdrückt und stattdessen der Eindruck erweckt, die Feststellungen des VgT seien unwahr. Auffallenderweise schreibt er kein Wort zu den hier veröffentlichten Aufnahmen, die das Gegenteil von dem beweisen, was er seinen Lesern auftischt. Statt dessen geht es in seinem Bericht weiter mit Desinformation: Die Hühner seien gesund, sonst würden sie keine Eier legen. Dass ihnen die Federn ausfallen, sei nur die Mauser, dh die natürliche Erneuerung des Federkleides. Dass dies unwahr ist, dass im Gegenteil Hühner in der Mauser gar keine Eier legen und gar nicht so aussehen, keine nackten Hinterteile haben, weil laufend neue Federn wachsen, haben wir schon richtig gestellt, als Radio Munot diese Unwahrheit verbreitete (ebenfalls ohne dem VgT Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu geben; siehe oben). Auf obigen Abbildungen deutlich zu sehen ist, dass gar keine neuen Federn wachsen; auf den kahlen Stellen ist kein junger Flaum, keinerlei neues Federnwachstum zu sehen. Den armen Tieren fallen die Federn krankhaft aus, ohne dass neue Federn nachwachsen. Redaktor Wolfgang Schreiber schrieb seinen einseitigen Bericht arglistig, wider besseres Wissen, denn er kennt den vorliegenden Internetbericht und weiss deshalb auch, was wir schon früher zu dieser angeblichen "Mauser" richtiggestellt haben. Wenn er schon nichts von Hühnern versteht und offensichtlich ein abgestorbenes Empfinden hat, das hinter demjenigen eines Erstklässlers zurückbleibt, wäre es wenigstens anständiger Journalismus gewesen, auch die Meinung des VgT dazu zu veröffentlichen. Dann hätte auch richtig gestellt werden können, dass das Eierlegen absolut kein Zeichen für Gesundheit ist. Die Legehennen sind derart extrem auf hohe Legeleistung gezüchtet, dass das Eierlegen ihre stärkste Seite ist. Sind sie gesundheitlich angeschlagen, dann hört das Eierlegen zuletzt auf, auf Kosten anderer Körperfuntionen, wie der erbärmliche Zustand der Tiere zeigt. Auch Hühner in extrem grausamen Käfigbatteriehaltung erbringen bekanntlich höchste Legeleistungen Aber das dürfen die Konsumenten nicht wissen, denn die sollen weiter fleissig Eier essen und die Wirtschaft und Landwirtschaft in Schwung halten.

Ein Forumbeitrag dazu: Tendenziöser Bericht in den Schaffhauser Nachrichten

Die Schaffhauser Nachrichten verweigerten dem mit falschen Tatsachendarstellungen verunglimpften VgT das ihm gesetzlich zustehende Gegendarstellungsrecht. Statt dessen wurde eine weitere unsachliche Attacke gegen den VgT veröffentlicht. Wirtschaft und Konsum über alles, so das armselige Kredo der konservativen Schaffhauser Nachrichten. Zum Glück gibt es aber noch die VgT-Nachrichten. In der gedruckten Ausgabe - die in alle Haushaltungen im Kanton Schaffhausen verteilt werden wird - wird über diese Machenschaften der Schaffhauser Nachrichten und der Behörden- und Agromafia berichtet werden.

Diese üble Tierfabrik liefert seine Eier von angeblich glücklichen Auslaufhühnern mittels eines "Eier-Buben" an die Türen der privaten Haushalte (> Erfahrungsbericht einer getäuschten Konsumentin) und auch an das Kantonsspital Schaffhausen. Wir haben deshalb dem Spitalpersonal per Email folgendes geschrieben:

An das Personal des Kantonsspitals Schaffhausen

Das Kantonsspital bezieht Eier von angeblich glücklichen Hühnern von der
Eier-Haas GmbH, Löhningen. In Wirklichkeit handelt es sich um eine üble
Tierfabrik: www.vgt.ch/vn/0301/schaffhausen.htm

Unsere Empfehlung: Verlangen Sie in der Kantine ein gutes vegetarisches Menü OHNE EIER - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe!

Reaktionen:

Als erster reagierte Dr med Jürg Peter, leitender Arzt:  "Sehr geehrter Herr Kessler. Bitte teilen Sie mir umgehend mit, wie Sie an meine emailadresse gelangt sind. Bitte streichen Sie mich umgehend aus Ihrer Adresskartei, ich wünsche keine weiteren Mitteilungen. Mit freundlichen Grüssen, J. Peter"

Antwort von Dr Erwin Kessler: "Warum so aggressiv wegen einem einmaligen Email? Stört Sie die Nachricht beim Augen verschliessen vor dem, was Sie essen? Sie sollten vielleicht einmal in sich gehen und sich mit seelischer Nahrung versehen, statt einfach blind und rücksichtslos Tierquälerprodukte in sich hineinestopfen. Ein sensibler, seelenvoller Mensch reagiert jedenfalls nicht so, wenn er auf Tierleid aufmerksam gemacht wird, gegen das er ganz persönlich und direkt etwas tun kann. Mit freundlichen Grüssen, Erwin Kessler"

*

Guten Tag Herr Erwin Kessler. Sie lösen mit Ihrem Aufruf eine Lawine von eMails und damit Ärger und Unmut aus. Sie erreichen wohl das Gegenteil von dem, was Ihr Anliegen ist, wenn Sie auf diese Weise weiterfahren. Als Informatikverantwortlicher dieses Hauses, der mit dem Einkauf von Eiern nicht das geringste zu tun hat, bitte ich Sie, sofort auf den Versand von solchen Massen-Mails an unseren Spital zu verzichten. Wenn Sie Ihr Anliegen vorbringen wollen, dann wenden Sie sich bitte an den Einkaufsverantwortlichen, unseren Küchenchef. Lassen Sie die anderen Ärzte und Kadermitarbeiter aus dem Spiel. Übrigens: wer schreibt hier aggressiv? Grüsse, Peter Rohner, Leiter Informatik, Kantonsspital Schaffhausen

Antwort:
Guten Tag Herr Rohner. Schade, dass Sie sich über unsere kurze Mitteilung aufregen, ohne diese zur Kenntnis genommen zu haben. Die Verantwortung für den Konsum und damit auch für die Produktion von Tierquäler-Eiern liegt nicht allein bei Ihrem Küchenchef, sondern bei jedem einzelnen Spitalangestellten (und auch bei jedem Patienten), der Menüs mit Ei-Zutaten konsumiert. Darum ist die gesamte Belegschaft des Spitals direkt betroffen. Und es dürfte die Belegschaft auch interessieren, wie arrogant und egoistisch oder gleichgültig einige ihrer Kollegen reagieren, besonders wenn es sich um einen leitenden Arzt handelt. Es ist anzunehmen, dass er auch mit seinen Untergebenen so umspringt. Wahre Ethik ist unteilbar. Im "Lexikon der Tierschutzethik" schreibt der bekannte deutsche Ethiker Gotthard Teutsch: "Die sehr nahe biologische Verwandtschaft zwischen Mensch und anderen hochentwickelten Säugetieren, der weitgehend analoge Bau des Nervensystems und das zu einem nicht unwesentlichen Teil analoge Verhaltensmuster müsste genügen, die nicht geringere Leidensfähigkeit dieser Wesen anzuerkennen. Ihnen müsste vernünftigerweise die gleiche Rücksichtnahme und der gleiche Schutz zukommen, wie sie eine echte Humanität gegenüber Schutz- und Wehrlosen, weil technisch und intellektuell unterlegenen menschlichen Rassen oder Einzelmenschen verlangt. Die Reduktion der Menschlichkeit auf blosse Mitmenschlichkeit ist ethisch unvertretbar."
Mit freundlichen Grüssen, Erwin Kessler

*

Sehr geehrter Herr Kessler. Nun habe ich Ihre Mitteilung bereits 4x erhalten. Ich bitte Sie höflich, von solchem Schwachsinn abzusehen, denn Sie bewirken mit Ihren Aktionen das Gegenteil. Es ist sinnvoller, wenn Sie Ihre scheinbar grosse Energie wirkungsvoller für das Anliegen einsetzen würden. Ihre Email werden 1. gar nicht gelesen, 2. wenn überhaupt nur quer, 3. nerven sie.
Schöne Grüsse, Jürg Rahm, Leiter Rechnungswesen Kantonsspital Schaffhausen

ANTWORT:

Sehr geehrter Herr Rahm, das Email ist tatsächlich wegen einem technischen Problem 4 x gesendet worden. Kein allzugrosses Unglück. Mit ihrer egoistischen Ignoranz bestrafen Sie wehrlose, leidende Tiere. Das ist Ihnen offenbar völlig gleichgültig. Ein grosses Aergernis ist aber für Sie, 4 x die Deletetaste drücken zu müssen. Oder liegt Ihr wirkliches Problem, dass Sie daran erinnert worden sind, was für Leid Sie in sich hineinfressen und das gar nicht wissen wollen? Sie können sich zwar oberflächliche selber belügen, aber Ihr schlechtes Gewissen auf die Dauer nicht mit der Ausrede einer Emailpanne wirklich beruhigen. Ich bin schon befremdet, welche Kaltherzigkeit mir da aus einem Spital entgegen kommt. Keine einzige positive Reaktion bisher - nur arrogante Meckerer.
Schöne Grüsse, Erwin Kessler

Sehr geehrter Herr Kessler. Wir bitten Sie wirklich, Ihre Aktionen für die Tiere einzusetzen und vor Ort für Ordnung sorgen. Die Situation des Tierschutzes lässt uns in keiner Weise kalt. Nur, über das Vorgehen lässt sich natürlich streiten. Herr Zgraggen, Leiter Verpflegung, wird die Sache prüfen. Wir haben die Informatikdienste angewiesen, den Mailserver inskünftig sensitiver einzustellen.
Mit freundlichem Gruss, Jürg Rahm

ANTWORT 2:

Sehr geehrter Herr Rahm. Sie machen sich die Sache wirklich sehr einfach - zu einfach! Wir sollen "vor Ort für Ordnung sorgen". Wie stellen Sie sich das vor? Sind Sie wirklich so naiv oder schieben Sie das einfach kaltblütig vor, um die Konsumenten und sich selber vor jeder Verantwortung zu drücken? Sollen wir die Tierfabrik der Eier Haas GmbH in Löhningen anzünden und ausräuchern oder Herrn Haas vor Ort ersschiessen, um ihm das Handwerk zu legen, wenn das Tierschutzgesetz und Anzeigen an die Behörden, solche KZ-artigen Zustände nicht zu beseitigen vermögen. Das geht die Konsumenten - in diesem Fall unter anderen die Spitalangestellten - wohl nichts, welche Verbrechen an den Tieren sie mit ihrem Konsumverhalten in Auftrag geben? Nein, Herr Rahm, so nicht. Mit Ihrer Engstirnigkeit fördern Sie live das Negativ-Image eines kleinkarierten Buchhalters mit peinlicher Genauigkeit hinter dem Komma, aber brutaler Blindheit für Grössenordnungen.
Mit freundlichem Gruss, Erwin Kessler VgT

Fazit - leider einmal mehr: Gegen die Dummheit, Trägheit und den globalisierten Egoismus kämpfen Götter selbst vergebens. Und trotzdem: Wir fahren weiter mit unserer Aufklärungsarbeit - für diejenigen beseelten Menschen, die bereit sind, ihren Lebensweg mit Verantwortung und Rücksicht gegenüber den Schwachen und Wehrlosen zu gehen.  Erwin Kessler

 

Die Pouletmast Reinhard Schwaninger-Stoll, Guntmadingen,
produziert "Natura Güggeli" für die FRIFAG

Der Betrieb steht an der Gemeindegrenzen Guntmadingen-Beringen

Bild oben: Die mit "ökologischen Direktzahlungen" subventionierte Poulet-Fabrik, welche Poulet aus angeblicher "Auslaufhaltung" mästet.

Bild unten: Der "Auslauf" entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als blosse Stallerweiterung, in dem sich jene Tiere drängen, welche bei geöffneten Luken aus dem überfüllten Stallinnern quellen. Von einem wirklichen Auslauf ins Freie keine Spur. Subventionsbetrug wie er in der Schweizer Pouletmast gang und gäbe ist. Zudem sind die Masthühner derart überzüchtet, dass sie kaum noch gehen können. Sie hocken nur dichtgedrängt in diesem Stallanbau, der - weil es Tageslicht und frische Luft hat - von der Behörden- und Agromafia als " Auslauf" eingestuft wird, wodurch diese Tierfabrik auf dem Papier zu einem subventionsberechtigten "ökologischen" Betrieb wird. Die extremgezüchteten Masthühner sind derart manipuliert, dass sie in wenigen Wochen von kleinen Küken zu schlachtreifen Riesenbabies (Poulets) explodieren. Die amtliche Einstufung solcher industrieller Massentierhaltungen als "ökologisch" und "tierfreundlich" ist makaber - ein systematischer Betrug an den Steuerzahlern und Konsumenten.

Schwaninger mästet die Poulets für die Vermarktungsfirma "Frifag", deren Konsumenten- und Subventionsbetrügereien vom "Kassensturz" des Schweizer Fernsehens aufgedeckt worden sind (> Frifag "Natura"-Poulets aus Qualzucht).

Masthühner sind derart extrem auf schnelles Wachstum gezüchtet, dass sie mit dem Industriekraftfutter in nur 50 Tagen von Küken zu schlachtreifen Poulets werden. Die Tiere setzen derart rasch Fleisch an, dass das Skelettwachstum nicht mitkommt. Die Tiere können kaum noch gehen. Die Füsse verkrüppeln, die Gelenke schmerzen. Darum liegen sie den ganzen Tag herum, gehen nur ab und zu wenige Schritte und legen sich sofort wieder hin. Diese Lahmheit infolge Überzüchtung wurde schon mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen, auch die Tatsache, dass diese qualgezüchteten Tiere nicht einmal mehr fähig sind, Sitzstangen anzufliegen, die sich 40 cm über dem Boden befinden. Sie sind gezwungen, auf dem Boden zu schlafen, was nicht artgerecht ist.
Eine neue wissenschaftliche Untersuchung hat einmal mehr bestätigt, dass Poulets beim Schlachten ungenügend betäubt werden: Zur Betäubung werden sie - Kopf nach unten am Förderband hängend - durch ein elektrisch geladenes Wasserbad gezogen. Da eine hohe Spannung zu blutunterlaufenen, blauen Flecken am Poulet führt, wird mit so niedriger Spannung gearbeitet, dass viele Tiere nicht richtig betäubt sind, wenn ihnen mit einem rotierenden Messer der Hals aufgeschlitzt wird. Poulet ist ein Tierquäler-Produkt!
Letztes Jahr hat der “Kassensturz” des Schweizer Fernsehens aufgedeckt, wie die FRIFAG-Poulethallen systematisch überfüllt werden - nicht nur tierquälerisch, sondern auch gesetzwidrig. Aber die Bundessubventionen fliessen weiter, während den Steuerzahlern und Konsumenten unablässig eingetrichtert wird, mit den ökologischen Direktzahlungen würde die tier- und umweltfreundliche Tierhaltung gefördert. Alles erstunken und erlogen. Die Agro- und Behördenmafia macht unter sich aus, wohin die Steuergelder fliessen. Für verantwortungsbewusste Menschen bleibt einmal mehr nur die Empfehlung: Essen Sie vegetarisch - auch keine Eier und eihaltigen Produkte - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe!

*

Im Kanton Schaffhausen bleibt das Tierschutzgesetz wie in vielen anderen Kantonen toter Buchstabe. Die für den Tierschutz verantwortlichen Beamten des Landwirtschaftsamtes schlafen oder sind von der Agromafia bestochen und werden vom lokalen Politfilz und ihrem Sprachrohr - den konservativ-verlogenen Schaffhauser Nachrichten - gedeckt.

Das Schaffhauser Landwirtschaftsamt, welches die Einhaltung des Tierschutzgesetzes und der Subventionsvoraussetzungen kontrollieren sollte, stellt nur Bauern als Kontrolleure an. Voraussetzungen für eine Anstellung als kantonaler Kontrolleur sind nicht etwa Kenntnisse über Tiere und Tierschutz, sondern einzig und allein eine "landwirtschaftliche Ausbildung" - das haben wir vom Chef des Landwirtschaftsamtes schwarz auf weiss! Ein Tierpfleger, ein Tierarzt oder ein Zoologe wären demnach nicht qualifiziert, im Kanton Schaffhausen die Einhaltung von Tierschutzvorschriften zu kontrollieren. Tatsächlich sind die beiden vom Schaffhauser Landwirtschaftsamt angestellten Kontrolleure beides Bauern. Im Klartext heisst das: Kontrolleure werden nur aus dem Agrofilz rekrutiert. Die Bauern werden von Bauernkollegen kontrolliert. Es könnte sonst sein, dass plötzlich einer beginnt, die Tierschutzvorschriften ernst zu nehmen. Solche Störefriede will der Schaffhauser Agro- und Behördenfilz nicht.

Die Folgen sind tierquälerische, gesetzwidrige Missstände landauf landab. Der vorliegende Bericht zeigt einige Beispiele.

Das gesetzwidrige Treiben der Tierfabriken und gewerbsmässigen Tierquäler wird nicht nur geduldet, diese erhalten sogar noch staatliche Subventionen (ökologische Direktzahlungen) für "besonders tierfreundliche Tierhaltung" - Betrug an den Konsumenten und Steuerzahlern.

Für verantwortungsbewusste Menschen gibt es in dieser Situation nur: vegetarische Ernährung - der Gesundheit und den Tieren zuliebe!

*

Leserbrief von VgT-Mitglied Dr Jakob Müller in den Schaffhauser Nachrichten und im Schleitheimer Boten.

*

Die gewerbsmässigen Tierquäler werden im Kanton Schaffhausen - wie in vielen anderen Kantonen - vom Politfilz gedeckt und sogar noch subventioniert. Mit Anzeigen kann deshalb das Massen-Tierelend nicht bekämpft werden. Was sicher nützt ist der Konsumboykott von Tierquälerprodukten, insbesondere Fleisch und Eier und Ersatz durch gesunde, vegetarische Nahrungsmittel. Essen Sie heute vegetarisch - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe!


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